Bito erweitert Tablarsystem für Fördertechnik und automatisierte Kleinteilelager
Die Tablare dienen als Transport- und Lagerhilfen für lose Gebinde, Einzelverpackungen, Kleinteilebehälter und Kartonagen. Sie kommen insbesondere dann zum Einsatz, wenn sich Waren aufgrund ihrer Abmessungen, Beschaffenheit oder beschädigter Verpackungen nicht unmittelbar über eine Förderanlage transportieren lassen.
Durch die Aufnahme auf einem geeigneten Ladungsträger sollen die Waren innerhalb automatisierter Anlagen transportiert werden können, ohne Störungen oder Staus durch ungeeignete Verpackungsformen zu verursachen. Nach Angaben des Herstellers sind die Kunststofftablare auf entsprechende Laufeigenschaften ausgelegt. Varianten mit glattem Leiselaufboden sollen zudem die Geräuschentwicklung während des Transports reduzieren.
Eine integrierte Aushebefunktion ermöglicht das automatische Be- und Entladen der Tablare. Darüber hinaus lassen sich die Ladungsträger für die flexible Einlagerung einzelner Waren oder beschädigter Kartonagen einsetzen. Dabei soll das System eine platzsparende Nutzung der vorhandenen Lagerkapazitäten unterstützen.
Zusätzliches Format und Recycling-Ausführung
Das bisherige Standardportfolio umfasst Eurotablare mit Grundmaßen von 600 × 400 Millimetern und 400 × 300 Millimetern. Die Ladungsträger sind für Belastungen von bis zu 50 Kilogramm ausgelegt und können mit unterschiedlichen Regalbediengeräten eingesetzt werden. Für spezielle Anforderungen entwickelt Bito-Lagertechnik auch Projekttablare mit individuellen Abmessungen und konstruktiven Ausführungen.
Seit Herbst 2026 gehört außerdem eine Recycling-Variante im Format 600 × 400 Millimeter zum Standardangebot. Diese ist ebenfalls für eine maximale Belastung von 50 Kilogramm ausgelegt.
Eine weitere Portfolioergänzung ist das Tablar im Format 650 × 450 Millimeter. Mit einem Innenmaß von 629 × 429 Millimetern ist es für die Aufnahme von Behältern im Euromaß und Kartonagen vorgesehen. Der Hersteller bietet das zusätzliche Format mit einem neu entwickelten Hybridboden an, der in drei konstruktiv unterschiedlichen Varianten erhältlich ist.
Geschlossener Hybridboden für glatte Laufflächen
Die erste Hybridboden-Ausführung kombiniert eine durchgehend glatte äußere Lauffläche mit einer ebenfalls glatten, geschlossenen Innenfläche. Auf Öffnungen und Zentrierrippen wird bei dieser Variante verzichtet.
Nach Herstellerangaben soll die Konstruktion günstige Laufeigenschaften auf Förderanlagen und in automatisierten Lagern ermöglichen. Durch die geschlossene Bodenfläche ist das Tablar zudem weniger anfällig für Verschmutzungen und lässt sich leichter reinigen.
Zentrierrippen halten Kartonagen in Position
Die zweite Ausführung verfügt über integrierte Zentrierrippen im Hybridboden. Diese sollen Kartonagen während des Transports innerhalb der vorgegebenen Außenkontur mittig positionieren und dort halten.
Laut Bito-Lagertechnik kann die Konstruktion Ausbeulungen von Kartonagen um bis zu 25 Millimeter kompensieren. Dadurch sollen Überstände der Transportgüter reduziert und Kollisionen mit Anlagenteilen vermieden werden.
Die Variante richtet sich damit insbesondere an automatisierte Förder- und Lagerprozesse, bei denen Kartonagen mit unterschiedlichen Abmessungen oder Formabweichungen transportiert werden.
Liftholes ermöglichen automatisierte Hubprozesse
Die dritte Hybridboden-Ausführung besitzt integrierte Liftholes. Dabei handelt es sich um Öffnungen im Tablarboden, die für automatisierte Hub- und Aufnahmevorgänge vorgesehen sind.
Über die Öffnungen können entsprechende Hub- und Aufnahmesysteme das Tablar sowie dessen Inhalt gezielt anheben oder aufnehmen. Die Konstruktion soll insbesondere den Einsatz in automatisierten Lager- und Förderanlagen mit Hubtechnik und Transfersystemen unterstützen.
Nach Angaben des Herstellers weist die Lifthole-Ausführung zudem ein geringeres Eigengewicht auf als die Standardvariante. Konkrete Angaben zur Gewichtsreduzierung macht das Unternehmen in seiner Mitteilung nicht.
Kennzeichnung über Barcode und RFID
Für die Identifikation innerhalb automatisierter Materialflusssysteme können die Tablare umlaufend mit Barcode- oder RFID-Flächen ausgestattet werden. Die Kennzeichnung soll ermöglichen, die Ladungsträger aus unterschiedlichen Anfahrtrichtungen zu identifizieren.
Mit den zusätzlichen Formaten und Bodenausführungen erweitert Bito-Lagertechnik die Möglichkeiten, unterschiedliche Waren und Verpackungen auf einheitlichen Transporthilfen durch automatisierte Anlagen zu bewegen. Dabei stehen neben der Förderfähigkeit insbesondere die Positionierung der Ladung, die automatische Handhabung sowie die Einbindung in bestehende Lager- und Förderprozesse im Mittelpunkt.
































