Nord Drivesystems erweitert Condition Monitoring um modulare IIoT-Lösung
„Nord Drive Monitor“ nutzt dynamisch berechnete und sensorisch erfasste Betriebswerte, um den Zustand der eingesetzten Antriebssysteme zu überwachen. Dazu zählen unter anderem Phasenströme, Kühlkörpertemperaturen und Drehmomente. Die Lösung stellt diese Daten kontinuierlich für die weitere Verarbeitung zur Verfügung.
Auf Grundlage der erfassten Informationen können Anlagenbetreiber Veränderungen im Betriebsverhalten beobachten und mögliche Anzeichen für Verschleiß erkennen. Die Zustandsüberwachung bildet damit eine Grundlage für die zustandsorientierte Instandhaltung und die vorausschauende Wartung. Nach Angaben von Nord Drivesystems lassen sich dadurch Wartungseinsätze besser planen sowie Ausfälle und Stillstandzeiten reduzieren. Darüber hinaus erwartet der Hersteller positive Auswirkungen auf die Lebensdauer der Anlagen, die Produktionsabläufe und die Betriebskosten.
Frequenzumrichter übernehmen Datenauswertung
Die benötigten Informationen stammen aus den Antriebssystemen und der angeschlossenen Sensorik. Die Antriebselektronik stellt die ermittelten Betriebsdaten über einen Datenbus zur Verfügung. Für deren Verarbeitung nutzt der Hersteller unter anderem die in seine Frequenzumrichter integrierten speicherprogrammierbaren Steuerungen.
Diese können sowohl Antriebsdaten als auch zusätzliche Sensordaten anhand festgelegter Schwellenwerte auswerten. Dazu gehören beispielsweise Informationen über auftretende Vibrationen. Auf diese Weise lassen sich bestimmte Betriebszustände und Abweichungen bereits auf Ebene der Antriebstechnik erfassen und bewerten.
Integration über „MQTT“ und „TimescaleDB“
Für die Weitergabe und Verarbeitung der Betriebsdaten in übergeordneten Systemen nutzt „Nord Drive Monitor“ etablierte Technologien. Dazu gehören das Kommunikationsprotokoll „MQTT“ und die Datenbanktechnologie „TimescaleDB“. Die Visualisierung erfolgt mithilfe der Dashboard-Plattform „Grafana“.
Damit können Anwender die erfassten Betriebswerte in einer grafischen Oberfläche darstellen und den Zustand ihrer Antriebssysteme überwachen. Die Anbindung an übergeordnete Systeme schafft zugleich die technische Voraussetzung, Zustandsdaten in bestehende digitale Infrastrukturen einzubinden.
Modulare Architektur für unterschiedliche Anlagengrößen
Die Systemarchitektur von „Nord Drive Monitor“ ist modular und skalierbar ausgelegt. Dadurch lässt sich die Lösung nach Herstellerangaben an die jeweilige Größe einer Anlage anpassen. Die Bereitstellung erfolgt in Docker-Containern, die einen Einsatz in unterschiedlichen Informationstechnologie-Infrastrukturen ermöglichen.
Mit diesem Aufbau verfolgt Nord Drivesystems das Ziel, Betriebsdaten aus der Antriebstechnik für die Zustandsüberwachung und die Instandhaltungsplanung nutzbar zu machen. Die kontinuierliche Bereitstellung der Daten soll Anlagenbetreibern helfen, Wartungsbedarf frühzeitig zu erkennen und ungeplante Betriebsunterbrechungen zu verringern.

































