Von der Prüfstandswartung zur Robotisierung: Safelog feiert 30 Jahre

Die Safelog GmbH feiert in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen. Was 1996 als Unternehmen für die Wartung von Prüfständen in der Automobilindustrie begann, ist heute einer der Spezialisten für mobile Transportroboter in der Intralogistik. Mehr als 300 Mitarbeiter erwirtschaften einen Jahresumsatz von 63 Mio. Euro. Über 5.000 mobile Roboter sind weltweit im Einsatz.

Mehr als 300 Mitarbeiter tragen heute den Weg von der Prüfstandswartung zur Robotisierung. Im Sommer feierte die Belegschaft das 30-jährige Bestehen gemeinsam. (Bildquelle: Safelog)
Mehr als 300 Mitarbeiter tragen heute den Weg von der Prüfstandswartung zur Robotisierung. Im Sommer feierte die Belegschaft das 30-jährige Bestehen gemeinsam. (Bildquelle: Safelog)

Den Anstoß für den Weg in die Intralogistik gab Gründer Michael Wolter mit einer Beobachtung aus der industriellen Praxis: Er erkannte, wie viel Optimierungspotenzial in logistischen Prozessen der Automobilindustrie steckt. Ein erstes Patent für die Entnahmeüberwachung bei Kommissioniersystemen markierte den Einstieg. Mit den darauf aufbauenden Pick-by-Light-Systemen gewann die junge Firma erste Großkunden und legte damit den Grundstein für den heutigen Erfolg.

Modulare Lösungen als Erfolgsrezept

Schritt für Schritt entwickelte sich Safelog vom Komponentenanbieter zum Hersteller eigener mobiler Transportroboter. Was blieb, war der Anspruch, jede Anlage kundenindividuell auf Basis modularer Hard- und Softwarekomponenten zu planen und umzusetzen. Ein Leuchtturmprojekt dieser Entwicklung: die Factory 56 von Mercedes-Benz, in der rund 500 Safelog-Roboter als Teil der Produktionslogistik agieren.

„Als wir 1996 angefangen haben, Prüfstände zu warten, war an mobile Robotik noch nicht zu denken. Dass wir diesen Weg gegangen sind, liegt an unseren Mitarbeitern und an Kunden, die uns über all die Jahre vertraut haben“, sagt Gründer und Inhaber Michael Wolter.

 

Drei Säulen für die Zukunft

Die Geschäftsführung mit Michael Wolter, Mathias Behounek und Michael Reicheicher stellt das Unternehmen auf drei Säulen. Safelog baut eigene mobile Roboter. Als Integrator bietet das Unternehmen Komplettsysteme für den Shopfloor an und setzt sie um. Im Zentrum steht die eigene Software: Die Plattform „Flow Control“ steuert die Safelog-Roboter ebenso wie Hardware anderer Hersteller.

„Künstliche Intelligenz ist für uns kein Marketinglabel, sondern ein konkretes Werkzeug für unsere Software“, sagt Geschäftsführer Mathias Behounek. „Wir arbeiten daran, mit KI die Konfiguration und Inbetriebnahme unserer Anlagen spürbar zu vereinfachen. Unser Ziel: Intralogistik zugänglicher machen, für Unternehmen jeder Größe.“

Wachstum über Ländergrenzen hinweg

Nach drei Jahrzehnten ist Safelog international aufgestellt. Zum Hauptsitz in Markt Schwaben kommen Niederlassungen im Raum Stuttgart, in Bremen und in Kecskemét. In den USA ist Safelog mit einem Hauptsitz in Charleston und Projektstandorten in Birmingham und Grand Rapids vertreten.

„Der Wettbewerb ist globaler und schneller geworden. Allein gewinnt niemand mehr den Wettlauf gegen ‚Chinese Speed‘. Deshalb setzen wir auf Partnerschaften mit Technologieanbietern, mit Integratoren und vor allem mit unseren Kunden“, sagt Wolter. Der Anspruch bleibt derselbe: Technologie konsequent am Kundenprozess ausrichten, als unabhängiges, inhabergeführtes Unternehmen.

Printer Friendly, PDF & Email

Branchenverzeichnis

06.03.2026
Der Systemintegrator Klinkhammer Intralogistics erhielt von der Franz Mensch GmbH den Auftrag zur umfassenden Automatisierung der Erweiterung seines Logistikzentrums sowie zum Retrofit eines...
09.11.2023
Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF Magdeburg bringt Prüfstand für FTF in die Anwendung
Im September 2023 wurde die Elbfabrik des Fraunhofer IFF eröffnet. Hier wird anhand eines kundenindividuellen fahrerlosen Transportfahrzeugs der gesamte Produktentstehungsprozess abgebildet. Dazu...
23.09.2024
Wie gelingt gesundes Arbeiten bei schnell wechselnden Prozess- und Produktionsverfahren? Dazu hat sich der Arbeitsplatzspezialist Krieg einmal mehr Gedanken gemacht und hat eine prozessorientierte...
06.12.2023
Kurz vor Weihnachten und in den folgenden Wintermonaten wird es in vielen Industrie- und Handelsunternehmen etwas ruhiger. Diese Zeit könnten Geschäftsführer gut nutzen, um Logistik- und...
01.12.2023
Die Stichprobeninventur gilt als die effizienteste Methode, um Bestandskontrollen durchzuführen und gleichzeitig Zeit und Ressourcen zu sparen. Dennoch ist sie in vielen Unternehmen immer wieder mit...
12.02.2026
Wenn Deutschlands größter Lebensmittelhändler seine gesamte Kommissioniertechnologie auf den Prüfstand stellt, geht es um mehr als bloße Optimierung – es geht um strategische Zukunftsfähigkeit. Edeka...