Von der Prüfstandswartung zur Robotisierung: Safelog feiert 30 Jahre
Den Anstoß für den Weg in die Intralogistik gab Gründer Michael Wolter mit einer Beobachtung aus der industriellen Praxis: Er erkannte, wie viel Optimierungspotenzial in logistischen Prozessen der Automobilindustrie steckt. Ein erstes Patent für die Entnahmeüberwachung bei Kommissioniersystemen markierte den Einstieg. Mit den darauf aufbauenden Pick-by-Light-Systemen gewann die junge Firma erste Großkunden und legte damit den Grundstein für den heutigen Erfolg.
Modulare Lösungen als Erfolgsrezept
Schritt für Schritt entwickelte sich Safelog vom Komponentenanbieter zum Hersteller eigener mobiler Transportroboter. Was blieb, war der Anspruch, jede Anlage kundenindividuell auf Basis modularer Hard- und Softwarekomponenten zu planen und umzusetzen. Ein Leuchtturmprojekt dieser Entwicklung: die Factory 56 von Mercedes-Benz, in der rund 500 Safelog-Roboter als Teil der Produktionslogistik agieren.
„Als wir 1996 angefangen haben, Prüfstände zu warten, war an mobile Robotik noch nicht zu denken. Dass wir diesen Weg gegangen sind, liegt an unseren Mitarbeitern und an Kunden, die uns über all die Jahre vertraut haben“, sagt Gründer und Inhaber Michael Wolter.
Drei Säulen für die Zukunft
Die Geschäftsführung mit Michael Wolter, Mathias Behounek und Michael Reicheicher stellt das Unternehmen auf drei Säulen. Safelog baut eigene mobile Roboter. Als Integrator bietet das Unternehmen Komplettsysteme für den Shopfloor an und setzt sie um. Im Zentrum steht die eigene Software: Die Plattform „Flow Control“ steuert die Safelog-Roboter ebenso wie Hardware anderer Hersteller.
„Künstliche Intelligenz ist für uns kein Marketinglabel, sondern ein konkretes Werkzeug für unsere Software“, sagt Geschäftsführer Mathias Behounek. „Wir arbeiten daran, mit KI die Konfiguration und Inbetriebnahme unserer Anlagen spürbar zu vereinfachen. Unser Ziel: Intralogistik zugänglicher machen, für Unternehmen jeder Größe.“
Wachstum über Ländergrenzen hinweg
Nach drei Jahrzehnten ist Safelog international aufgestellt. Zum Hauptsitz in Markt Schwaben kommen Niederlassungen im Raum Stuttgart, in Bremen und in Kecskemét. In den USA ist Safelog mit einem Hauptsitz in Charleston und Projektstandorten in Birmingham und Grand Rapids vertreten.
„Der Wettbewerb ist globaler und schneller geworden. Allein gewinnt niemand mehr den Wettlauf gegen ‚Chinese Speed‘. Deshalb setzen wir auf Partnerschaften mit Technologieanbietern, mit Integratoren und vor allem mit unseren Kunden“, sagt Wolter. Der Anspruch bleibt derselbe: Technologie konsequent am Kundenprozess ausrichten, als unabhängiges, inhabergeführtes Unternehmen.

































