FTF-Flotten auf dem Prüfstand
Der modular aufgebaute Prüfstand kann für ein- und zweiachsige Fahrzeuge ausgerüstet werden. Unter einer kardanisch aufgehängten Bodenplatte, die eine Neigung um bis zu 10 Grad und eine Kippung von bis zu 2 Grad ermöglicht, befindet sich das Herz der Anlage: höhenverstellbare Synchronmotoren bringen das fahrzustandsabhängige Bremsmoment für eine realistische Leistungsüberprüfung der mobilen Roboter auf. Somit lassen sich auf dem Prüfstand Geschwindigkeiten und Fahrmanöver aus dem Realbetrieb nachbilden. Ein mittels Linearachse bewegliches Hindernis dient der kontrollierten Überprüfung der Sicherheitstechnik. Bei jedem Fahrversuch werden die elektrischen und mechanischen Kenngrößen ermittelt und, falls gewünscht, in der digitalen Lebenslaufakte des Fahrzeugs hinterlegt.
Ein weiteres Anwendungsgebiet des Versuchsstands ist die wiederkehrende Prüfung ganzer FTF-Flotten. Auf diese Weise können Schwachstellen identifiziert und Abweichungen vom ursprünglichen Zustand detektiert und frühzeitig auf Verschleißerscheinungen mittels Predictive Maintenance reagiert werden. Auch für die Optimierung der Nutzungsdauer einzelner Fahrzeuge kann der Versuchsstand die nötigen Daten liefern. Auf Basis des ermittelten Abnutzungslevels der elektrischen und mechanischen Komponenten können stärker beanspruchte Fahrzeuge für Routen mit kürzeren Strecken priorisiert werden. Der Verschleiß verteilt sich damit gleichmäßiger auf die gesamte Flotte.
Zukünftig möchten die Forschenden den Versuchsstand mit einer möglichst breiten Palette an Fahrzeugen und Bauartvarianten verwenden, und so wertvolle Erkenntnisse für die Neuentwicklung von fahrerlosen Transportfahrzeugen sammeln.



























