„Rackbot“-Systeme: Lagerkapazität und Durchsatz schrittweise erhöhen
Die „Rackbot“-Systeme sind für unterschiedliche Arbeitsabläufe, Auftragsstrukturen und Branchen konfigurierbar. Sie arbeiten unabhängig vom jeweiligen Ausbaustand vollautomatisch. Das Systemkonzept sieht vor, die installierte Lagertechnik entsprechend dem tatsächlichen Bedarf zu erweitern.
Zur Erhöhung der Lagerkapazität können zusätzliche Regal- und Lagergassen neben den bestehenden Sicherheitszäunen aufgebaut werden. Parallel dazu werden QR-Codes auf dem Boden und an den Regalen angebracht. Sie gehören zur technischen Ausstattung der erweiterten Lagerbereiche.
Anlagenumbau in betriebsfreien Zeitfenstern
Die Anpassung der Sicherheitszäune und die Inbetriebnahme der zusätzlichen Lagerbereiche erfolgen während betriebsfreier Zeiten, beispielsweise an Wochenenden. Anschließend werden die erforderlichen Softwareanpassungen vorgenommen und Tests durchgeführt, bevor die neuen Bereiche produktiv genutzt werden.
Mit diesem Vorgehen sollen sich Erweiterungen vorbereiten lassen, während die vorhandenen Lagerbereiche weiterhin genutzt werden. Die für den Umbau notwendigen Eingriffe in die bestehende Anlage werden auf betriebsfreie Zeitfenster konzentriert.
Zusätzliche Roboter und Arbeitsplätze steigern den Durchsatz
Neben der Lagerkapazität lässt sich laut SSI Schäfer auch die Durchsatzleistung der „Rackbot“-Systeme anpassen. Dafür können Unternehmen zusätzliche mobile Roboter in die bestehende Anlage integrieren.
Nach der Lieferung sollen sich die neuen Fahrzeuge innerhalb kurzer Zeit in Betrieb nehmen und in das vorhandene System einbinden lassen. Eine weitere Möglichkeit zur Leistungssteigerung besteht darin, zusätzliche Arbeitsplätze einzurichten. Diese können zunächst aufgebaut und anschließend während betriebsfreier Zeiten aktiviert werden. Auf diese Weise lassen sich die vorhandenen Kommissionierkapazitäten erweitern, ohne das gesamte System auszutauschen.
Die Kombination aus zusätzlichen Robotern, Arbeitsplätzen und Lagerbereichen ermöglicht es, Kapazität und Durchsatz unabhängig voneinander an veränderte Anforderungen anzupassen.
Automatisierung bei schwankenden Auftragsvolumen
Mit der modularen Erweiterbarkeit adressiert SSI Schäfer insbesondere Unternehmen, deren Lagerprozesse durch steigende Auftragsmengen oder ausgeprägte Auftragsspitzen geprägt sind. Statt die technische Infrastruktur bereits bei der Erstinstallation auf eine mögliche spätere Maximalleistung auszulegen, sollen sich zusätzliche Kapazitäten schrittweise aufbauen lassen.
Der Hersteller sieht darin auch eine Möglichkeit, auf begrenzte Personalressourcen zu reagieren. Durch die Automatisierung von Materialtransporten und Lagerprozessen sollen Unternehmen Personalengpässe abfedern und ihre Abläufe bei steigenden Auftragsvolumen stabil halten können.
Transmec steigert Lagerkapazität um 84 Prozent
Als Praxisbeispiel für den Einsatz der „Rackbot“-Systeme nennt SSI Schäfer den Logistikdienstleister Transmec. Dort wurde nach Angaben des Herstellers trotz einer deutlichen Reduzierung der Lagerfläche eine Steigerung der Lagerkapazität um 84 Prozent erreicht. Gleichzeitig erhöhte sich die Kommissionierleistung um 50 Prozent.
Der Anbieter führt die Leistungssteigerungen auf das Zusammenspiel aus hoher Flächennutzung, modularer Erweiterbarkeit und einer flexiblen Gestaltung des Lagerlayouts zurück. Die eingesetzte Lösung verbindet mobile Robotik mit modular aufgebauten Regalsystemen.
Mit dem „Rackbot“-Konzept verfolgt SSI Schäfer nach eigenen Angaben das Ziel, automatisierte Lagerlösungen an veränderte Kapazitäts- und Leistungsanforderungen anzupassen. Bestehende Systeme sollen dafür durch zusätzliche Lagerbereiche, Roboter und Arbeitsplätze erweitert werden können, ohne dass ein vollständiger Austausch der installierten Anlage erforderlich ist.














































