Mehr Daten, aber zu späte Reaktionen: Wie KI-Agenten das Warehouse verändern sollen
Die zunehmende Digitalisierung im Warehouse Management führt zu einer deutlich verbesserten Datenbasis und stärker vernetzten Systemen, hat unser Gastautor Michael Landstorfer, Senior Manager bei Logistics Reply, festgestellt. Dennoch arbeiteten viele Lager weiterhin überwiegend reaktiv. Operative Eingriffe erfolgten häufig erst dann, wenn Verzögerungen sichtbar werden, Rückstände anwachsen oder Produktivitätsverluste messbar sind.
Diskrepanz zwischen Daten und Reaktion
Diese Entwicklung verdeutliche eine grundlegende Diskrepanz: Obwohl immer mehr Daten zur Verfügung stehen und Kennzahlen detaillierter ausgewertet werden können, bleibe die Reaktionsfähigkeit vieler Systeme begrenzt. Die vorhandene Transparenz führe somit nicht automatisch zu schnelleren oder vorausschauenden Entscheidungen im laufenden Betrieb.
Echtzeit-Interpretation als Ansatz
Vor diesem Hintergrund betont Landstorfer im einem Exklusiv-Beitrag für „Technische Logistik“ die Notwendigkeit, Informationen nicht nur bereitzustellen, sondern sie in Echtzeit zu interpretieren. Ziel sei es, operative Entscheidungen intelligenter zu unterstützen und Eingriffe früher anzustoßen, bevor Störungen oder Ineffizienzen sichtbar werden.
Flexible und anpassungsfähige Systeme
Als mögliche Lösung werden dynamische, KI-gestützte Ansätze beschrieben, die sich flexibel an individuelle Prozesse und unterschiedliche Lagerumgebungen anpassen lassen. Solche Systeme könnten dazu beitragen, die bislang vorherrschende reaktive Steuerungslogik im Warehouse schrittweise durch proaktive Entscheidungsmechanismen zu ersetzen.

































