Entlastung bei kleinen Lasten: Neues Gesamtkonzept mit AMR „Amy“ von DS Automotion
Ein typisches Einsatzfeld ist die Fertigung von Spritzgussteilen. Dort fallen täglich tausende Kunststoffteile an, die zwischen Maschinen, Lager und Montage bewegt werden müssen. Die Wege sind zu weit und zu schwer für händisches Tragen, für den Einsatz von Staplern aber nicht wirtschaftlich. Ähnliches gilt in der Montage von Elektromotoren oder Batterien. Einzelne Kisten oder Boxen mit Bauteilen müssen punktgenau an den Arbeitsplätzen bereitstehen. Durch kleinere Losgrößen und dynamischere Abläufe wird der Materialfluss immer komplexer. „Wir haben festgestellt, dass es in ganz Europa schwieriger wird, Personal für Logistikanwendungen zu finden. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Prozesssicherheit. Genau für diese Situation haben wir den mobilen Roboter AMY entwickelt – eine einfache und wirtschaftliche Lösung für Kleinladungsträger bis 400 mal 600 Millimeter“, erklärt Karl Rapp, Leiter Vertrieb, Produktmanagement und Marketing bei DS Automotion.
Drei Varianten für unterschiedliche Anforderungen
Nicht jede Produktion braucht die gleiche Lösung. Deshalb gibt es „AMY“ in drei Ausführungen.
- „AMY deck“ ist die Einstiegsversion für Betriebe mit überschaubarem Transportvolumen. Der Roboter fährt festgelegte Routen und wird von Mitarbeitenden manuell be- und entladen. Er ersetzt Laufwege und entlastet die Belegschaft.
- „AMY flap“ arbeitet mit einem passiven Lastaufnahmemittel. Der Roboter nimmt Behälter selbstständig von der Übergabestation auf und bringt sie an ihr Ziel. Die Lösung kommt ohne zusätzliche Sensorik oder Aktorik an Fahrzeug und Station aus.
- „AMY lift“ ist für die Anbindung an Fördertechnik konzipiert. Ein aktiver Hub-Kamm übernimmt oder übergibt Behälter automatisch, etwa auf Schwerkraftröllchenbahnen. Das eignet sich besonders bei hoher Taktung und vielen Stationen.
Gesamtkonzept mit schneller Implementierung
Alle Varianten sind auf kurze Inbetriebnahmezeiten ausgelegt. Standardisierte Schnittstellen erleichtern die Integration in bestehende Prozesse. Über den Flottenmanager „Navios“ können die Fahrzeuge einzeln oder im Verbund gesteuert werden. Layoutdaten im Interchange-Format lassen sich direkt einspielen, die VDA-5050-Schnittstelle sorgt für Kompatibilität mit gängigen Systemen.
Das Konzept ist skalierbar. Zusätzliche Fahrzeuge oder Stationen lassen sich bei steigendem Bedarf unkompliziert einbinden. So wächst das System mit den Anforderungen. Für Unternehmen bedeutet das planbare Materialflüsse und ein zukunftssicheres Transportkonzept, das Personalressourcen spürbar entlastet.









































