Interview mit Cellumation-CEO Dr. Hendrik Thamer: "… erstaunlich mehr als man denkt.“

Wenn man mit Dr. Hendrik Thamer spricht, versteht man den Unterschied zwischen Ruhe und Stille. In ruhig-überlegtem Ton erzählt er von den Anfängen des Start-ups Cellumation, den riesigen Gegenwind durch Corona und den Durchbruch danach. Man hätte ihn auch durcherzählen lassen können. Nicht nur ob der besseren Lesbarkeit hat Jan Kaulfuhs-Berger, Chefredakteur „Technische Logistik“, bei seinem Besuch in der Bremer Firmenzentrale, ihn hin und wieder durch Fragen unterbrochen.

Jan Kaulfuhs-Berger (links) im Gespräch mit Dr. Hendrik Thamer und Theresa Gröninger . (Quelle: Cellumation)
Jan Kaulfuhs-Berger (links) im Gespräch mit Dr. Hendrik Thamer und Theresa Gröninger . (Quelle: Cellumation)

Jan Kaulfuhs-Berger: Cellumation begann im Jahr 2017 als Start-up. Einige Jahre später, und viele Erfahrungen reicher, kurz gefragt: Wann ist ein Start-up noch ein Start-up?

Hendrik Thamer: Das ist eine gute Frage. Man kann sagen, dass man kein Start-up mehr ist, wenn man fünf Jahre überlebt hat. Wir würden uns mittlerweile als Scale-up bezeichnen. Wir haben etablierte Produkte am Markt und sind global tätig.

 

Dann blicken wir doch noch einmal kurz zurück auf die Start-up-Zeit.

Wir haben uns 2017 zu dritt aus der Uni Bremen und dem BIBA-Institut gegründet und uns schrittweise vom Industrie-Prototyp zum Produkt entwickelt. Dann 2018 erfolgte das erste Investment. Die erste Maschine ist 2019 in Realbetrieb gegangen.

 

Bleiben wir bitte noch kurz bei den Anfängen und ganz praktisch gefragt: Wie kommt man auf die Idee, ein Start-up zu gründen?

Wir waren damals in einem sehr akademischen Umfeld unterwegs und hatten viele Möglichkeiten, mit Industrie- und Forschungsprojekten immer nah am Puls der Zeit zu sein und zu sehen, was der Markt will. Wir hatten ein Projekt, bei dem sehr flexible Fördertechnik gebraucht wurde und zwar in einem Bereich, in dem man Pakete puffern und segmentieren kann. Die gab es nicht am Markt, und das Projekt ist dadurch nicht zustande gekommen.

 

Da haben Sie gesagt: Das machen wir?

Nun, mein Kollege Claudio Uriarte hatte einer seiner sehr brillanten Momente, als er Youtube geschaut und parallel recherchiert hat. Er hat dort kleine Fußballroboter gesehen, die drei Räder hatten und sich flink auf dem Boden bewegen konnten. Die Idee war einfach: Wir nehmen einen Roboter, drehen ihn um, verbinden ihn mit anderen Robotern und fördern den Boden. Das war der Startpunkt. Wir haben dann an der Uni nach Feierabend und an den Wochenenden mit Festmitteln einen kleinen Demonstrator zusammengebaut. Damals waren wir voll begeistert – wenn wir zurückblicken und den heute sehen, denken wir manchmal: Um Gottes willen!

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Das gesamte Interview lesen Sie in der Ausgabe 1/26, die am 11. Februar 2026 erscheint oder unter folgendem Link: „... erstaunlich mehr als man denkt!“ - INTERVIEW Ein Gespräch über den Gründergeist in Verbindung mit einer einfachen, aber effizienten Lösung Fördertechnik | Fachartikel | Technische Logistik - Hebezeuge Fördermittel

 

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