Flughafenlogistik: Linde verbindet Fahrzeuge, Automatisierung und Flottendaten
Der Messeauftritt richtet sich an Fluggesellschaften, Flughafenbetreiber sowie Unternehmen, die Fracht und Gepäck abfertigen. Nach Angaben von Linde Material Handling sollen sich die Fahrzeuge an unterschiedliche Transportaufgaben und wechselnde betriebliche Anforderungen anpassen lassen. Dazu zählen kurzfristige Gepäcktransporte zum Flugzeug ebenso wie der Umschlag sperriger und schwerer Luftfracht.
Fahrzeugverfügbarkeit als kritischer Faktor
Bei der Bodenabfertigung müssen Transportmittel kurzfristig verfügbar sein, da Verzögerungen Auswirkungen auf die weiteren Abläufe am Flughafen haben können. Russell Parker, Geschäftsführer der auf Flughäfen spezialisierten Linde-Tochtergesellschaft SM Rental, sagt: „Eine hohe Fahrzeugverfügbarkeit ist beim Ground Handling das A und O, denn Zeit ist ein kritischer Faktor“. Neben der Verfügbarkeit spielt nach Unternehmensangaben die Anpassbarkeit der Fahrzeuge eine zentrale Rolle. Linde hält dafür verschiedene Fahrzeugmodelle, Ausstattungsvarianten und Optionen bereit. Ergänzt wird das Angebot durch ein Servicenetzwerk, mit dem Linde Material Handling nach eigenen Angaben kurze Reaktionszeiten gewährleisten will. Fahrzeuge, Energieversorgung, Flottenmanagement und Service sollen dadurch aus einer Hand angeboten werden.
Flottenportal erfasst Standorte und Ladezustände
Mit dem webbasierten Kundenportal „myLinde“ können Betreiber ihre Fahrzeugflotten außerdem digital verwalten, steuern und analysieren. Die Anwendung stellt unter anderem Daten zur Fahrzeugnutzung, zum Standort und zum Ladezustand der Batterien bereit. Auf dieser Grundlage sollen Unternehmen das Batterielademanagement optimieren und Maßnahmen zur betrieblichen Sicherheit unterstützen können. „In ‚myLinde‘ sieht man beispielsweise, wer welches Fahrzeug gerade steuert, wo es sich befindet und welchen Batterieladestatus das jeweilige Fahrzeug hat – all das übersichtlich auf einem Dashboard“, erläutert Marc Castro, Senior Strategy and Portfolio Manager Warehouse Trucks bei Linde Material Handling.
Automatisierter Schlepper für wiederkehrende Strecken
Zu den Exponaten gehört ein automatisierter Schlepper des Typs „Linde P120“. Das Fahrzeug ist für Streckentransporte vorgesehen, die nach einem wiederkehrenden Muster ablaufen. Ein mögliches Einsatzgebiet sind Gepäckwagen, die regelmäßig dieselbe Verbindung zwischen zwei Punkten zurücklegen. Die automatisierten Elektroschlepper der Baureihe „Linde P120“ bis „P350“ können Anhängelasten bis 35 Tonnen bewegen. In Verbindung mit entsprechender Sicherheits- und Navigationstechnik sind sie nach Angaben des Herstellers für standardisierte Transportaufgaben auf Flughäfen vorgesehen.
Elektrostapler ohne A-Säule
Mit dem „Linde Xi-Roadster“ zeigt das Unternehmen außerdem einen Elektrostapler, dessen Konstruktion die Sicht des Fahrers nach vorn und oben verbessert. Das Fahrzeug kommt ohne A-Säule aus und besitzt eine tief heruntergezogene Frontscheibe. Ergänzend sind eine Panoramascheibe aus Sicherheitsglas und schlanke Hubmastprofile erhältlich. Eine integrierte Lithium-Ionen-Batterie versorgt den Stapler mit Energie. Das Modell erreicht eine Tragfähigkeit von bis zu zwei Tonnen und ist unter anderem für Rangierarbeiten am Rand des Rollfelds sowie für Einsätze in Lagerbereichen vorgesehen. Der Fahrerarbeitsplatz ist laut Anbieter ergonomisch gestaltet.
Plattformwagen für Fracht und Gepäck
Der elektrische Plattformwagen „Linde W20“ ist auf Transporte in beengten Bereichen ausgelegt. Kompakte Abmessungen und ein enger Wendekreis sollen das Manövrieren auf begrenzten Verkehrsflächen erleichtern. Das ausgestellte Modell kann bis zu zwei Tonnen aufnehmen und eignet sich nach Unternehmensangaben beispielsweise für den kurzfristigen Transport von Gepäckstücken zum Flugzeug. Eine weitere Ausführung bietet eine Zuladung von bis zu drei Tonnen. Beide Modelle erreichen eine Schleppkapazität von sechs Tonnen.
Manuelle Schlepper ergänzen das Portfolio
Neben den automatisierten Modellen bietet Linde Material Handling manuell gesteuerte Schlepper der Baureihe P120 bis P350 an. Sie sind mit Elektromotoren ausgestattet und für den Einsatz als Zugmaschinen vor schweren Anhängerzügen vorgesehen. Drei voneinander unabhängige Bremssysteme sollen das kontrollierte Bewegen von Gepäckwagen oder Unit Load Devices zwischen Terminal und Flugzeug unterstützen. Durch die manuelle Steuerung können die Fahrzeuge auch bei wechselnden Strecken und Transportaufgaben eingesetzt werden.
Bleisäure- und Lithium-Ionen-Batterien verfügbar
Die Fahrzeuge können sowohl mit Bleisäure-Batterien als auch mit Lithium-Ionen-Batterien betrieben werden. Damit können Betreiber die Energieversorgung an bestehende Ladeinfrastrukturen und Einsatzprofile anpassen. „Unsere Kunden können aus einem breiten Angebot wählen, die Li-Ion-Batterien sowie die dazugehörigen Ladegeräte kommen aus der eigenen Konzernfertigung“, sagt Castro.


































