Behälterbasierte Gepäckabfertigungssystem geh in den USA in Betrieb

Das Fördersystem „Crisbag“ der Beumer Group geht im neuen Harvey Milk Terminal 1 des Flughafens San Francisco in Betrieb. Das Abfertigungssystem teilt jedem Gepäckstück einen separaten Behälter zu. Damit soll eine lückenlose Rückverfolgung jederzeit sichergestellt werden können. Ein integriertes Sprengstoff-Detektionssystem nach Standard 3 rundet die Anlage ab und sorgt für Sicherheit. San Francisco ist der erste Flughafen in den USA, der auf dieses Beumer-System setzt.

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Das „Crisbag“-System teilt in der Abfertigung jedem Gepäckstück einen separaten Behälter zu. Ein RFID-Chip an jedem Behälter stellt die lückenlose Rückverfolgbarkeit sicher. Auf ihrem Weg passieren die Behälter einen Röntgen-Zeilenscanner mit einem 3D-Computertomographen. Dieser rekonstruiert aus den erfassten Rohdaten Bilder und kann so unter anderem Sprengstoff erkennen. Das Sprengstofferkennungssystem ist von der US-Transportsicherheitsberhörde Transportation Security Administration (TSA) zertifiziert und freigegeben. Vor dem Umbau am Terminal 1 waren 15 Scanner im Einsatz, die mehrere unabhängige Gepäcksysteme bedienten. Durch das von den verschiedenen Fluggesellschaften nun gemeinsam genutzte Gepäcksystem CrisBag sowie einer redundanten Streckenführung konnte die Anzahl der Scanner auf sieben verringert werden.

Dank des innovativen Layouts des Beumer-Abfertigungssystems konnte der Flughafen auch den Schlepperverkehr reduzieren. Die Eingangs-, Transfer- und Ausgangsprozesse werden in der „Crisbag“-Lösung abgewickelt. Die Abläufe sind in der Gepäckabfertigung angesiedelt und über den gesamten Boardingbereich des Terminals in der Nähe der Flugsteige verteilt. Das Ankunftsgepäck wird mit Schleppern abgeholt und zur Aufgabe des Gepäcksystems gebracht. Der Schlepper fährt nun mit dem Gepäck eines anderen Flugs zurück. Die Behälter aus der Make-up-Sortierung werden mit den ankommenden Gepäckstücken zum Hauptterminal gebracht. Dies optimiert den Anlagenbetrieb und erhöht die Leistung, denn es vermeidet den Umlauf leerer Behälter. Weil davon auch die Umwelt profitiert, unterstützt das Abfertigungssystem den Flughafen dabei, den Goldstandard des LEED-Zertifikats zu erreichen. Dabei handelt es sich um ein anerkanntes amerikanisches und kanadisches Nachhaltigkeitszertifikat für Gebäude.

Das Projekt am Terminal 1 soll 2023 abgeschlossen sein.

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