Infios stellt neue KI-Funktionen für die Intelligent Supply Chain Execution vor

Infios hat neue KI-Funktionen für die Intelligent Supply Chain Execution vorgestellt. Nach Angaben des Unternehmens sollen die neuen KI-Agenten Order-, Warehouse- und Transport-Workflows systemübergreifend orchestrieren und operative Entscheidungen in Echtzeit unterstützen. Ziel sei eine modulare und anpassungsfähige Supply-Chain-Execution für Unternehmen unterschiedlicher Größen.

(Bildquelle: Infios)
(Bildquelle: Infios)

Der Anbieter integriert dafür prädiktive, generative, agentische und konversationelle KI direkt in die operative Execution-Ebene. Laut Infios sollen Störungen dadurch frühzeitig erkannt, Entscheidungen automatisiert getroffen und Gegenmaßnahmen unmittelbar eingeleitet werden können. Grundlage bildet ein kontinuierlicher Optimierungsprozess nach dem Prinzip „Sense–Decide–Act–Learn“.

KI-Agenten koordinieren operative Abläufe

Die KI-Agenten ersetzen nach Unternehmensangaben bestehende Execution-Systeme nicht, sondern orchestrieren deren Abläufe. Entscheidungen in einzelnen Bereichen sollen automatisch koordinierte Maßnahmen in anderen Prozessen auslösen.

Transport-Agenten automatisieren beispielsweise Fahrer-Check-Calls mithilfe KI-gestützter Sprachagenten. Diese werden durch definierte Ereignisse ausgelöst und sollen manuelle Eingriffe reduzieren. Ausnahmen werden laut Anbieter kontextbasiert bearbeitet.

Order- und Dokumenten-Agenten erfassen, übersetzen und validieren unstrukturierte Dokumente wie Bestellungen oder Frachtbriefe. Die Informationen werden im laufenden Prozess in strukturierte Daten umgewandelt. Dadurch sollen manuelle Dateneingaben entfallen und Transparenz im Wareneingang geschaffen werden.

Warehouse-Agenten unterstützen Mitarbeitende und Führungskräfte laut Infios mit automatisierten Bestandsanalysen, Problemlösungen und individuellem Coaching in Echtzeit. Optimierungs-Agenten sollen wiederum Routen und Fulfillment-Optionen dynamisch anpassen. Bei Verzögerungen analysieren sie laut Anbieter Bestände, Kapazitäten und Transportwege systemübergreifend und nehmen innerhalb weniger Minuten Neupriorisierungen oder Umlenkungen vor.

Schrittweise Einführung autonomer Prozesse

Nach Angaben von Infios erfolgt der Aufbau autonomer Prozesse schrittweise. In einer ersten Stufe empfehlen Agenten Maßnahmen und liefern nachvollziehbare Begründungen. In der zweiten Stufe führen sie Arbeitsschritte innerhalb definierter Regeln automatisiert aus. In der dritten Stufe treffen die Agenten operative Entscheidungen autonom innerhalb vorgegebener Leitplanken und führen diese End-to-End aus.

Unternehmen können laut Anbieter zunächst einzelne Anwendungen wie verspätete Lieferungen oder Auftragsänderungen adressieren und die Lösung anschließend schrittweise erweitern. Ziel sei eine harmonisierte Execution mit schnelleren Entscheidungen und automatisierten Reaktionen entlang der Lieferkette.

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