Fasskipper für den Ex-Schutzbereich
Die Basis beider Sonderlösungen für explosionsgeschützte Bereiche ist ein Linde-Hochhubwagen mit einer gekürzten Radbasis. Das Fahrzeug ermöglicht die Kombination mit verschiedenen Anbaugeräten zum Greifen und Kippen der Fässer. Den Anwendern steht eine jeweils technisch abgestimmte Einheit zur Verfügung.
Eine erste Geräteausführung mit kombiniertem Greif- und Kippanbaugerät konzipierten die Proplan-Entwickler für ein Chemieunternehmen. Damit lassen sich in Ex-Schutzzone 1 geschlossene Fässer mit Spundöffnung und einem Durchmesser von 300 bis 600 mm aufnehmen, transportieren und zwischen 0 und 180° schwenken, um den Inhalt in eine Maschine zu füllen. Das Fahrzeug bewegt der Bediener über die lange, tief angebrachte Deichsel, so dass er sich stets in einem genügend großen Abstand zum Fahrzeug befindet. Zudem ist die Deichsel so konzipiert, dass der Bediener sie sowohl mit der linken als auch mit der rechten Hand betätigen kann und sie seine Hände vor Verletzungen schützt.
Alle hydraulischen Funktionen des Anbaugeräts, wie Greifen, Heben oder Drehen, werden über feinfühlige Handhebel gesteuert, die gut erreichbar auf der druckfest geschützten Batterieabdeckung montiert sind. Mithilfe dieser Handhebel lassen sich auch Fässer sicher aufnehmen, die nicht exakt auf der Palette platziert sind. Um Fehlbedienungen des Geräts zu vermeiden, ist bei allen sicherheitsrelevanten Funktionen eine Zwei-Hand-Bedienung erforderlich. Für eine gute Manövrierfähigkeit sorgt zudem die kurze Bauform, die bis zum Gabelrücken (l2-Maß) weniger als 900 mm beträgt. Zwei große Lasträder schaffen Bodenfreiheit und ermöglichen auch Fahrten über Schwellen und Bodenunebenheiten. Je nach Deichselposition passt die Funktion „SafetySpeed“ zudem automatisch die Fahrgeschwindigkeit an.
Eine zweite Ausführung des ex-geschützten Fasskippers wurde für einen Kunden aus der Pharmaindustrie entwickelt. Die Aufgabe bestand darin, mit dem Fahrzeug in der Ex-Schutzzone 2 offene Fässer ebenfalls zu greifen sowie anschließend bestimmte Mengen auf einer Waage zu dosieren und abzufüllen. Der Bediener soll dabei den Abfüllprozess beobachten. Das um 100 mm längere Fahrzeug mit einer Tragfähigkeit von ebenfalls 300 kg verfügt jedoch nicht über Handhebel zur Steuerung der Hydraulik, sondern über eine Fernbedienung mit Zwei-Stufen-Taster. Diese ist aus Sicherheitsgründen ebenfalls als Zwei-Hand-Bedienung ausgeführt.


















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