Diese vier Maßnahmen machen Lieferketten fit

Der Aachener Optimierungsspezialist Inform hat die vier wichtigsten Maßnahmen identifiziert, um Lieferketten schnell an die aktuelle Krise anzupassen und gleichzeitig fit für die Zukunft zu machen.

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1. Betroffene zu Beteiligten machen. Gerade in der aktuellen Krisensituation ist es wichtig, dass alle Abteilungen, die für das Supply-Chain-Management relevant sind, eng kooperieren. Voraussetzung ist eine gemeinsame Plattform, so dass die Abteilungen nicht gezwungen sind, verschiedene Systeme zu nutzen, um einzelne Bestandteile der Supply Chain abzubilden. „Wenn bis dato keine gemeinsame Plattform eingesetzt wird, ist jetzt der richtige Zeitpunkt“, empfiehlt Peter Frerichs, Leiter des Geschäftsbereichs Inventory & Supply Chain bei Inform. Die Einbindung einer solchen Lösung für das Management der Supply Chain vermeidet Medienbrüche: Sie führen unweigerlich zu Verzögerungen, Inkonsistenzen und höheren Kosten.

2. Intelligente Analysen fahren. Die außergewöhnliche Situation erfordert eine außergewöhnliche Konzentration auf das Wesentliche: Beschädigte Lieferketten und stornierte Aufträge verlangen schnelle Reaktionen. Lieferantencontrolling, Portfolio-Analysen, Kapazitätsübersichten und das richtige Management der Sicherheitsbestände sind wichtig, aber zeitaufwendig. Für die Entscheidungsunterstützung ist deshalb eine Software optimal, die intelligente Algorithmen nutzt. Sie erfasst alle relevanten Daten in Sekundenschnelle, berechnet das wirtschaftlich sinnvollste Szenario aus den unzähligen Möglichkeiten und formuliert tagesaktuelle Handlungsempfehlungen.

3. Simulationen nutzen. In Krisenzeiten wird viel spekuliert, weil valide Vorhersagen kaum möglich sind. Deshalb müssen sich Unternehmen auf vielfältige plausible Szenarien vorbereiten und sie als Planungsgrundlage für das Management der Supply Chain nutzen. So können unterschiedliche Bedarfslagen erarbeitet, deren Konsequenzen abgeschätzt und die notwendigen Maßnahmen abgeleitet werden. Die Qualität dieser Alternativszenarien entscheidet über den Unternehmenserfolg.

4. Digitalisierung und Automatisierung vorantreiben. Die Krise macht es erforderlich, die Digitalisierung zu beschleunigen – ganz besonders im Bereich des Supply Chain Management. Die Automatisierung von Routinetätigkeiten, etwa in der Disposition, im Lager, während der Inventur oder in der Produktion schafft Freiraum für strategische Überlegungen und Aktivitäten, die das digitalisierte Supply Chain Management voranbringen und idealerweise zu einem Wettbewerbsvorteil für das Unternehmen führen.

Ein Planungssystem muss nach Meinung des Optimierungsspezialisten Inform vor allem auch intelligente Prognosen für die optimalen Lagerbestände nach der Krise liefern. Typischerweise stützt sich die Planung des zukünftigen Absatzes und auch die daraus resultierende Strategie für die Produktion und Beschaffung auf Vergangenheitsdaten. Die Verkaufsdaten aus 2020 bilden aber voraussichtlich für das Jahr 2021 keine solide Berechnungsbasis mehr. „Planungssysteme müssen also in der Lage sein, die Vergangenheitswerte über den gesamten Krisenzeitraum als solchen zu erkennen und Absatzprognosen für die Zukunft auf den richtigen, belastbaren Werten zu berechnen“, so Frerichs.

 

 


 

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