Unermüdlich im Einsatz

Neuer AI-gesteuerter Roboter greift schnell und fehlerfrei

Der deutsche Elektrogroßhändler Obeta versendet täglich tausende Kundenbestellungen mithilfe eines Pick-it-Easy-Robot.

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Der Elektrogroßhändler Obeta mit Sitz in Berlin wurde 1901 gegründet. Mit über 28.000 Kunden und 64 Filialen in ganz Deutschland verkauft Obeta Elektroartikel wie Glühbirnen, elektrische Leitungen, Steckdosen, Ventilatoren, Rauchmelder und Leistungsschalter an Elektrogeschäfte, Bauunternehmen, Industriebetriebe, Gebäudemanager und Kunden der öffentlichen Hand. Bei einem 24-Stunden Lagerbetrieb fünf Tage in der Woche und einem sich ständig ändernden Sortiment wird Obetas Hauptlager mit zehntausenden Artikeln von Herstellern beliefert und wickelt jeden Monat hunderttausende Bestellungen von Kunden und Filialen ab. Arbeitsintensive Prozesse wie das Sortieren, Kommissionieren und Verpacken der Artikel in Bestellkartons sind für den Erfolg des Unternehmens entscheidend.

„Arbeiter einstellen und zu halten ist eine der größten Herausforderungen, denen man als Lagerbetreiber gegenübersteht“, so Michael Pultke, Head of Logistics bei Obeta. Das Unternehmen ist mit einem starken Wettbewerb um Arbeitskräfte konfrontiert, da sich das Lager in einem Gebiet mit vielen anderen Lagern und Produktionsstätten befindet.

Verstärkter Arbeitskräftemangel durch Covid-19-Pandemie

Die Covid-19-Pandemie hat Obetas Arbeitskräftemangel nur weiter verschärft. „Wir beschäftigen Arbeiter aus benachbarten Ländern wie Polen und der Tschechischen Republik, aber da die Grenzen zeitweilig geschlossen waren, ist die Lage jetzt noch schwieriger als sonst”, erklärt Pultke.

Vor kurzem errichtete Obeta ein neues Lager mit einem dem neuesten Stand der Technik entsprechenden, automatisierten Shuttle-System von Knapp, dem OSR Shuttle, und entschied sich dafür, in eine Arbeitsstation mit einem AI-gesteuerten Roboter zu investieren. Für Obeta war die Auftragskommissionierung mittels Roboter ein entscheidender erster Schritt, seine Vision eines hochautomatisierten Lagers zu verwirklichen. Wertvolle Daten können über das Lager und die darin befindlichen Artikel gesammelt werden, die auch zukünftige AI-gesteuerte Roboter übernehmen können. Dadurch entsteht ein Kreislauf an Robotern, die sich laufend verbessern.

Lösung mit Pick-it-Easy-Robot

Die Entscheidung für Knapp traf Obeta aus mehreren Gründen. Der Pick-it-Easy-Robot arbeitet autonom ohne menschliches Zutun. Der Roboter zeigte die beste Kommissionierleistung und konnte mit einem breiten Spektrum an Artikeln gleich schnell und fehlerfrei umgehen wie die Kommissionierer in den manuellen Stationen. Er konnte auch vollständig in die bei Obeta bereits bestehenden Systeme integriert werden und ermöglichte das Automatisieren erfolgskritischer Funktionen wie zum Beispiel das Fehlerhandling. Der Elektrogroßhändler zeigte sich „darüber hinaus beeindruckt“ von der Tatsache, dass der Roboter von Knapp die Fähigkeit besitzt, Artikel zu greifen, mit denen er nie zuvor hantiert hatte und sich seine Greifbewegungen mit zunehmender Erfahrung auch verbesserten. Wie auch andere Warenlager erhält Obetas Lager jede Woche hunderte von neuen Artikeln, weshalb das Unternehmen ein System benötigte, dass sich leicht an neue Artikel anpassen kann, ohne den Betrieb zu beeinträchtigen. Letztendlich gab Roadmap von Knapp für zukünftige AI-gesteuerte Robotersysteme, die dem Roboter ein eigenes Gedächtnis verleiht, Obeta die Zuversicht, dass das Unternehmen durch diese gemeinsame Partnerschaft seine Vision eines hochautomatisierten Lagers verwirklichen kann. Knapp setzt den Pick-it-Easy-Robot dazu ein, Artikel zu kommissionieren und von Lagerbehältern in Auftragskartons zu legen. Die Arbeitsstation wurde mit minimalen Ausfallzeiten errichtet, und die Auftragskommissionierung konnte innerhalb weniger Tage starten. Der Pick-it-Easy-Robot von Knapp ist nun seit etwa einem Jahr in Betrieb und bis zu 14 Stunden täglich im Einsatz. „Wir können uns darauf verlassen, dass der Roboter seine Arbeit macht, ohne uns Sorgen machen zu müssen, dass er die Arbeitslast einmal nicht schafft, und das stellt für uns einen Riesengewinn dar”, so Michael Pultke. (jak)

Jan Kaulfuhs-Berger

Chefredakteur (V.i.S.d.P.)
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