Weltweites Wachstum um 6,2 Prozent bei Fraba
Global wurde ein Umsatz in Höhe von knapp über 37 Millionen Euro erzielt, wobei die Mitarbeiterzahl weitgehend konstant blieb. In Europa, Asien und den USA waren 2019 insgesamt 230 Mitarbeiter beschäftigt. „Stärker noch als das Umsatzplus fiel die Steigerung der Profitabilität aus, sodass wir unsere Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie neue Produkte nochmal intensivieren konnten“, so Mehrheitsgesellschafter und CEO Christian Leeser (Bild). Jährlich wendet Fraba gut zehn Prozent des Gruppenumsatzes für das am Standort Aachen tätige globale F&E-Zentrum auf, das sich innovativen Sensorlösungen verschrieben hat.
Wesentliche Wachstumsimpulse gingen 2019 vor allem von zwei Produktinnovationen im Bereich Posital (Brand für Motion Control- und Positions-Sensorik) aus: Während die neuen Hollow-Shaft-Kits mit ihrer energieautarken, batterielosen Multiturn-Fähigkeit neue Akzente beim integrierten Motorfeedback setzten und auf starke Resonanz bei Roboter- und Cobot-Herstellern stießen, sorgte die bewegungskompensierte Dynamic Tiltix-Serie für überproportionales Wachstum bei Neigungssensoren.
Dank eines dualen Mess-Systems, Rechenpower und einem von Fraba entwickelten Algorithmus liefern die Dynamic Tiltix-Sensoren auch unter rauesten Bedingungen wie Vibration exakte Positionswerte – statt verrauschter Signale. Sie sorgen bei mobilen Maschinen, Baggern, Kränen und schwerem Gerät für mehr Präzision, erhöhte Sicherheit und reduzierte Kosten.
Mit einem modular aufgebautem und skalierbarem Portfolio, das auf ‚Mass Customization’ und ‚Losgröße eins’ fokussiert, sowie innovativen Produkten, wie den batterielosen Hohlwellen-Kits für ‚Robotik 2.0’ und den Dynamic Tiltix-Sensoren, ist Fraba technologisch bestens für die Zukunft gerüstet. „Großes Potenzial hat auch das neue 22-Millimeter-Kit, der kleine Bruder unserer überaus erfolgreichen 36-Millimeter-Serie“, so Leeser. „Der weltweit kleinste Motorfeedback-Encoder mit energieautarker Multiturn-Funktion, den wir auf der SPS 2019 als Prototyp vorgestellt haben, ist für die zweite Jahreshälfte fest als Serienprodukt eingeplant.“ Gerade bei Kleinstantrieben sieht der Fraba-Chef „eine große Zukunft für den 22-Millimeter-Winzling – wenn da nicht das neuartige Corona-Virus wäre“.
„Covid-19 und die Pandemie machen zuverlässige Prognosen über die mittelfristige Marktentwicklung überaus schwierig“, so Leeser. Dabei verweist der Fraba-Chef darauf, dass im ersten Quartal 2020 das Auftragsvolumen noch einmal um acht Prozent gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden konnte. Als Aktivposten habe sich dabei die breite Aufstellung des Posital-Geschäfts erwiesen, das nicht zuletzt zukunftsfeste Segmente wie den Medizin- und Pharmabereich, die Lebensmittelindustrie sowie den Logistikbereich umfasst.


















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