Ladungsträger im Blick: Dietzel Univolt setzt auf IoT-Tracking von Sensolus
Dietzel Univolt fertigt an drei Standorten – in Wien, Pezinok (SK) und Dongguan (CN) – jährlich Millionen Meter Kabelschutzrohre. Die Produkte werden auch auf großformatigen Stahltrommeln mit bis zu 2,80 Metern Durchmesser ausgeliefert. Diese Ladungsträger sind teuer: jede einzelne kostet über 1.500 Euro – und ist damit fast so wertvoll wie die transportierte Ware. Über die Jahre gingen jedoch viele dieser Trommeln auf Baustellen verloren. Sie blieben nach Projektende stehen, wurden an unbekannte Orte weiterbewegt oder schlicht vergessen. Ohne systematische Nachverfolgung fehlte der Überblick, welche Trommeln sich wo befanden und von wo sie zurückgeholt werden konnten. Entsprechend stiegen Aufwand und Ersatzbeschaffungskosten.
Lösung: IoT-Tracker mit langer Laufzeit
Die Suche nach einer passenden Lösung führte zu Sensolus. Das Unternehmen aus Belgien bietet batteriebetriebene IoT-Tracker, die sich auch für nicht-stromversorgte Assets eignen – robust, langlebig und mit einer Batterielaufzeit von bis zu zehn Jahren. „Sensolus hat uns mit einer durchdachten Lösung überzeugt, die exakt auf unsere Anforderungen zugeschnitten ist – robust, langlebig und einfach in der Anwendung“, sagt Norbert Sivel, Head of Logistics bei Dietzel Univolt. Die Tracker sind im Inneren der Stahltrommeln montiert, geschützt vor Reibung, Sonne und Witterungseinflüssen. Sie übermitteln regelmäßig Positionsdaten via NB-IoT und sind mit der cloudbasierten Sensolus-Plattform verbunden, auf die das Logistikteam direkt zugreift.
Implementierung: Schritt für Schritt zum Überblick
Nach einer kurzen Testphase startete Dietzel Univolt Anfang 2025 mit dem Rollout. Zunächst wurden einige Tracker vom Außendienst-Team getestet, um zu sehen wie sich die Lösung im Alltag bewährt. Danach wurden sukzessive alle neuen Trommeln ausgestattet. Heute sind über 100 Tracker aktiv, weitere folgen mit jeder neu ausgelieferten Trommel. Das System meldet automatisch, wenn sich ein Tracker länger als einen Monat außerhalb einer definierten Geozone befindet – ein klares Signal für den Vertrieb, dass eine Trommel stehengeblieben ist und überprüft werden muss. Damit lassen sich Rückholungen schneller koordinieren und Verluste vermeiden.
Der Effekt ließ nicht lange auf sich warten: Das Logistikteam weiß heute jederzeit, wo sich die Ladungsträger befinden, und kann Disposition und Rückführung gezielt steuern. Suchzeiten und Neuanschaffungen sind deutlich gesunken. „Hätten wir das System früher eingeführt, hätten wir schon einiges an Investitionen sparen können“, sagt Sivel rückblickend. Neben Kostenvorteilen profitieren auch die internen Abläufe: Mehr Transparenz zwischen den Standorten Wien und Slowakei, klar geregelte Verantwortlichkeiten und ein halbautomatischer Informationsfluss über E-Mail-Benachrichtigungen an den Vertrieb erleichtern den Alltag.
Aktuell nutzt Dietzel Univolt die Sensolus-Plattform eigenständig, eine Anbindung an das firmeneigene SAP-System ist aktuell nicht vorgesehen. Für die operative Nutzung reicht die Plattform aber vollkommen aus – sie ist intuitiv aufgebaut, zuverlässig und erfordert nur wenige Zugänge im Unternehmen. „Für unsere Zwecke ist das System ideal – übersichtlich, selbsterklärend und genau auf das zugeschnitten, was wir brauchen“, so Sivel.
Partnerschaftliche Umsetzung
Der Projektstart wurde eng von 7iD Technologies begleitet. Das österreichische Unternehmen ist seit vielen Jahren Spezialist für RFID-, BLE- und Tracking-Technologien und entwickelt maßgeschneiderte Lösungen für Industrie und Logistik. „Wir schätzen an der Zusammenarbeit mit Sensolus die kurzen Entscheidungswege und den direkten Austausch – das macht gemeinsame Projekte für alle Beteiligten effizient und angenehm“, sagt Gerhard Gangl, Geschäftsführer von 7iD Technologies. Auch beim Projekt mit Dietzel Univolt verlief die Kooperation reibungslos – von der Montageeinweisung bis zur Schulung auf der Plattform.
Heute ist das Tracking-System fest im Tagesgeschäft verankert. Neue Trommeln werden direkt mit den smarten Trackern ausgestattet, und das Projekt bleibt offen für Erweiterungen – etwa durch zusätzliche Sensorfunktionen, die Sensolus anbietet.



























