Kommissionierturm sortiert Bleche vor
Die Lösung besteht aus einer Saugtraverse, die außen am Kommissionierturm verfährt, der in das jeweilige Blechlager integriert ist. Das Regalbediengerät des Lagers lagert die Rohblechpaletten mit den Tafeln, die die SPS-Steuerung des Kommissionierturms angefordert hat, in den Turm um. Von dessen Regalplätzen holt die Saugtraverse einzelne Rohbleche ab und legt sie, sortiert für ein Losgröße-1-Produkt, auf eine Kommissionierpalette. Dabei erreicht die Traverse Geschwindigkeiten von 60 m/min beim Heben und 90 m/min beim Teleskopieren, sodass der Zeitaufwand für das Kommissionieren eines Bleches bei 20 bis 30 Sekunden liegt. Als Beschleunigungswerte nennt die Stopa Anlagenbau GmbH, Achern-Gamshurst, jeweils 1,5 m/s². Eine gleichzeitige Aufnahme von zwei Tafeln schließt das Unternehmen mithilfe einer Doppelblecherkennung aus, die auf einer hochgenauen Wiegeeinrichtung basiert und somit auch das betreffende Gewicht anzeigt.
Durch die Möglichkeit, Blechpakete in beliebiger Zusammenstellung hauptzeitparallel kommissionieren zu können, lassen sich Losgröße-1-Teile wesentlich wirtschaftlicher herstellen. Ein Beispiel dafür sind Schaltschränke, deren Komponenten der Anwender in einem Auftrag lasern oder stanzen und weiterverarbeiten kann. Außerdem entfallen Lagerplätze für Halbfertigteile sowie das manuelle Kommissionieren dieser Komponenten - ein Vorteil, der die Produktivität zusätzlich erhöht.
Beschränkungen hinsichtlich der Kombination verschiedener Blechsorten bestehen nur durch die Anzahl der Kommissionier- oder Rohblechfächer sowie dadurch, dass die Saugtraverse nicht dafür ausgelegt ist, Tafeln anzuheben, die an den Rändern stark überhängen.
In seiner Standardkonfiguration ist der Kommissionierturm für zwei Kommissionier- und fünf Rohblechpaletten konzipiert. Die kompatiblen Blechstärken reichen von 0,5 mm bis 8 mm. Die Standardhöhe, bei der sich sieben Paletten einlagern lassen, liegt bei 4,6 m, die maximale Höhe bei 8 m. Das Gesamtgewicht des Turms beträgt bei maximaler Höhe 7 t, das Leergewicht der Traverse, die mit einem Teleskopierhub von 1810 mm arbeitet, 1,5 t.
Hinsichtlich Komfort und Sicherheit ist der Hubmotor im unteren Bereich der Saugtraverse angebracht und folglich für Servicemitarbeiter leicht zu erreichen. Ein Auffangnetz unterhalb der Traverse schützt vor herabfallenden Blechen und eine Absturzsicherung für die Gegengewichte sorgt für Sicherheit im Wartungsfall.
Die SPS-Steuerung des Turms kommuniziert mit dem übergeordneten Lagerverwaltungssystem, von dem die Kommissionieraufträge kommen. Dem Bediener steht zudem eine eigene Benutzeroberfläche zur Verfügung. Da der Kommissionierturm autonom arbeitet, lässt er sich jederzeit an existierenden Anlagen nachrüsten.
Den Kommissionierturm präsentiert Stopa auf der Fachmesse EuroBLECH in Hannover in Halle 11, Stand A38. Dort ist der Turm an ein Automatiklager angebunden.


















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