Kermené sorgt mit „ZetesMedea Shipping Verification“ für lückenlose Rückverfolgbarkeit

Kermené setzt an fünf Produktionsstandorten in Frankreich die Lösung „ZetesMedea Shipping Verification“ ein. Der französische Lebensmittelhersteller und exklusive Lieferant der Supermarktkette E.Leclerc will damit die Rückverfolgbarkeit in seinen Versandprozessen verbessern und Fehler bei der Palettenfreigabe vermeiden.

Die kamerabasierten Gates prüfen Paletten vor der Freigabe für die Logistikplattform automatisch. (Bildquelle: Zetes)
Die kamerabasierten Gates prüfen Paletten vor der Freigabe für die Logistikplattform automatisch. (Bildquelle: Zetes)

Vor der Einführung der Lösung sollen bei Kermené durch manuelle Abläufe vereinzelt Fehler bei der Etikettierung oder bei der Zusammenstellung von Paletten aufgetreten sein. Im Lebensmittelbereich können solche Abweichungen die Rückverfolgbarkeit erschweren und im Fall sensibler Produkte zusätzliche Risiken verursachen.

Zetes installierte an fünf Produktionsstandorten insgesamt elf automatische, kamerabasierte Shipping-Verification-Gates. Die Lösung basiert auf ImageID-Technologie und kontrolliert jede Palette, bevor sie für die Logistikplattform freigegeben wird. Die Kameras lesen automatisch alle Barcodes und prüfen dabei die Anzahl der Kartons, Chargennummern, Mindesthaltbarkeitsdaten und Artikelnummern.

Künstliche Intelligenz erkennt Abweichungen

Ergänzt wurde das System um ein Modul mit Künstlicher Intelligenz. Dieses wurde mit vor Ort aufgenommenen Bildern trainiert. Es soll nicht gekennzeichnete Kartons, fehlende Pakete oder andere Unregelmäßigkeiten sofort erkennen.

Nach erfolgreicher Prüfung erstellt die Lösung automatisch ein Palettenetikett. Anschließend werden die erfassten Daten und Bilder an die ERP-Systeme übertragen. Dadurch sollen die Informationen zur Rückverfolgbarkeit unmittelbar aktualisiert werden.

Prüfprozess dauert fünf Sekunden

Kermené beziffert die Rückverfolgbarkeit nach der Inbetriebnahme des Systems mit 100 Prozent. Jeder Karton werde identifiziert und seiner Palette zugeordnet. Phantomkartons und Versandfehler sollen dadurch nicht mehr auftreten.

Auch der Zeitaufwand für die Versandprüfung sei deutlich gesunken. Während das manuelle Scannen zuvor bis zu 144 Scans erforderte und mehr als eine Minute dauerte, erledigt das Zetes-System denselben Vorgang in fünf Sekunden. Durch die Automatisierung seien Kapazitäten im Umfang von fünf Vollzeitstellen frei geworden. Die betroffenen Mitarbeitenden könnten nun für Aufgaben mit höherer Wertschöpfung eingesetzt werden.

Die Lösung soll zudem die Qualitätskontrolle für ultrafrische Produkte absichern. Für Kermené ist die Einführung Teil der Investitionen in moderne Technologien zur Sicherung der Lieferkette für E.Leclerc-Filialen und Verbraucher.

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