Advasolutions automatisiert Logistik von Maier Früchtegroßhandel
Im bestehenden Logistikzentrum von Maier Früchtegroßhandel werden künftig Lagerung und Kommissionierung automatisiert. Alle Artikeldaten inklusive Fotos der Waren, Gewicht, Barcode, MHD und Charge werden bereits beim Wareneingang digital erfasst und über einen digitalen Zwilling in Echtzeit abgebildet. So entsteht eine lückenlose Rückverfolgbarkeit bis zum Warenausgang.
Die flexible Technologie, bestehend aus Hardware-Komponenten (Shuttles, Racks und Shelves) und Softwaremodulen, lässt sich an die baulichen Gegebenheiten anpassen und nahtlos in die bestehende IT-Struktur integrieren. Es löst die alte Systemlandschaft ab und vereint mit dem zusätzlichen Einkaufs- und Vertriebsmodul alle Abläufe in einer zentralen Plattform.
Konkreter Nutzen: Entlastung und Qualitätssprung
Maier Früchtegroßhandel reagiert mit der Investition in die moderne Intralogistik unter anderem auf zwei zentrale Herausforderungen der Branche: den Fachkräftemangel und die körperlich anspruchsvolle Arbeit in der Frischelogistik. Besonders Tätigkeiten wie das Kommissionieren, Einlagern oder Transportieren von schweren Kisten bei konstant kühlen Temperaturen sowie Schichtdienste bedeuten oft eine hohe Belastung für Mitarbeitende.
Genau hier setzt die automatisierte Lagerlösung von Advasolutions an. Sie bringt dem Früchtegroßhändler spürbare Vorteile, die über die reine Effizienzsteigerung hinausgehen. Die Mitarbeiter werden von schweren Tätigkeiten in kalter Umgebung entlastet. Gleichzeitig sorgt die digitale Erfassung sämtlicher Artikeldaten für maximale Transparenz im Prozess. Die Folgen: eine Steigerung der Pick-Genauigkeit, die Vermeidung von Falschauslieferungen, eine Vereinfachung der Qualitätskontrolle und eine Verringerung von Verderb, was letztendlich zu deutlichen Kosteneinsparungen führt.
Zudem trägt das neue System zur Nachhaltigkeit bei. Durch den hohen Automatisierungsgrad sind im Lager kaum noch manuelle Eingriffe erforderlich – Beleuchtung und innerbetrieblicher Verkehr können daher stark reduziert werden. So entsteht ein sogenanntes „Dark Warehouse“, das den Energieverbrauch deutlich senkt.
„Gerade in der mittelständischen Frischelogistik steckt enormes, oft noch ungenutztes Potenzial für technologische Weiterentwicklung – und zwar weit über den deutschen Markt hinaus. Maier Früchtegroßhandel ist für uns der ideale Partner, weil hier Innovationsbereitschaft, Qualitätsanspruch und regionale Verwurzelung zusammenkommen. Genau diese Kombination brauchen wir, um Automatisierungstechnologien weiterzudenken und neue Maßstäbe für die Branche zu setzen. Mit diesem Projekt zeigen wir, wie moderner Mittelstand die Zukunft der Frischelogistik aktiv gestalten kann“, sagt Dr. Marcus Englert, Vorstandsvorsitzender von Advastore SE.
Regionale Nähe als Erfolgsfaktor
„Wir haben uns ganz bewusst für advasolutions entschieden, weil uns nicht nur die regionale Nähe verbindet, sondern auch die gemeinsame Vision. Wir sehen die Zusammenarbeit nicht als einmaliges Projekt, sondern als langfristige Partnerschaft“, sagt Hans Maier, Geschäftsführer von Maier Früchtegroßhandel. „Die modulare Technik wird sehr nah an unseren Bedürfnissen weiterentwickelt. So können wir unsere Logistikprozesse stetig verbessern, von schnellen Lösungen profitieren und Innovation im eigenen Betrieb aktiv mitgestalten“, ergänzt Richard Maier, Geschäftsführer von Maier Früchtegroßhandel.
Auch für Advasolutions ist die Zusammenarbeit ein wichtiger Schritt: „Mit Maier Früchtegroßhandel haben wir einen Kunden gewonnen, mit dem wir unsere Systeme praxisnah weiterentwickeln und gezielt auf die Anforderungen der Frischelogistik ausrichten können. Die Kombination aus Effizienz- und Qualitätssteigerung mit der Entlastung der Mitarbeiter zeigt, wie viel Potenzial in flexibler Automatisierung steckt“, erklärt Max Dhom, Co-Founder & VP R&D Software von Advasolutions.
Ausblick und Implementierung
Die Implementierung der Automatisierungslösung erfolgt in zwei Phasen – und kann vollständig im laufenden Betrieb umgesetzt werden. Die internen Hardware-Vorbereitungen und Vormontagen laufen bereits auf Hochtouren. Nach Abschluss der Hardware-Installation bis Pfingsten 2026 folgt die Inbetriebnahme im Sommer und die finale Aufbauphase im Herbst. Bereits in Planung ist außerdem der nächste Entwicklungsschritt: die gemeinsame Integration von Künstlicher Intelligenz zur automatischen Qualitätsbewertung und Kategorisierung von Produkten – ein klarer Beweis für die zukunftsorientierte Ausrichtung beider Partner.




























