Abgas- und Rußmessgerät IMR 1600diga

Die Berufsgenossenschaften fordern wiederkehrende Abgas- und Rußmessungen an Flurförderzeugen, die auch in geschlossenen Räumen (z. B. Werkhallen) eingesetzt werden. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen ergeben sich aus den Unfallverhütungsvorschriften - UVV §§ 33 und 37(2) -  sowie aus den technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS 554). Die Wiederholungszeiträume (mindestens einmal jährlich) sind in Abhängigkeit von der Nutzungsdauer und der Art des Treibstoffs festgelegt. Meist werden die Messungen von den Technikern der Serviceunternehmen innerhalb des Regelservices durchgeführt. Für diese Aufgaben bietet die in Neckarsulm ansässige IMRIngenieurgesellschaft für Mess- und Regeltechnik GmbH mit dem IMR 1600diga ein portables Messgerät an.

Abgas- und Rußmessgerät IMR 1600diga
Abgas- und Rußmessgerät IMR 1600diga

Es enthält alle Funktionen, die für Messungen an gas- und dieselbetriebenen Flurförderzeugen benötigt werden. Das Zubehör (die beheizte Abgassonde sowie das Densitometer zur Bestimmung der Rußzahl) findet im Koffer des Messgeräts Platz. Das IMR 1600diga ist eine Weiterentwicklung des bereits seit über zehn Jahren auf dem Markt befindlichen IMR 1400diga und ermöglicht eine menügeführte Messung. Mit einer eingebauten Pumpe wird kontinuierlich Abgas durch die im Abgasrohr befestigte Sonde angesaugt. Die Messergebnisse werden auf dem beleuchteten vierzeiligen Display angezeigt. Ohne Unterbrechung können alle Lastbereiche kontinuierlich durchfahren werden. Die Ergebnisse werden entweder mit dem eingebauten Thermodrucker protokolliert oder können im Messwertespeicher des IMR 1600diga abgelegt werden. Eine spätere Datenausgabe über den im Messgerät integrierten Drucker oder über die USB-2.0-Schnittstelle ist möglich. Protokolle werden automatisch mit Datum und Uhrzeit der Messung versehen. Neu ist die Möglichkeit der Datenübertragung zu einem PC, um dort eine Prüfbescheinigung zu erstellen und auszudrucken.

In einem Untermenü wird die Rußmessung (Schwärzungszahl) gestartet. Vor dem Messbeginn wird ein Filterpapier in die Aufnahme am beheizten Sondenkopf eingelegt. Elektronisch geregelt, saugt das IMR 1600diga eine definierte Abgasmenge von 0,33 l über eine Fläche von rd. 700 mm2 an. Die Sondenheizung, die im Sondenkopf eine Temperatur von rd. 80 °C erzeugt, verhindert, dass durch Kondensation des Abgases die Auswertung der Russzahl beeinträchtigt wird. Zur Bestimmung der Rußzahl dient ein elektronisches Densitometer mit einer Genauigkeit von 0,1 RZ. Die Ergebnisse der Rußmessung werden nacheinander ausgewertet und direkt in das IMR 1600diga übernommen. Die manuelle Eingabe entfällt. Mit einer Akkuladung ist eine Betriebszeit von 6 h möglich. Das komplette Messsystem wiegt 8,5 kg.

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