Modern in nur drei Wochen

Retrofit eines zwei-gassigen Hochregallagers aus dem Jahr 1991

Kardex hat für das Familienunternehmen Weber-Hydraulik am Stammsitz in Güglingen innerhalb von nur drei Wochen ein zwei-gassiges Hochregallager modernisiert, das als Pufferlager zur Produktionsversorgung dient. Das Projekt umfasste den Austausch von zwei Regalbediengeräten und das Erneuern der Fördertechnik mit zwei Verteilerwagen sowie fünf höhenverstellbaren Kommissionierplätzen und zwei Wäge-Terminals. Hinzu kam der Aufbau einer Materialflusssteuerung mit individuellem Konzept.

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Die neuen Regalbediengeräte vom Typ „MSingle A“ sorgen mit Lichtgitter und einem Zugangskonzept mit Schlüssel für eine hohe Anlagensicherheit. Bild: Kardex Mlog
Die neuen Regalbediengeräte vom Typ „MSingle A“ sorgen mit Lichtgitter und einem Zugangskonzept mit Schlüssel für eine hohe Anlagensicherheit. Bild: Kardex Mlog

Mit dem „Weber-Heber“ fing 1939 alles an. Die hydraulische Hebewinde eignete sich für Lasten von bis zu zehn Tonnen und war dabei besonders leicht zu handhaben. Das von Emil Weber konstruierte Gerät markiert den Beginn einer langen Erfolgsgeschichte. Heute fertigt Weber-Hydraulik an fünf Standorten hochwertige Zylinder, Aggregate, Steuerblöcke, Ventile sowie Wagenheber und ein umfangreiches Werkstattprogramm. Als innovativer Partner realisiert der Hydraulikspezialist außerdem anspruchsvolle, anwendungsspezifische Systemlösungen nach Kundenwunsch.

Enger Zeitrahmen als besondere Herausforderung

Das Pufferlager zur Produktionsversorgung am Stammsitz in Güglingen war in die Jahre gekommen. Die im Jahr 1991 von einem Drittanbieter gebaute Anlage war mechanisch verschlissen. Der gesamte Prozess sollte völlig neu definiert und effizienter werden. Vor diesem Hintergrund sollte das zwei-gassige automatische Hochregallager komplett modernisiert werden. Außerdem sollte die Fördertechnik erneuert und neue ergonomische Arbeitsplätze implementiert werden. Eine maßgeschneiderte Materialflusssteuerung mit individuellem Konzept rundeten das Anforderungsprofil ab. Zu den besonderen Herausforderungen zählte der enge Zeitrahmen: „Die umfangreichen Maßnahmen mussten innerhalb von nur drei Wochen komplett abgeschlossen sein“, betont Chris Gulyasch, Projektleiter von Weber-Hydraulik.

Kardex Mlog konnte die Projekt-Ausschreibung für sich gewinnen. Neben zahlreichen Referenzen und der hohen Fertigungstiefe am Standort Neuenstadt überzeugt Kardex Mlog mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Außerdem war Kardex Mlog der einzige Anbieter, der den Umbau in der geforderten Zeit durchführen konnte. Nicht zuletzt konnte Weber Hydraulik bereits in früheren Projekten gute Erfahrungen mit der Kardex Group sammeln. So kommen in der Produktionsversorgung am Standort Güglingen seit vielen Jahren sieben Kleinteile-Shuttlelager von Kardex Remstar zum Einsatz.

Tauschaktion mit äußerster Präzision

Im ersten Schritt demontierte das Team von Kardex Mlog die nach 30 Jahren Betriebszeit verschlissenen Regalbediengeräte eines Drittanbieters. Anschließend wurden sie mit Hilfe eines Krans über eine Dachluke ausgebracht. Denselben Weg in anderer Richtung nahmen anschließend die zwei neuen Geräte vom Typ „MSingle A“ mit Gangausrüstung und Automatiksteuerung. Lichtgitter und ein Zugangskonzept mit Schlüssel sorgen für eine hohe Anlagensicherheit. Die mit äußerster Präzision durchgeführte Tauschaktion konnte exakt nach den Vorgaben des engen Zeitplans abgeschlossen werden.

Zudem installierte Kardex im Wareneingang einen zusätzlichen Einlagerungsstich, einen weiteren Verteilerwagen mit Kamera sowie zwei zusätzliche Auslagerungsstrecken. Gewonnen hat auch die Kommissionierung: Dort wird jetzt an fünf ergonomischen, höhenverstellbaren Arbeitsplätzen mit hydraulischen Scherenhubtischen gepickt.

An den zwei neu gestalteten Auf- und Abnahmeplätzen macht sich das neue Konzept gleichermaßen bemerkbar: Durch den Wegfall der Meisterkabine wurde Platz für Stellplätze geschaffen. Die Ware wird seitlich abgesetzt und mit dem Gabelstapler aufgenommen. Jetzt können elf unterschiedliche Ladungsträger ohne Um-Palettieren eingelagert werden – darunter Euro- und Stahlflachpaletten, verschiedene Stapelbehälter, Gitterboxen und Systempaletten aus Kunststoff.

Transparenz statt Black Box

Der ebenfalls neu installierte Materialflussrechner vom Typ „Kardex MFlow“ übernimmt jetzt die Auftrags- und Stellplatzverwaltung, während die Anlagenvisualisierung durch die Software „Kardex MVisu“ sichergestellt wird. Sämtliche Vorgänge im Pufferlager sind nun völlig transparent und das Störungsmanagement wurde deutlich verbessert. „Kardex MFlow“ verfügt über Schnittstellen zu den unterlagerten Steuerungen der Förderanlagen, Vertikalumsetzer sowie den Regalbediengeräten. Die Software kommuniziert zudem mit dem bauseitigen Warehouse Management System von SAP. „Durch ‚Kardex MFlow‘ ist das Lager für Weber Hydraulik erstmals keine Black Box mehr. Jetzt ist jederzeit klar ersichtlich, wo welche Ladung steht“, erklärt Kardex-Projektleiter Martin Ewert.

Fazit: Durch die fristgerechte Modernisierung in rekordverdächtigen drei Wochen profitiert Weber-Hydraulik in mehrfacher Hinsicht: Der Wareneingang wurde optimiert und die Anlagenverfügbarkeit erhöht. Außerdem haben Anlagensicherheit und Transparenz deutlich hinzugewonnen. Nicht zuletzt picken die Kommissionierer nun an wesentlich ergonomischeren Arbeitsplätzen. Kein Wunder, dass auch Projektleiter Chris Gulyasch von Weber-Hydraulik ein positives Resümee zieht: „Nicht nur die positiven Effekte durch die Modernisierung, auch die pünktliche und extrem zuverlässige Arbeitsweise von Kardex Mlog haben uns überzeugt. Das kompetente und erfahrene Projekt-Team von Kardex Mlog war zu jeder Zeit ansprechbar und wir fühlten uns bestens betreut.“ (ck)

Eine Information von Kardex Mlog

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Redaktion (allg.)

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Modern in nur drei Wochen
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