Sicheres Produkthandling in der Pharmaindustrie und Medizintechnik
Für individuelle, an Kundenprodukte angepasste Reinraumkonzepte hat die Trapo AG eine Reihe spezieller Konstruktionen entwickelt. Durch roboterbasierte Produktionsanlagen mit maßgeschneiderter Greifertechnologie können spezifische Lösungen im hochsensiblen Produktionsbereich der Pharmaindustrie und Medizintechnik geplant, produziert und programmiert werden: Die kollaborativen und sensiblen Robotersysteme fügen sich schnell und zuverlässig in Arbeitsabläufe ein und sorgen so für sicheres Greifen sowie behutsames Handling der Produkte. Des Weiteren ersetzen flexible und kostensparende Reinraumroboterlösungen aufwendige Spezialkonstruktionen und arbeiten Hand in Hand mit dem Menschen – zur Minimierung von Fehlern als Folge monotoner Aufgaben.
Sterile Produktionsbedingungen für Optimum an Sicherheit
Um zudem die gesetzlichen Anforderungen an Sauberkeit und Hygiene unter Reinraumbedingungen vollumfänglich zu erfüllen, müssen sich viele Lösungen selbst bei hoher Luftfeuchtigkeit und Temperaturen von -30 Grad Celsius bis hin zu extremer Hitze bewähren. Hinzu kommt das Erfordernis, eine Kontamination der Produkte im Prozess auszuschließen. Dies wird unter anderem durch die Kapselung von Antriebskomponenten und Bauteilen gewährleistet, die Partikel emittieren. Durch die Zugänglichkeit der zu reinigenden Bereiche lassen sich alle Oberflächen schnell, problemlos und sicher säubern sowie desinfizieren. Sämtliche Gehäuse und Bedienpanels werden in der hauseigenen Edelstahl-Fertigung hergestellt, glasperlengestrahlt oder bei Bedarf elektropoliert.
Praxisbeispiel: Sterilisation und Verpackung von Infusionsflaschen
Ein anschauliches Beispiel für ein medizintechnisches Produkt mit besonderen Anforderungen ist das Handling von Infusionsflaschen: Eine individuelle Greiferlösung ermöglicht dem Roboter die optimale Entnahme der auf dem Förderband ankommenden Flaschen. Diese werden in einen bereitgestellten Sterilisations-Tray eingesetzt. Ein zweiter Roboter nimmt die Trays auf und setzt diese in einen Rundlauf-Sterilisator. Der Roboter, der zuvor die Trays befüllt hat, entnimmt diese jetzt und stellt sie zur Entladung bereit. Der zweite Roboter greift die nun sterilen Infusionsflaschen und stellt diese zum Abtransport auf ein Förderband. In der Qualitätskontrolle erfolgt nach dem Vergleich von Label, Chargennummer und MHT durch ein übergeordnetes ERP-System das Etikettieren. Im nächsten Schritt prüft ein Scanner Vorhandensein und Lesbarkeit der Etiketten – bei einer Fehlermeldung wird die Flasche über einen Pusher ausgeschleust. Mithilfe einer Fächerkette werden die Sterillösungen aufgerichtet und als Verbund aus Flaschen, Beipackzettel und Kartonage verpackt. Auch dort erfolgt eine Qualitätskontrolle per Waage und Sensorik und dokumentiert das Verschließen der Kartons, die abschließend palettiert werden.


















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