Logistikprozesse für Online- und Versandhändler von Sammlerartikeln optimiert
Im Laufe der Zeit hat sich der Trend im Sammlerbereich gewandelt: Aus einem begrenzten Artikelspektrum, das in großen Mengen versendet wurde, ist ein breiteres, an einen sehr spezialisierten Empfängerkreis adressiertes Sortiment geworden. „Um auch künftig wettbewerbsfähig zu sein, mussten wir diese Entwicklung berücksichtigen und unsere Prozesse anpassen“, sagt Alexander Fried, Mitglied der Geschäftsleitung, verantwortlich für Logistik & IT der Göde Gruppe.
Pierau Planung entwickelte eine Lösung, die mit gezieltem Technikeinsatz und optimierter Flächennutzung zu effizienteren Prozessen führt. Seit Inbetriebnahme der neuen Logistik im ersten Quartal dieses Jahres verfügt die Göde Gruppe nun über Kapazitäten, die schon im Einschichtbetrieb eine Abwicklung von bis zu 10.000 Sendungen am Tag im Warenausgang ermöglichen, was einer Steigerung von 40 Prozent entspricht. „Durch den Einbau von Tablarliften über zwei Etagen in einem neu geschaffenen Anbau kann die Nutzung der Grundfläche für die Lagerung selten angesprochener C-Artikel maximiert werden“, erklärt Jan-Hendrik Plumhoff, Projektleiter bei Pierau Planung. „Darüber hinaus wurde eine neue Versandkartonagetechnik mit Volumenreduzierungsoption eingeführt, sodass nun der größte Teil der Sendungen automatisiert an einer Packstraße abgewickelt wird. Spezielle Kommissionierwagen mit der Option auf insgesamt 70 Aufträge pro Wagen erleichtern dabei das Multi-Order-Picking.“
Die versandte Ware – Münzen und Medaillen verschiedenster Art und Ausführung – stellt hohe Qualitätsanforderungen an die Verpackung. Im Kommissionierbereich richtet ein Kartonaufrichter die Trays aus hochwertiger Pappe auf. An den Packplätzen kontrollieren die Mitarbeiter die Sendungsinhalte und fügen händisch Göde-Flyer und weitere Marketingmaterialien hinzu. Im Packerei- und Versandbereich werden die Kartons durch einen automatischen Volumenreduzierer und -deckler maschinell auf die Füllhöhe reduziert. Es werden Minimalhöhen von 40 Millimetern erreicht, sodass stets der kostengünstigste Versand gewährleistet ist. Um die Lagerfläche im Kommissionierbereich besser auszunutzen, wurden dort vorhandene Durchlaufregale gegen weniger tiefe Fachbodenregale ausgetauscht. Die sehr kompakten Artikelpositionen können so platzoptimiert über- und nebeneinander gelagert werden. Die Fördertechnik wurde komplett erneuert und zukünftigen Anforderungen entsprechend ausgelegt, da sich weitere Investitionen in die vorhandenen Geräte nicht mehr gerechnet haben und die bestehenden Serviceverträge nicht verlängert werden konnten.


















![[node:title]](https://www.technische-logistik.net/sites/default/files/public/styles/_news_900x765_/public/default_images/symbilbild-def-inhalte_1.jpg)












