Linde Material Handling erweitert Baureihe um Elektrostapler mit integrierter Lithium-Ionen-Batterie
Die Modelle „Linde Ei14“ bis „Ei20“ sind laut Hersteller für leichte bis mittelschwere Einsätze im Ein- oder Zweischichtbetrieb ausgelegt. Der Betrieb ist bis -20 Grad Celsius möglich. Anders als bei klassischen Batteriekonzepten erfolge das Laden nicht zwingend über Nacht, sondern könne während des Einsatzes über Zwischenladungen stattfinden, etwa in Pausen. Weil die Lithium-Ionen-Batterien wartungsfrei seien und beim Laden keine Batteriegase freisetzen, wird laut Linde kein separater, belüfteter Laderaum benötigt. Auch die Kontrolle des Säurestands und das Nachfüllen von Wasser könnten entfallen. Ein optionales Onboard-Ladegerät soll den Einsatz zusätzlich flexibilisieren, da sich die Fahrzeuge an einer Steckdose laden lassen.
Einen wesentlichen Vorteil der neuen Bauweise sieht Linde im vergrößerten Platzangebot in der Kabine. Da der klassische Batterieraum entfällt, wächst der verfügbare Fußraum. Nach Angaben von Linde liegt die Beinfreiheit damit 35 Prozent über dem Branchendurchschnitt. Auch der Zugang zum Fahrzeug wurde überarbeitet. Die Einstiegsstufe befindet sich 40 Zentimeter über dem Boden. Das erleichtert das Ein- und Aussteigen.
Bewährte Antriebstechnik als Basis
Wie die Modelle „Linde E14“ bis „E20“ mit Wechselbatterie verfügen auch die neuen Varianten über 48-Volt-Technologie und wartungsfreie Asynchronmotoren. Die Dreiradversion ist mit Drehschemel-Lenkung ausgestattet, die Vierradversion mit einer Linde-Kombi-Lenkachse. Zusammen mit den kompakten Abmessungen soll das für hohe Umschlagleistung auch in beengten Arbeitsumgebungen sorgen.
Bei der Sicherheitsausstattung verweist der Hersteller auf eine schlanke Mastkonstruktion, die die Rundumsicht verbessert. Hinzu kommen serienmäßige Assistenzsysteme. Der „Curve Assist“ passt beispielsweise die Geschwindigkeit in Kurven automatisch an den Lenkeinschlag an. Der „Load Assist“ regelt über Drucksensoren und Hubhöhenschalter Neige-, Hub- oder Fahrfunktionen, um Kippunfälle zu vermeiden. Optional stehen weitere Systeme zur Verfügung. Dazu zählen der „Speed Assist“ zur automatischen Geschwindigkeitsanpassung bei der Einfahrt in Hallen, der „Safety Pilot“ zur Lastüberwachung und der „Safety Guard“ zur Absicherung von Warnzonen.
Digitale Funktionen über neue Systemarchitektur
Als Teil der neu entwickelten Linde-12XX-Staplergeneration verfügen die „Linde Ei14 – Ei20“ über eine elektrisch/elektronische-Systemarchitektur sowie umfassende Sensorik. Das ermöglicht vielfältige digitale Funktionen. Über die bei diesen Modellen optionale Datenübertragungseinheit können zum Beispiel Betriebsstunden und Fehlercodes drahtlos und sicher zu Flottenmanagement- oder Serviceanwendungen übertragen werden. Systemaktualisierungen oder zusätzliche Fahrzeugfunktionen lassen sich per Software-Update freischalten.































