Knapp sorgt für intelligentes Palettenhandling am Cummins-Standort Lindesberg in Schweden

Knapp automatisiert am Produktionsstandort von Cummins in Lindesberg in Schweden das Palettenhandling. 15 autonome mobile Roboter des Typs „Open Shuttle Fork“ übernehmen dort täglich bis zu 2.000 Transportaufträge. Zum System gehören außerdem ein Palettenhochregallager, ein automatisiertes Kleinteilelager sowie Software für Lagerverwaltung, Materialfluss- und Flottensteuerung.

Für effiziente und flexible Palettentransporte setzt Cummins am Standort Lindesberg auf die autonomen mobilen Roboter „Open Shuttle Fork“ von Knapp. (Bildquelle: Knapp/Niederwieser)
Für effiziente und flexible Palettentransporte setzt Cummins am Standort Lindesberg auf die autonomen mobilen Roboter „Open Shuttle Fork“ von Knapp. (Bildquelle: Knapp/Niederwieser)

Cummins fertigt am Standort auf einer Fläche von 55.000 Quadratmetern Vorder- und Hinterachsen für die Lkw-Industrie. Aufgrund der Produktvielfalt und der damit verbundenen Produktionsprozesse entschied sich das Unternehmen laut Mitteilung für eine standortbezogene Automatisierung der Warenflüsse.

Automatische Lager ergänzen mobilen Transport

Das neue Palettenhochregallager ist zweifachtief ausgeführt. Zusätzlich kommt ein automatisiertes Kleinteilelager zum Einsatz. Beide Lagerbereiche verfügen über Regalbediengeräte für die automatische Ein- und Auslagerung. Die 15 autonomen mobilen Roboter übernehmen den Palettentransport innerhalb der Anlage. Ihre Transportwege verbinden den Wareneingang, die Palettenhochregallager, das automatisierte Kleinteilelager und die Kommissionierung. Darüber hinaus transportieren die Fahrzeuge Leerpaletten zurück. Der Kommissionierbereich umfasst 190 Pick-Stationen. Die mobilen Roboter versorgen diese bedarfsgerecht mit Paletten und stellen die Ladungsträger dort in drei ergonomischen Höhen bereit. Die Übergabe erfolgt auf Fixierungen oder Bodenplätze.

Integration ohne bauliche Anpassungen

Nach Angaben von Knapp ließen sich die autonomen mobilen Roboter ohne bauliche Veränderungen in die bestehende Infrastruktur des Produktionsstandorts integrieren. Damit kann Cummins automatisierte Transporte innerhalb vorhandener Gebäudestrukturen abwickeln. Die mobilen Fahrzeuge übernehmen einen Teil des Materialflusses zwischen Lager und Kommissionierung.

Software verbindet Lager- und Flottensteuerung

Für die Digitalisierung und Steuerung der Lagerlogistik setzt Knapp die Softwareplattform „Kisoft One“ ein. Sie deckt die Lagerverwaltung und Lagersteuerung bis zur Maschinensteuerung ab. Über eine Schnittstelle zum Host-System von Cummins sind die Prozesse mit dem Manufacturing Execution System des Produktionsstandorts verbunden.

Das Flottensteuerungssystem „Kisoft FCS“ koordiniert die „Open Shuttle Fork“. Die Software steuert und optimiert die Transportaufträge und bildet den Status der Fahrzeuge digital ab. Im Zuge des Projekts entwickelte Knapp zusätzliche Funktionen für „Kisoft FCS“, die auf die Anforderungen des Standorts Lindesberg zugeschnitten sind.

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