Jipocar gewährleistet Sequenzlieferungen von Leuchten dank „Aimtec DCIx“
„Wir konnten das Audit des Automobilherstellers mit einem positiven Ergebnis abschließen. Das System hat sich in der Praxis als voll funktionsfähig erwiesen und ist so ausgelegt, dass es das Risiko von Fehlern minimiert. Das Ergebnis des gesamten Audits ist zum großen Teil der professionellen Herangehensweise und Kooperation des Aimtec-Teams zu verdanken“, sagt Jan Pech, Leiter des Logistikzentrums, Jipocar.
Sequenzierung für zwei Standorte und korrekte Zuordnung der Leuchten
Der Automobilhersteller forderte einen neuen Sequenz-Modus für Frontscheinwerfer, die für Montagelinien an seinen Standorten bestimmt sind. Diese Anforderung wurde entlang der Lieferkette vom Automobilhersteller über den OEM-Lieferanten Marelli Automotive Lighting Jihlava (Tschechische Republik) an den Logistikpartner Jipocar weitergeleitet, der für die Lagerung und den Versand an die Produktionswerke zuständig ist. Die eingesetzte Lösung musste die Besonderheiten der Automobilindustrie berücksichtigen: genaue Lieferreihenfolge, kurze Reaktionszeiten und vollständige Rückverfolgbarkeit (Traceability). Im JIS-Prozess ist zudem von grundlegender Bedeutung, dass die korrekte Paarung der Scheinwerfer – des rechten und linken Teils – eingehalten wird, damit das Paar den Anforderungen des Fahrzeugherstellers entspricht. Die Sequenz umfasst 26 Produktionsversionen von Scheinwerfern – 15 linke und 11 rechte. Ein wesentlicher Bestandteil des gesamten Ablaufs ist die Vorbereitung der Verladung entsprechend der korrekten Anordnung und Reihenfolge der Container auf dem Lkw, das sogenannte Loading Pattern, welches sich je nach Standort dynamisch ändern kann.
„Aimtec DCIx“ unterstützt daher die Prozesse von der korrekten Annahme und Identifizierung des Materials über die Einlagerung (WMS) bis hin zur gesteuerten JIS-Kommissionierung, wobei die Paarung während des gesamten Ablaufs unter Kontrolle bleibt. Jipocar nutzt SAP für die Bestandsverwaltung und bedient in den Lagern auch andere Fertigungsteile, die jedoch ausschließlich im JIT-Modus (Just in Time) ohne Sequenzierung laufen. In diesem Projekt haben sich die Unternehmen auf eine Rollenverteilung geeinigt, wobei der Lagerbestand ausgewählter Leuchten weiterhin in SAP verwaltet wird, während Warenannahme, Einlagerung und sequenzielle Abläufe in „Aimtec DCIx“ stattfinden.
Überprüfung der Lösung im Rahmen eines Audits
Bestandteil der Lösung war auch die Integration in das SAP-System des Automobilherstellers. Die JIS-Abrufe werden in „Aimtec DCIx“ eingespeist, wo sie zur Steuerung der Lager- und Sequenzierungsvorgänge dienen. Aus der Plattform heraus werden anschließend Berichte einschließlich ASN für die weitere Verarbeitung beim Kunden exportiert. In der Anfangsphase des Projekts musste Klarheit darüber herrschen, wie das gesamte Sequenzierungsszenario funktionieren soll und welche Prozessvarianten der Automobilhersteller verlangen wird. Es folgten Integrationstests für den JIS-Lieferanten, bei denen der Automobilhersteller verschiedene Nachrichtentypen einschließlich Fehlerszenarien versandte und prüfte, ob „Aimtec DCIx“ Fehler korrekt erkennt und entsprechende Benachrichtigungen versendet, die den formalen Anforderungen des Kunden entsprechen. Jipocar hat das Audit erfolgreich und ohne Komplikationen bestanden.
„Die Abläufe in der Automobilindustrie sind äußerst zeitkritisch, erfordern höchste Datenqualität und Prozessdisziplin. In ‚Aimtec DCIx‘ haben wir die Logik so konfiguriert, dass die Lagerabläufe der Jipocar-Gruppe zuverlässig zu einem präzisen Ergebnis auf Seiten des Automobilherstellers führen – einschließlich der Überwachung der Scheinwerferpaarung und lückenlosen Rückverfolgbarkeit“, sagt Jan Buchwald, Projektmanager bei Aimtec.

































