Fraunhofer: Newsübersicht zu Logistik, Robotik und Digitalisierung

Die Meldungen verdeutlichen die kontinuierliche Weiterentwicklung von Logistik, Robotik und Digitalisierung bei den Fraunhofer-Instituten. Im Fokus stehen praxisnahe Forschungsprojekte, KI-gestützte Anwendungen, autonome Systeme sowie Kooperationen zwischen Wissenschaft und Industrie.

(Bildquelle: Fraunhofer IML)
(Bildquelle: Fraunhofer IML)

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Dieser Artikel besteht aus folgenden Fraunhofer News:

Fraunhofer IML veröffentlicht Studie zu humanoiden Robotern in der Logistik

News vom 30.03.2026 von Christina Kasper

Fachkräftemangel, geopolitische Unsicherheiten und globale Lieferketten zwingen Unternehmen, effizienter, resilienter und flexibler zu werden. Wo klassische Automatisierung an ihre Grenzen stößt, gelten humanoide Roboter als vielversprechende Technologie. Forschende des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik IML haben nun ihr Potenzial für die Logistikbranche untersucht.

Die Anforderungen an Logistiksysteme sind heute so vielfältig, dass weder der Mensch noch klassische Automatisierungslösungen allein alle Herausforderungen bewältigen können. Um die Lücke zu schließen, gelten humanoide Roboter als flexible, generalistische Automatisierungseinheiten, die sich nahtlos in bestehende Prozesse integrieren. Doch wie sind der aktuelle Stand und die Perspektive dieser Technologie in der Logistikbranche? Das hat jetzt eine Studie des Fraunhofer IML untersucht. Mit ihrem branchenspezifischen Fokus und der Verbindung von Marktanalyse, Expertenperspektiven und strategischen Empfehlungen erweitert sie bisherige Erkenntnisse in diesem Feld.

Die Marktanalyse identifizierte rund 80 unterschiedliche Systeme, die sich in Mobilität, Sensorik und Software unterscheiden und macht einen stark fragmentierten, überwiegend von außereuropäischen Anbietern geprägten Markt deutlich. Insgesamt stehe die humanoide Robotik noch am Anfang ihrer Entwicklung, biete jedoch langfristig ein erhebliches Transformationspotenzial für die Logistik, so die Studienautoren. »Form folgt Funktion! Humanoide Roboter sind als flexible Mehrzweckroboter zu verstehen, die in für Menschen gemachten Umgebungen agieren können. Die Entwicklung der dafür notwendigen Fähigkeiten ist ein Ziel, das wir im Rahmen der Hightech-Agenda des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt umsetzen möchten«, erklärt Prof. Alice Kirchheim, Institutsleiterin am Fraunhofer IML.

Die Studie zeigt, dass die Logistikbranche humanoide Roboter mit großem Interesse sieht, aber auch mit einer realistischen Einschätzung des aktuellen Entwicklungsstands. Rund drei Viertel der befragten Unternehmen erwarten einen produktiven Einsatz innerhalb der nächsten zehn Jahre. Aus Sicht der Unternehmen sollen humanoide Roboter nicht den Menschen ersetzen, sondern als flexible, generalistische Automatisierungseinheiten für bestehende Arbeitsumgebungen dienen.

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Fraunhofer IIS: Ortungslösung für smarte Logistikprozesse

News vom 06.03.2026 von Christina Kasper

Das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS präsentiert praxisnah Ortungs- und Identifikationstechnologien für Objekte sowie energieeffiziente Ortungslösungen auf Basis von Low Power Area Networks (LPWAN) für Anwendungen wie zum Beispiel für smartes Behältertracking in der Logistik.

Mit „InOrt“ hat das Fraunhofer IIS etwa eine Lösung zur gleichzeitigen Identifikation und Lokalisierung von Standard RFID-Transpondern entwickelt. Insbesondere sind diese geeignet in industriellen Umgebungen. Ziel ist es, Ortungs- und Identifikationsdaten so bereitzustellen, dass Materialflüsse und beispielswiese logistische Übergaben, Ein- und Auslagerungen zuverlässiger als bisher digital abgebildet werden können.

Grundlage ist die magnetfeldbasierte Ortung - und zwar für viele Objekte. Die Technologie kann je nach Anwendungsfall beliebig skaliert werden. Die lokale Erfassung von Objektbewegungen und -positionen wird so automatisiert: Manuelle Schritte wie wiederholtes Scannen werden reduziert. Gleichzeitig wird durch die wesentlich detailliertere Datenbasis durch das Schließen von Digitalisierungslücken die operative Steuerung und Prozessanalyse verbessert.

Für Anwendungen mit großen Reichweiten bis zu einigen Kilometern und vielen Endgeräten zeigt das Fraunhofer IIS Lösungen auf „mioty“-Basis, eine LPWAN-Technologie (Low Power Wide Area Network) für die robuste und sehr energieeffiziente Datenübertragung. „Mioty“ überträgt Sensor- und Statusdaten auch in anspruchsvollen Funkumgebungen zuverlässig und unterstützt gleichzeitig lange Batterielaufzeiten von bis zu zehn Jahren. Auf der Basis einer „mioty“-Infrastruktur präsentiert das Fraunhofer IIS zudem Lokalisierungslösungen in „mioty“-Netzwerken, basierend auf Feldstärke- und Laufzeitmessungen. In logistischen Szenarien dienen sie der Ortung verteilter, mobiler Assets. Schwerpunkte sind dabei Tracking von Ladungsträgern oder Behältern.

Halle 2, Stand B05

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Fraunhofer IML bringt Software zur Kartonset-Optimierung auf den Markt

News vom 26.02.2026 von Christina Kasper

Luft ist leicht, kostet Versandunternehmen aber täglich bares Geld. Unbemerkt füllt sie Millionen Kartons, erhöht Materialverbrauch, Transportvolumen und Emissionen. Mit der Kartonset-Optimierung „CASTN“ stellt das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML nun eine marktreife Software vor, die diese Effizienzprobleme gezielt angeht.

„CASTN“ (kurz für Carton Set Optimization) macht transparent, was bisher selten greifbar ist: den tatsächlichen Volumennutzungsgrad von Versandkartons. In vielen Unternehmen liegt er deutlich unter dem, was regulatorisch und ökonomisch sinnvoll wäre. Mit Blick auf die europäische Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR), die künftig eine Mindestvolumennutzung von 50 Prozent vorsieht, wird diese Transparenz zu einem strategischen Faktor.

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, verfolgt „CASTN“ das Ziel, das Leerraumvolumen im Versand signifikant zu reduzieren und damit gleichzeitig Kosten zu senken. Die Software ermöglicht es Unternehmen zunächst, den eigenen Volumennutzungsgrad zu analysieren. Darauf aufbauend unterstützt die Software bei der Erstellung eines optimierten Standardkartonsets, das auf die individuelle Artikel- und Auftragsstruktur abgestimmt ist. Ein zentrales Merkmal ist der datenbasierte Ansatz: Ein integrierter Datencheck prüft die Qualität der verwendeten Artikel-, Auftrags- und Kartondaten. „Die Optimierung ist immer nur so gut wie die Daten, auf denen sie basiert“, betont Lukas Lehmann, Projektleiter am Fraunhofer IML. „‚CASTN‘ unterstützt Unternehmen deshalb auch dabei, die eigene Datenbasis zu bewerten und Schwachstellen zu identifizieren – ein Mehrwert, der in der Praxis oft unterschätzt wird.“

Ein wesentlicher Anwendungsfall von „CASTN“ liegt in der Vorbereitung auf die PPWR. Untersuchungen zeigen, dass viele Unternehmen die künftig geforderte Mindestvolumennutzung von 50 Prozent aktuell nicht erreichen. „CASTN“ schafft hier Transparenz und zeigt konkrete Optimierungsmöglichkeiten auf. „Viel spannender ist doch die Frage, was Unternehmen tun, wenn sie die geforderten 50 Prozent nicht erreichen – und genau darauf gibt ‚CASTN‘ die Antwort“, so Lehmann.

Die beteiligten Forschenden haben die Software praxisnah und im Austausch mit Partnern aus Industrie und Handel entwickelt, darunter Hellmann Worldwide Logistics und die Nordwest Handel AG. Mit dem Abschluss der Entwicklungsphase steht „CASTN“ ab sofort als marktreife Lösung zur Verfügung. Unternehmen können die Software weiterhin im Rahmen von Forschungs- und Entwicklungsprojekten mit dem Fraunhofer IML nutzen, aber erstmals auch eigenständig einsetzen. Zudem besteht die Möglichkeit, „CASTN“ über Unternehmen zu beziehen, die die Software als Drittanbieter in ihr bestehendes Leistungsportfolio für ihre Kunden integrieren.

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    Fraunhofer IML und Daegu Mechatronics & Materials Institute aus Südkorea gehen neue Wege in der KI-Robotik

    News vom 15.05.2025 von Redaktion (allg.)

    Gemeinsam mit dem südkoreanischen Daegu Mechatronics & Materials Institute (DMI) wird das Fraunhofer IML künftig daran arbeiten, die globale Wettbewerbsfähigkeit der KI-Robotik-Branche in beiden Ländern zu verbessern. Das DMI, die Stadt Daegu in Südkorea, das Fraunhofer IML und der Global Robot Cluster (GRC) unterzeichneten am 18. März 2025 in Dortmund eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MoU) über die Zusammenarbeit bei der Forschung und Entwicklung im Bereich KI-basiertes Videolernen, um Spitzentechnologien zu sichern.

    Durch internationale gemeinsame Forschung und Entwicklung zwischen KI-Robotik-Institutionen mit Sitz in Daegu und führenden ausländischen Forschungseinrichtungen wie dem Fraunhofer IML soll die Partnerschaft die globale technologische Wettbewerbsfähigkeit stärken und den Zugang zu internationalen Märkten erweitern. Die nun unterschriebene Absichtserklärung ist ein Kernbestandteil des Projekts „Daegu AI Robotics Global Innovation Special Zone“, das im Mai 2025 an den Start gehen soll.

    Das Fraunhofer IML wird mit Unternehmen aus Daegu bei der Forschung und Entwicklung im Bereich KI-basiertes Videolernen zusammenarbeiten. Die Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IML soll ihre technologischen Fähigkeiten in den Bereichen Objekterkennung, -identifizierung und -klassifizierung für Roboteranwendungen erheblich verbessern.

    Die „Global Innovation Special Zone“ ist ein Innovationsbezirk (Cluster) im koreanischen Stil, in dem vorrangige Genehmigungen und nachgelagerte Regulierungsmaßnahmen zur Entwicklung fortschrittlicher neuer Produkte und Dienstleistungen für die Expansion ins Ausland angewendet werden und in dem Demonstrationen auf globalem Standardniveau durchgeführt werden. Unternehmen, die an der AI Robotics Global Innovation Zone teilnehmen, werden in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IML Demonstrationsforschung in Bereichen wie der Weiterentwicklung des autonomen Fahrens, der Situationsbeurteilung und der Weiterentwicklung von KI-Modellen durchführen, die bei der Entwicklung von KI-Robotern häufige technische Herausforderungen darstellen.

    Die „Daegu Global Innovation Zone“ zielt darauf ab, die Lebensqualität in Bereichen wie medizinische Versorgung, Transport und öffentliche Dienstleistungen mithilfe von KI-Robotik-Technologie zu verbessern. Durch die Absichtserklärung erhofft sich die Stadt Daegu, das Innovationsökosystem der KI-Robotik-Branche zu stärken und sich als führende Stadt in der zukünftigen Robotik-Branche zu etablieren.

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    Dachser und Fraunhofer-Gesellschaft erweitern Forschungspartnerschaft

    News vom 08.04.2025 von Redaktion (allg.)

    Der weltweit tätige Logistikdienstleister Dachser hat zum 1. Februar 2025 seine Forschungspartnerschaft mit der Fraunhofer-Gesellschaft erweitert. Im Rahmen des Dachser-Enterprise Lab, das seit 2017 Wissenschaft und Logistikpraxis in gemischten Innovationsteams zusammenbringt, kooperiert das Familienunternehmen ab sofort neben dem Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML in Dortmund auch mit dem Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS aus Sankt Augustin bei Bonn.

    Das Fraunhofer IAIS ist ein Wissenschaftsinstitut auf den Gebieten Künstliche Intelligenz (KI), Maschinelles Lernen und Big Data. Rund 380 Mitarbeitende unterstützen Unternehmen bei der Optimierung von Produkten, Dienstleistungen und Prozessen sowie bei der Entwicklung neuer digitaler Geschäftsmodelle.

    „Ein zentrales Potenzial für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Logistik liegt in der Verarbeitung unstrukturierter oder unterschiedlich formatierter Daten. Hier bietet die Branche viele Anwendungsmöglichkeiten für die Optimierung und Automatisierung komplexer Prozesse in Warenflüssen und Lieferketten oder in der Kundenkommunikation. Mit Blick in die Zukunft werden KI-Lösungen immer wirksamere Werkzeuge für den Menschen sein. Deshalb freuen wir uns sehr, zusammen mit Dachser und unseren Dortmunder Kollegen vom Fraunhofer IML die Nutzung von KI in der Logistik und bei Dachser weiter voranzutreiben", sagt Prof. Dr. Stefan Wrobel, Institutsleiter des Fraunhofer IAIS.

    Das Fraunhofer IML und das Fraunhofer IAIS sind zusammen mit den Universitäten in Bonn und Dortmund Teil des 2022 gegründeten Lamarr-Instituts für Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz. Das Institut ist eines von fünf universitären Spitzenzentren für KI, die von der Bundesregierung finanziell unterstützt werden.

    „Wer sich als Logistiker heute nicht mit KI beschäftigt, der wird mittel- und langfristig nicht am Markt bestehen können. Denn die Anforderungen der Kunden und die Komplexität der Rahmenbedingungen werden nicht geringer – und das vor dem Hintergrund des zunehmenden Fachkräftemangels“, erklärt Stefan Hohm, Chief Development Officer und Mitglied des Vorstands bei Dachser. „Ob im Warehouse, im Umschlaglager oder im Büro - wir setzen heute schon auf KI-Anwendungen, um unsere Mitarbeitenden bestmöglich bei der Entscheidungsfindung zu unterstützen oder von eintönigen Aufgaben zu entlasten. Mit der Erweiterung des Dachser-Enterprise Lab stärken wir unsere Kompetenzen im Bereich der künstlichen Intelligenz." Seit dem Jahr 2017 betreibt das Kemptener Familienunternehmen am Fraunhofer IML in Dortmund das Dachser-Enterprise Lab, in dem Fraunhofer-Wissenschaftler zusammen mit Dachser-Experten an unterschiedlichen digitalen Innovationen forschen. Im Jahr 2023 wurden Dachser und das Fraunhofer IML mit dem Deutschen Logistik-Preis für die gemeinsame Entwicklung des digitalen Zwillings „ILO“ ausgezeichnet.

     

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    Open Logistics Foundation und Fraunhofer IML unterstützen Logistikprofis von morgen

    News vom 18.02.2025 von Redaktion (allg.)

    Den Herausforderungen einer digitalen Zukunft in der Logistikbranche begegnen: Diesem Anliegen widmet sich der Digital Hub Logistics Dortmund mit dem „Leadership Development Programme“ für Fach- und Führungskräfte. Zentraler Bestandteil des Programms sind die dozierten Inhalte der Open Logistics Foundation und des Fraunhofer IML. Die Themenexperten vermitteln innovative Lösungen zu KI, Lagerrobotik und Open Source in der Logistik und zeigen strategische Ansätze für die Praxis auf.

    Themen wie Open-Source-Lösungen, ressourcenschonende Technologien und Künstliche Intelligenz prägen die Zukunft der Lieferketten. Um Fach- und Führungskräfte gezielt auf diese Herausforderungen vorzubereiten, hat der Digital Hub Logistics Dortmund, Entwicklungs- und Begegnungsstätte für Start-Ups, Start-Ins, Unternehmen, Wissenschaft und Forschung, das „Leadership Development Programme“ ins Leben gerufen. Dieses neue Trainingsformat richtet sich an Nachwuchskräfte, zukünftige Führungskräfte sowie Experten und Quereinsteiger aus der Logistik- und Supply-Chain-Management-Branche. Die Teilnehmenden profitieren von einem Blended-Learning-Ansatz, der theoretisches Wissen und praktische Anwendungen in Innovationsmodulen, Peer-to-Peer-Learning und Community-Meetings kombiniert. Neben dem fachlichen Input bietet das Programm Raum für den Austausch mit anderen Fachkräften und ermöglicht so den Aufbau eines belastbaren Netzwerks innerhalb der Branche.

    Impulse für die Logistik der Zukunft: Praxis, Technik, Austausch

    Als Themenexperten vermitteln die Open Logistics Foundation und das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML den Teilnehmenden innerhalb von drei bis vier Monaten praxisnahe Inhalte. Sie gestalten die Themen von insgesamt vier zentralen Modulen und teilen praxisnahes Know-how im gemeinsamen Austausch. Dabei erhalten Teilnehmende tiefe Einblicke in die Trends, die die Logistikbranche aktuell bewegen. „Das Programm spiegelt den Wissens- und Innovationsstandort Dortmund. Neben zukunftsgerichteten, tiefen Inhalten durch unsere Kompetenzpartner legen wir einen Fokus auf die Community und das Lernen der Teilnehmenden voneinander“, erklärt Maria Beck, Hub Managerin des Digital Hub Logistics Dortmund. Parallel dazu eröffnen Künstliche Intelligenz und digitale Zwillinge neue Möglichkeiten für Effizienz und Prozessoptimierung, während Open-Source-Lösungen in der Logistik flexible, kostenfreie Alternativen zu proprietären Softwarelösungen bieten. „Open-Source-Lösungen sind nicht nur ein technischer Ansatz, sondern auch eine Philosophie, die den Austausch von Wissen und Ressourcen in der Logistikbranche fördert“, betont Carina Tüllmann, COO bei der Open Logistics Foundation. „Indem wir offene Plattformen schaffen und gemeinsam an Standards arbeiten, fördern wir eine stärker vernetzte und interoperable Logistik.“

    Nähere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung sind auf der Website des Programms: https://digitalhublogistics.de/leadership-development-programme/ zu finden.

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    Prof. Dr.-Ing. Alice Kirchheim wird neue Institutsleiterin am Fraunhofer IML

    News vom 08.04.2024 von Redaktion (allg.)

    Wechsel in der Spitze des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik IML: Zum 1. April hat Prof. Dr.-Ing. Alice Kirchheim den Institutsbereich Materialflusssysteme am Fraunhofer IML sowie den Lehrstuhl Förder- und Lagerwesen an der Technischen Universität Dortmund übernommen. Die renommierte Wissenschaftlerin für Automatisierung in der Intralogistik wird das Dortmunder Institut zudem mit ihrer Expertise rund um Digitalisierung sowie um den Einsatz von KI in der Logistik bereichern. Sie folgt damit Prof. Dr. Michael ten Hompel, der nach 24 Jahren als Institutsleiter des Fraunhofer IML und Inhaber des Lehrstuhls für Förder- und Lagerwesen in den Ruhestand geht.

    Die Informatikingenieurin Kirchheim entdeckte ihre Leidenschaft für die Intralogistik direkt nach dem Studium während ihrer Tätigkeit am Bremer Institut für Produktion und Logistik an der Universität Bremen. Dort forschte sie an automatischen Systemen für die Entladung von Stückgütern aus Containern. Begeistert von dem Gedanken, nicht nur zu automatisieren, sondern an kognitiven Logistiksystemen zu forschen, bearbeitete sie im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie des 7. EU-Rahmenprogramm eines der ersten Forschungsprojekte mit industrieller Beteiligung. Der Wunsch, noch besser zu verstehen, wie Intralogistik in der Praxis funktioniert, führte sie in die Wirtschaft. Im Kion-Konzern war Kirchheim in den Konzern-Töchtern Still und Dematic im Vertrieb mit der Planung und Auslegung manueller und automatischer intralogistischer Systeme befasst. Die mehrjährige Praxiserfahrung nutzte sie dann, um ganzheitliche anwendungsorientierte Forschung in der Intralogistik zu betreiben und ihr Wissen an junge Menschen weiterzugeben. Daher war sie zuerst an der Hochschule Aalen und schließlich in den letzten drei Jahren an der Helmut-Schmidt-Universität / Universität der Bundeswehr Hamburg als Professorin tätig.

    Prof. Dr.-Ing. Holger Hanselka, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, erklärt: „Mit seinem ganzheitlichen Ansatz entwickelt das Fraunhofer IML Lösungen auf allen Feldern der inner- und außerbetrieblichen Logistik. Dank dieser Kompetenzen und mit zusätzlichen Forschungsschwerpunkten in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Smart Finance und Internet der Dinge trägt das Institut dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz der Wirtschaft in Deutschland und Europa nachhaltig zu stärken. Ich freue mich sehr, dass wir mit Prof. Kirchheim eine so versierte und praxiserfahrene Wissenschaftlerin für die Leitung des Fraunhofer IML gewinnen konnten. Mit ihrer Expertise wird sie einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die hervorragende Entwicklung des Instituts und seine branchenprägende Forschungsarbeit weiter voranzutreiben.“

    „Mir ist es wichtig, dass am Ende etwas herauskommt, das funktioniert. Wie erfolgreich diese Verbindung aus Wissenschaft und Praxis ist, hat Michael ten Hompel hier am Fraunhofer IML in den letzten Jahrzehnten bewiesen. Ich bin voller Begeisterung und Tatendrang, den Staffelstab zu übernehmen und die Dortmunder Spitzenforschung weiter voranzutreiben. Dabei werden wir in den nächsten Jahren erleben, in welchem Maße die Künstliche Intelligenz in autonomen Systemen die Intralogistik verändern wird. Jetzt freue ich mich aber zuallererst darauf, die Menschen und Projekte am Institut genauer kennenzulernen und in die Fraunhofer-Welt einzutauchen“, unterstreicht Kirchheim.

    Die Institutsleitung besteht damit ab sofort aus Prof. Alice Kirchheim (Bereich Materialflusssysteme), Prof. Dr.-Ing. Uwe Clausen (Bereich Logistik, Verkehr und Umwelt) sowie Prof. Dr. Michael Henke (Bereich Unternehmenslogistik), der interimistisch die geschäftsführende Institutsleitung übernimmt.

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    „Digitaler Zwilling @ILO“ von Dachser und Fraunhofer IML mit dem Deutschen Logistik-Preis 2023 ausgezeichnet

    News vom 19.10.2023 von Redaktion (allg.)

    Das Siegerprojekt beim Deutschen Logistik-Preis 2023 heißt „Dachser Future Terminal – innovativer digitaler Zwilling @ILO für eine leistungsstarke Stückgutlogistik“. Damit würdigt die Jury das gemeinsame Projekt von Dachser und dem Fraunhofer IML, alle Packstücke, Assets und Abläufe in einem Umschlaglager in Echtzeit abzubilden. @ILO steht für ‚Advanced Indoor Localization and Operations‘. Auf jedes Packstück kommt ein zwei-dimensionaler Datamatrix-Code als Identifikator.

    Diese Codes werden durch Hunderte optische Scan-Einheiten im Deckenbereich der Halle erfasst. Von den Forschungspartnern im Dachser Enterprise Lab neu entwickelte, auf künstlicher Intelligenz basierende Algorithmen interpretieren die im Sekundentakt von den optischen Scan-Einheiten erfassten Daten, um so zu gewährleisten, dass alle Packstücke in Echtzeit automatisch identifiziert, lokalisiert, vermessen und visualisiert werden. Dadurch entsteht ein Echtzeit-Abbild aller Packstücke, Assets und Abläufe eines Umschlaglagers im europäischen Stückgutnetzwerk von Dachser. Die vollautomatische Identifizierung und Lokalisierung von Paletten macht das manuelle Scannen von Barcodes unnötig und führt zu einer Beschleunigung einzelner Prozesse zwischen Wareneingang und Warenausgang. Die Mitarbeitenden im Lager bekommen die wichtigsten Informationen für den innerbetrieblichen Transport sowie zusätzliche Informationen wie Gefahrguthinweise oder priorisierte Verladeanweisungen direkt angezeigt.

    „Wir investieren in die gemeinsame Forschung mit dem Fraunhofer IML, um die Digitalisierung der Logistik voranzutreiben und um die Qualität unserer Dienstleistung für unsere Kunden weiter zu verbessern“, sagt Burkhard Eling, CEO von Dachser. „Der Digitale Zwilling @ILO ist ein wichtiger Meilenstein in unserer digitalen Transformation und ein Quantensprung in der Stückgutlogistik.“

    Im nächsten Innovationsschritt werden Dachser und Fraunhofer IML die vollautomatische und permanente Vermessung aller Packstücke in die Praxistauglichkeit überführen. Die ermittelten Volumendaten lassen sich dann unter anderem von intelligenten Algorithmen nutzen, um die Verladungs- und Tourenplanung zu unterstützen und die Auslastung von Lade-raum zu optimieren. Das leistet einen Beitrag zum Klimaschutz, indem Transportkilometer und damit unnötige CO2-Emissionen reduziert werden.

    Für das Projekt des digitalen Zwillings wurden die Umschlaghallen zweier Dachser-Niederlassungen, in Unterschleißheim bei München sowie in Öhringen bei Heilbronn, zu @ILO-Pilotanlagen umgerüstet. 2024 soll der Roll-Out der neuen Technologie starten und dann sukzessive in den europäischen Dachser-Niederlassungen erfolgen. Analysen zeigen, dass sich die Investitionen schon nach wenigen Jahren amortisieren werden.

    Die Partner betonen vor allem den Vorteil einer langjährigen Partnerschaft zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. „Aus der Forschung in die Praxis – und das europaweit. Das ist auch vor dem Hintergrund der langen Historie des Fraunhofer IML ein ganz außerordentlicher Forschungserfolg. Er verdeutlicht, dass sich die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis lohnt. Vor allem dann, wenn sie in den gemeinsamen Teams so intensiv und nachhaltig mit Leben erfüllt wird wie im Enterprise Lab mit Dachser“, kommentiert Prof. Dr. Dr. h.c. Michael ten Hompel, geschäftsführender Institutsleiter am Fraunhofer IML.

    Die 17köpfige Jury des Deutschen Logistik-Preises unter Vorsitz der Journalistin Dr. Ursula Weidenfeld votierte nach den Evaluationsterminen bei den vier Finalisten eindeutig für das Sieger-Konzept. „Das Konzept ist übertragbar auf Logistikdienstleister und Verlader. Bewährte Technologien werden innovativ und praxisorientiert verknüpft und genutzt“, so die Jury. Als Mitglied des Auditing-Teams und Ausrichter des Wettbewerbs würdigt der BVL-Vorstandsvorsitzende Prof. Thomas Wimmer das verdiente Preisträger-projekt mit den Worten: „Hier wurde ein Grundproblem der Stückgutlogistik gelöst.“

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    Forschung schneller in die Anwendung bringen: Fraunhofer IFF weiht Elbfabrik ein

    News vom 09.10.2023 von Redaktion (allg.)

    Am 14. September 2023 ist im Magdeburger Wissenschaftshafen die Fabrik der Zukunft Wirklichkeit geworden. Das Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF hat ihre neue Forschungs- und Demonstrationsfabrik eröffnet. In der Elbfabrik werden künftig Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft gemeinsam an die Lösungen für die Produktion von morgen forschen.

    Auf einer Fläche von rund 1.600 Quadratmetern bietet die neue Forschungs- und Demonstrationsfabrik verschiedene Testflächen, Labore, Kreativräume und Coworking Spaces.

    Mehr als 20 Demonstratoren zeigen, welche Technologien die Produktion der Zukunft möglich machen und wie Prozesse intelligent und vernetzt gesteuert werden. Autonome mobile Roboter, assistierte Kommissionier- und Montagestationen sowie automatische Teilebearbeitung und -prüfung sind in der Elbfabrik ebenso zu sehen wie ein intelligenter Hallenboden und der Leitstand zur Energie- und Produktionssteuerung. Dieser Leitstand verbindet das Energiemanagement mit den Produktionsplanungs- und -steuerungskomponenten des Manufacturing Execution System zu einem ganzheitlichen, digitalen Abbild der Fabrik.

    Dem Menschen kommt auch in der Produktion der Zukunft eine besondere Rolle zu. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Fraunhofer IFF zeigen mit Planungswerkzeugen und innovativen Assistenzsystemen, wie menschenwürdige Industriearbeitsplätze bei gleichzeitig hohem Automatisierungsgrad erhalten werden können.

    „In der Elbfabrik entwickeln wir Lösungen die dazu beitragen, den Wertschöpfungsstandort Deutschland langfristig zu sichern. Wir helfen Unternehmen dabei, sich trotz der großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts wie Klimawandel, demografische Veränderungen und globale politische Verwerfungen krisenfest und zukunftssicher aufzustellen. Spitzentechnologien machen wir nicht nur Großkonzernen zugänglich, sondern auch dem Mittelstand, besonders hier in der Region. Die Elbfabrik steht für einen schnellen und zielgerichteten Transfer von Wissenschaft in die Wirtschaft,“ sagte Prof. Dr. Julia Arlinghaus, Institutsleiterin des Fraunhofer IFF bei der Eröffnungsveranstaltung.

    Für die Elbfabrik wurde das im Wissenschaftshafen bereits bestehende Gebäude erweitert. Baubeginn für diesen Erweiterungsbau war 2019 mit der Grundsteinlegung. Heute fügt sich der Erweiterungsbau mit dem Bestandsgebäude zu einem Gesamtkomplex zusammen. Die Finanzierung von rund 19,8 Millionen Euro wurde mit einem Fördermix aus EFRE, Bund, Land Sachsen-Anhalt und der Fraunhofer Gesellschaft realisiert.

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    Logistics Reply und Fraunhofer IML kooperieren im Rahmen des „Leistungszentrums Logistik und IT“

    News vom 28.10.2022 von Redaktion (allg.)

    Logistics Reply, das auf innovative Softwarelösungen für eine digitale Supply Chain spezialisierte Unternehmen der Reply Gruppe, unterstützt das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) und stellt das Lagerverwaltungssystem „LEA Reply“ im neuen „Picking Lab“ zur Verfügung.

    Das Fraunhofer „Picking Lab“ ist ein Miniaturlager für die Kommissionierung, in dem sich verschiedene Kommissioniertechnologien und Warehouse-Management-Systeme (WMS) testen lassen. Es richtet sich an Industriepartner, Hersteller und Anwender von Kommissioniertechnologien. Das Testzentrum vergleicht verschiedene Technologien bezüglich ergonomischer Aspekte, objektiver Leistungskriterien und der Interaktion zwischen Menschen und Technik.

    Das Lagerverwaltungssystem „LEA Reply“ von Logistics Reply wird dabei zur Verwaltung der Bestände und zur flexiblen Anbindung der verschiedenen Kommissioniertechnologien genutzt. Mit dieser Plattform lassen sich darüber hinaus weitere Prozesse entlang der Supply Chain digital abbilden und zuverlässig steuern. Die Software Suite umfasst zahlreiche Microservices, die unabhängig voneinander oder flexibel in Kombination eingesetzt werden können. Diese Architektur ermöglicht es, maßgeschneiderte Lösungen für spezifische Logistikanforderungen zusammenzustellen sowie Services oder zusätzliche Funktionen zu ergänzen.

    Die im „Picking Lab“ eingesetzten Kommissioniertechnologien sind beispielsweise Geräte zur mobilen Datenerfassung (MDE), „Pick-by-Voice” oder „Pick-by-Light” – „Pick-by-Vision“ ist in Planung. Interessenten haben die Möglichkeit, das „Picking Lab“ vor Ort zu besuchen, die Technologien in der Realität zu erleben und Lösungen selbst zu prüfen. Im Rahmen von Forschungsprojekten werden beispielsweise die Usability oder Ergonomie von Softwaresystemen und Technologien untersucht.

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    Fraunhofer IML stellt die neue Evolutionsstufe autonomer Roboter vor

    News vom 07.07.2022 von Redaktion (allg.)

    Die autonomen Roboter bekommen Arme: Mit dem „Evo Bot“ hat das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML den Prototyp eines dynamisch stabilen Roboters auf zwei Rädern entwickelt. Er behält in jeder Situation das Gleichgewicht, ist bis zu zehn Metern pro Sekunde schnell und kann Dinge vom Boden oder vom Förderer greifen und dem Menschen reichen.

    Der „Evo Bot“ kann schieben, ziehen, Dinge wenden und anreichen – und hält dabei immer das Gleichgewicht. Das verdankt er dem Prinzip des inversen Pendels, das ohne Gegengewicht auskommt: Dank der Pendelbewegung kann der Roboter Objekte direkt vom Boden anheben und in unterschiedlichen Höhen wieder abgeben.

    „Unser ‚Evo Bot‘ ist der Beginn einer neuen Population autonomer Fahrzeuge. Mit seinen Armen und dem etwas grimmigen Blick seiner Kameraaugen weist er in die humanoide Zukunft der Robotik – nicht nur in der Logistik. Mit seinem bioinspirierten Design und seinen Fähigkeiten hat er das Potenzial, zu einem echten Kollegen zu werden“, betont Prof. Michael ten Hompel, geschäftsführender Institutsleiter des Fraunhofer IML.

    Der „Evo Bot“ ist in der Lage, Objekte wie Kisten und Pakete zu transportieren und sie aus jeder Höhe aufzunehmen und abzusetzen, die die Länge seiner Arme zulässt. Er kann Rampen und Kanten bewältigen – und auch holpriges Pflaster im Außenbereich stellt kein Hindernis für ihn dar. Der zentrale Vorteil: Mit dem „Evo Bot“ lassen sich viele intralogistische Aufgaben bewältigen, für die bislang unterschiedliche Robotertypen im Einsatz sind.

    Entwickelt haben die Forschenden des Fraunhofer IML den Roboter auch mithilfe eines neuen Forschungszweigs: der Simulationsbasierten Künstlichen Intelligenz. Dank moderner Grafikkarten lassen sich damit hochkomplexe Vorgänge in Echtzeit simulieren. Mittels Motion Capturing gleichen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler das Verhalten in der Simulation mit dem der realen Fahrzeuge ab und optimieren so das Simulationsmodell. Je mehr sich die Differenz von Modell und Realität reduziert, umso mehr wird der Roboter zum cyberphysischen Zwilling der Simulation. Dieses Vorgehen kann Entwicklungszeiten massiv reduzieren: So lassen sich Prototypen bereits in der digitalen Realität testen, bevor sie gebaut werden. Zudem lassen sich die Entwicklungen von Hardware und Software auf diesem Wege entkoppeln. Es entsteht ein digitales Kontinuum der Entwicklung (»Robotic Continuum«).

    Die Funktionsweise des inversen Pendels haben die Forschenden des Fraunhofer IML im Rahmen des Entwicklungsprojekts „Open Dynamics“ entwickelt, einem Teilprojekt des vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr geförderten Forschungsvorhabens Silicon Economy. Daher werden die Baupläne für die erste Pendelstufe des Chassis sowie Komponenten für die Navigations- und Lokalisierungssoftware als Open Source bei der Open Logistics Foundation zur Verfügung gestellt.

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    Fraunhofer IFAM testet Schaltgeräte des „Extreme“-Programms

    News vom 14.02.2019 von Redaktion (allg.)

    Viele Schaltgeräte-Baureihen des „Extreme“-Programms von Steute eignen sich für den Einsatz bei Feuchtigkeit, Nässe und auch in der Umgebung von Salzwasser. Entsprechende Korrosionsprüfungen wie der Salznebelsprühtest nach DIN EN ISO 9227 bieten eine gute Qualitätskontrolle und Voraussetzung für die Vergleichbarkeit der entsprechenden Eigenschaften.

    Wie aber bewähren sich diese Schaltgeräte in der Praxis? Wie werden sich zeitweiliger Wellenschlag oder eine leichte Bewuchsbildung (Fouling) auf die Schaltgeräte auswirken? Das sind für Steute die entscheidenden Fragen, weil die „Extreme“-Schaltgeräte häufig in maritimen Bereichen eingesetzt werden – auf Schiffen, auf Bohrinseln, in Verankerungssystemen am Kai und in Verlade- und Umschlagsanlagen der Häfen. Um Antworten auf diese Fragen zu finden, hat Steute das Fraunhofer IFAM (Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung) in Bremen mit einer einjährigen Freibewitterung am IFAM-Standort Helgoland beauftragt. Die Versuchsanordnung: Jeweils mehrere Exemplare ausgewählter „Extreme“-Schalterbaureihen – darunter Positionsschalter, Fußschalter und Seilzugschalter – wurden in exponierter Lage an der Südmole ein Jahr lang im Spritzwasserbereich befestigt. Einige Geräte waren auch im Tidenhub, also im Wechselwasserbereich installiert, um mit diesen Wasserbewegungen der Nordsee die Grenzen der Geräte auszuloten.  

    Schaltgeräte für extreme Anforderungen

    Ziel der Tests war es, die Schaltgeräte über die normgerechten Versuche hinaus sehr extremen Anforderungen auszusetzen, um Schwachstellen an dem Gerät besser erkennen zu können. Diese Grenztests wurden inzwischen abgeschlossen. Der Abschlussbericht liegt noch nicht vor. Aber schon das Erscheinungsbild der Schaltgeräte nach einem Jahr im Salzwasser-Spritzbereich sowie erste Funktionstests zeigen: Die Geräte der verschiedenen Baureihen sind seewasserfest und nach zwölf Monaten uneingeschränkt funktionstüchtig. Die vorbehandelten und pulverbeschichteten Gehäuse, wie der Fußschalter präsentieren sich in sehr gutem Zustand, und auch das „Innenleben“ wie Schalteinsätze, Schaltstößel und Pedalachsen sind korrosionsfrei.

    Steute wird die Testergebnisse im Detail auswerten, sobald sie vorliegen, und sie für die weitere Optimierung vorhandener Baureihen sowie die Entwicklung neuer Schaltgeräte des Geschäftsbereichs „Extreme“ nutzen.

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    Fraunhofer IML und TU Dortmund eröffnen Innovationslabor

    News vom 11.07.2018 von Redaktion (allg.)

    Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung, hat am 10. Juli 2018 das „Innovationslabor Hybride Dienstleistungen in der Logistik“ des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik IML und der Technischen Universität Dortmund in feierlichem Rahmen offiziell für eröffnet erklärt.

    Mit dem Innovationslabor haben sich das Fraunhofer IML und die TU Dortmund zum Ziel gesetzt, neue Technologien für die Industrie 4.0 zu entwickeln – mit besonderem Fokus auf die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt das Vorhaben über eine Laufzeit von drei Jahren mit insgesamt zehn Millionen Euro. Das Innovationslabor ist ein interdisziplinäres Forschungsprojekt, in dem intelligente Technologien für die Social Networked Industry erforscht, mit betriebswirtschaftlichen sowie arbeits- und sozialwissenschaftlichen Anforderungen verknüpft und zu hybriden Dienstleistungen ausgestaltet werden sollen. In zwei Versuchshallen – einem Forschungs- und einem Anwendungszentrum – testen und veranschaulichen die Forscher die Entwicklungen der Mensch-Technik-Interaktion. Im Forschungszentrum wird mit neuesten Hightech-Technologien, wie dem europaweit größten Motion-Capturing-System und einem Laserprojektionssystem, mit denen sich Prozesse in Echtzeit erfassen, analysieren und simulieren lassen, die Mensch-Technik-Interaktion neu definiert. Hinzu kommen unter anderem autonome Transportroboter und autonome Transportdrohnen, die sich im Schwarm selbst organisieren. Parallel zum Forschungszentrum können Unternehmen im Anwendungszentrum den Einsatz neuer Technologien vor Ort im betrieblichen Kontext »live« erleben und sich ein praxis-reales Bild von neuen Methoden und Technologien machen.

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    Fraunhofer IML stellt interaktives FTF für die Intralogistik vor

    News vom 20.03.2017 von Redaktion (allg.)

    Mit „Emili“ präsentiert das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML ein interaktives Fahrerloses Transportfahrzeug (FTF) für die Intralogistik. Das Gerät lässt sich über Gesten steuern, heranwinken und fortschicken – und interagiert so direkt mit den Menschen in ihrer Umgebung.

    Das funktioniert über Wearables, kleine Computer-Systeme, die der Mitarbeiter an sich trägt, etwa in Form eines intelligenten Armbands. Diese übermitteln die Gesteninformationen dann per Funk. Alternativ lässt sich das Fahrzeug auch über Smartphone, Tablet oder Smart Glasses ansteuern.

    Zusätzlich fungiert das FTF auch selbst als Behälter. Emili verfügt exakt über die Außenmaße eines Kleinladungsträgers (KLT), lässt sich somit auf andere KLT stapeln und kann selbst KLT transportieren. Über eine integrierte Hub- und Absenkfunktion kann sie ihr Fahrwerk ein- und wieder ausfahren – das FTF wird zum Behälter und umgekehrt. Ein weiterer Hub ermöglicht es, Emili und die auf ihr gestapelten KLT auf eine für den Menschen ergonomische Arbeitshöhe anzuheben.

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    Fraunhofer IML plant neuen Air-Cargo-Terminal in Doha

    News vom 25.11.2016 von Redaktion (allg.)

    Das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) hat den Auftrag erhalten, den neuen Air-Cargo-Terminal (CT02) am Hamad International Airport in Doha/Katar zu planen.

    Das Projekt wird neben dem aktuellen Midfield-Cargo-Terminal (CT01) realisiert und umfasst die Planung und Ausgestaltung von Logistikflächen, Büroräumen, land- und luftseitiger Gebäudeanbindungen sowie von Straßen und anderen gemeinsamen Infrastrukturen. Beauftragt hat die Planungsleistungen das italienische Ingenieurbüro F&M Ingegneria Spa. Sie umfassen die Pre-Design-Phase, also die Unterstützung beim Cargo-Anforderungsmanagement und der Cargo-Konzeptentwicklung. Zu dieser gehört die Bestandsaufnahme des CT01, das Herleiten der Zielkapazitäten, die Ermittlung der Flächenbedarfe, das Anordnen der logistischen Flächen sowie die Schnittstellendefinition zwischen CT01 und CT02. Dabei soll die digitale Transformation des Aviation-Network eine zentrale Rolle spielen. Dazu sollen die Prinzipien und Technologien der Industrie 4.0 auf die Luftverkehrslogistik angewendet und auf intelligente Weise mit der verfügbaren Infrastruktur verknüpft. Entsprechend gilt für die Luftverkehrslogistik 4.0, dass autonome, sich situativ selbst organisierende Logistikressourcen (z. B. Fördertechnik) sowie deren Planungs- und Steuerungssysteme (z. B. Buchungssysteme) eingesetzt werden. Technologische Grundlage der Luftverkehrslogistik 4.0 sind cyber-physische Systeme und das Internet der Dinge. Von Bedeutung für die Luftverkehrslogistik sind hier vor allem Auto-ID-Technologien und Wearables in Kombination mit gemeinschaftlich nutzbaren Geschäftsobjekten, deren Metadaten in digitaler Form zur Verfügung stehen (Rohdaten) und von Rechnern leicht weiterverarbeitet werden können.

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    Fraunhofer IML entwickelt “Einkauf 4.0 Check“

    News vom 10.11.2016 von Redaktion (allg.)

    Der Einkauf gehört zu den Unternehmensbereichen, die von den Möglichkeiten der Digitalisierung enorm profitieren können. Viele Unternehmen wissen aber gar nicht, wo genau sie stehen und welche Schritte auf dem Weg zur erfolgreichen Digitalisierung ihrer Einkaufsorganisation erforderlich sind. Ein neues Programm des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik IML soll nun Abhilfe schaffen:

    Mit dem “Einkauf 4.0 Check„ sollen Unternehmen ihre Einkaufsorganisation anhand bestimmter Erfolgskriterien bewerten können. Der Check wertet systematisch qualitative und quantitative Erfolgsfaktoren in den Dimensionen Technologien & Systeme, Organisation & Prozesse, Management & Mensch, Lieferanten, Geschäftsmodelle sowie Controlling & KPIs aus und identifiziert die wesentlichen Handlungsfelder in Bezug auf Industrie 4.0 mithilfe einer Gap-Analyse. Darüber hinaus zieht er relevante KPIs der Einkaufsorganisation zur ganzheitlichen Bewertung heran.

    Das Programm dient somit als Basis für die Erstellung einer individuellen Roadmap für die Umsetzung von Industrie 4.0 im Einkauf.  Der “Einkauf 4.0 Check„ wird auf dem 51. BME-Symposium Einkauf und Logistik vom 9. bis zum 11. November in Berlin vorgestellt und kann dort als mobile Applikation auf Tablets getestet werden.

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    Fraunhofer IML eröffnet Enterprise-Lab-Center

    News vom 30.06.2016 von Redaktion (allg.)

    Ob BMW, Würth, DB Schenker oder Sick – sie alle setzen auf eine neue Form kooperativer Forschung: die „Fraunhofer Enterprise Labs“. Gemeinsam mit Forschern des Fraunhofer IML arbeiten Mitarbeiter aus den Unternehmen vor Ort an konkreten Innovationen. Am 27. Juni wurden nun die neuen Räume für die sog. Think Tanks der angewandten Logistikforschung feierlich eröffnet.

    Die Forschungsschwerpunkte im Enterprise-Lab-Center reichen von innovativer Logistikhardware über Software und Big Data bis hin zu neuen Geschäftsmodellen. Im Gegensatz zur heute üblichen Projektforschung lässt es sich in einem Enterprise Lab deutlich schneller und effizienter forschen, denn Lab-Forschung ist auf Dauer angelegt und beruht auf einem mindestens dreijährigen Vertrag zwischen den Unternehmen und der Fraunhofer-Gesellschaft. Gemeinsamer Grundgedanke ist es, neue, agile und interdisziplinäre Formen kooperativer Forschung und Entwicklung umzusetzen.

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    Fraunhofer IML stellte rollende Transportdrohne vor

    News vom 15.03.2016 von Redaktion (allg.)

    Die Lösung für das Problem: Rollen statt Fliegen. Die Drohne rollt, wenn sie kann und fliegt nur, wenn sie es muss. 3D-gedruckte umlaufende Streben machen die Drohne zum fliegenden Ball – und vor allem zum rollenden. Das runde Gehäuse schützt dabei Mitarbeiter und Rotoren gleichermaßen. Mensch und Drohne können so gefahrlos im gleichen Bereich zusammenarbeiten. »Die rollenden Transportdrohnen führen ihre Aufgaben autonom aus und organisieren sich im Schwarm selbst.

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    Erster Fachtag „Traktion-E“ beim Fraunhofer-Institut LBF

    News vom 04.03.2015 von Redaktion (allg.)

    Am 27. März 2015 veranstaltet das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF erstmals seinen Fachtag „Traktion-E“. Im Fokus stehen Expertenbeiträge aus Industrie und Forschung zum Stand der Technik und zu neuen Entwicklungen bei Batterie und Antrieb von Elektrofahrzeugen. Dabei stellt das Fraunhofer LBF sein neues generator-elektrisches Konzeptfahrzeug „GEV/one“ vor und gibt Einblicke in seinen neuen Systemprüfstand für Traktionsbatterien. Zur Abrundung bieten die Gastgeber den Teilnehmern ein „Fahrerlebnis Elektromobilität“ mit der institutseigenen Forschungsflotte von Elektrofahrzeugen.

    Ein detailliertes Programm und die Online-Anmeldung ist unter www.lbf.fraunhofer.de zu finden. Zum fachlichen Austausch erwartet das Institut Zulieferer, Entwickler und Produzenten von Traktionsantrieben und -batteriesystemen sowie Fahrzeughersteller aus dem Pkw- und Nutzfahrzeugbereich. Die Veranstaltung findet im neuen „Zentrum für Systemzuverlässigkeit /Elektromobilität ZSZ-e“ statt, das am 26. März 2015 auf dem Fraunhofer LBF-Campus in Darmstadt-Kranichstein offiziell eröffnet wird. Für die Projektabwicklung stehen hier mehr als 4000 m2 Nutzfläche, neue Büroarbeitsplätze, diverse Seminar- und Besprechungsräume sowie moderne Prüfanlagen zur Erforschung der Systemzuverlässigkeit zur Verfügung.

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    Professor Alexander Verl: neuer Vorstand bei Fraunhofer

    News vom 03.04.2014 von Redaktion (allg.)

    Ab dem 1. April 2014 tritt Prof. Dr.-Ing. Alexander Verl sein Amt als Vorstand Technologiemarketing und Geschäftsmodelle an. Der Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung IPA wechselt in die oberste Führungsebene der Fraunhofer-Gesellschaft. Das neue Ressort wurde installiert, um weitere Potentiale innerhalb von Fraunhofer zu erschließen – in der Vermarktung von Forschungsleistungen und in der Verwertung von Forschungsergebnissen.

    Prof. Dr.-Ing. Alexander Verl, (1966) startete nach seinem Studium der Elektrotechnik als Entwicklungsingenieur bei Siemens ins Berufsleben. Seine Dissertation zur nichtlinearen Gelenkregelung eines Leichtbauroboters schrieb er am DLR-Institut für Robotik und Systemdynamik. Sein dort erworbenes Wissen nutzte er, und gründete 1997 die AMATEC Robotics, die er acht Jahre als Geschäftsführer und Gesellschafter leitete.

    2005 wurde seine Firma als Tochterunternehmen von der KUKA Roboter GmbH übernommen. Die von ihm maßgeblich entwickelte Inline-Messtechnik für den Karosseriebau ist heute weltweit bei vielen Autobauern im Einsatz. Nach der Selbstständigkeit wurde Verl 2005 Direktor am Institut für Steuerungstechnik der Werkzeugmaschinen und Fertigungseinrichtungen ISW der Universität Stuttgart. 2006 trat er am Fraunhofer IPA die Nachfolge von Prof. Dr.-Ing. Rolf-Dieter Schraft an und leitete das Institut bis zu seinem Wechsel in den Fraunhofer-Vorstand – seit 2011 gemeinsam mit Prof. Dr.-Ing. Thomas Bauernhansl.

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    Stradivari-WMS von ICS erneut vom Fraunhofer IML validiert

    News vom 06.12.2010 von Redaktion (allg.)

    Das Warehouse Management System Stradivari der ICS International AG mit Sitz in Neu-Anspach ist im Oktober 2010 erneut durch das Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik IML validiert worden. ICS unterstreicht mit der Validierung die Funktionsvielfalt seines modularen Warehouse-Management-Systems, das vor allem im Mittelstand als Stand-Alone-Lösung oder in Verbindung mit ERP-Systemen, wie Microsoft Dynamics NAV, zum Einsatz kommt.

    Die Stärken des Systems liegen besonders in der Kommissionierung mit mobiler Datenerfassung und mit Pick by Voice. Der grafische Leitstand und das Echtzeittracking bieten dem Lagerleiter ein echtes Controlling-Instrument.

    Dank Multi-Order-Picking können im Versandhandel mit dem Stradivari WMS mehrere Aufträge parallel abgearbeitet und Kommissionierprozesse wesentlich beschleunigt werden. Die integrierte Versandkontrolle bietet erhöhte Sicherheit im Versand sowie eine Reduzierung von Retouren.

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