Automatiklager: Warum Landguth Heimtiernahrung bereits erweitert
Landguth Heimtiernahrung erweitert sein automatisiertes Distributionszentrum am Standort Niederlangen. Das Unternehmen hat Jungheinrich mit dem Ausbau der Anlage beauftragt. Nach Angaben von Jungheinrich soll die bestehende Fahrzeugflotte im automatischen Schmalganglager um vier weitere automatisierte Schmalgangstapler vom Typ „EKX 516ka“ und acht zusätzliche autonome mobile Roboter vom Typ „arculee M“ ergänzt werden.
Grundlage der Erweiterung ist ein 2024 beauftragtes automatisches Schmalganglager, das 2025 in Betrieb genommen wurde. Laut Mitteilung stößt die Anlage wegen der positiven Geschäftsentwicklung von Landguth bereits kurz nach dem Start an ihre Kapazitätsgrenzen. Die Erweiterung soll deshalb die Durchsatzkapazität erhöhen und zugleich den laufenden Lagerbetrieb nahezu ohne Unterbrechungen aufrechterhalten.
Automatisches Schmalganglager mit 34 Gassen
Das Distributionszentrum in Niederlangen ist als vollautomatisierter Neubau ausgelegt. Das automatische Schmalganglager umfasst 34 Gassen mit 58.152 Stellplätzen. Die Gassen sind 95 Meter lang, die Einlagerungshöhe beträgt 9,70 Meter.
Für die Ein- und Auslagerung im Hochregal setzt Landguth bislang acht automatisierte Schmalgangstapler vom Typ „EKX 516ka“ ein. Die Fahrzeuge werden über Stromschienen mit Energie versorgt. Durch die Erweiterung steigt die Zahl der automatisierten Schmalgangstapler auf zwölf Fahrzeuge.
Acht weitere mobile Roboter geplant
Neben den zusätzlichen Schmalgangstaplern erweitert Jungheinrich auch die Flotte der autonomen mobilen Roboter. Bisher sind acht „arculee M“ im Einsatz. Sie verbinden die Palettenfördertechnik mit dem automatischen Schmalganglager. Die mobilen Roboter transportieren Paletten von der Fördertechnik ins Lager und zurück, navigieren autonom durch die Anlage und laden automatisch zwischen.
Mit den acht zusätzlichen Robotern verdoppelt sich die AMR-Flotte auf 16 Fahrzeuge. Die Erweiterung ist darauf ausgelegt, den Materialfluss zwischen Palettenfördertechnik und Schmalganglager zu erhöhen. Damit reagiert Landguth auf steigende Anforderungen an die Lager- und Distributionsleistung.
Steuerung über Warehouse Control System
Die Fahrzeuge laufen nach Angaben von Jungheinrich im 16/5-Betrieb. Gesteuert werden sie über das Jungheinrich Warehouse Control System. Dieses ist an das kundenseitige Warehouse Management System von Landguth angebunden.
Die Systemarchitektur ist für die Erweiterung im laufenden Betrieb entscheidend. Für ein Distributionszentrum mit kontinuierlicher Lieferverpflichtung muss zusätzliche Technik integriert werden, ohne bestehende Prozesse wesentlich zu unterbrechen. Laut Mitteilung ist die Skalierbarkeit der Anlage daher ein zentrales Merkmal des Projekts.
Ausbau folgt auf Unternehmenswachstum
Landguth reagiert mit dem Ausbau auf das anhaltende Unternehmenswachstum. Die Erweiterung erfolgt nur kurze Zeit nach dem Go-live des automatischen Schmalganglagers. Im Fokus steht eine höhere Durchsatzkapazität, ohne das bestehende Automatisierungskonzept grundlegend zu verändern.
Für Jungheinrich ist der Folgeauftrag ein Beispiel für skalierbare Automatisierung in der Praxis. Die Anlage soll mit zusätzlicher Fahrzeugtechnik erweitert werden, ohne einen Systembruch zu verursachen. Damit setzt Landguth im Distributionszentrum Niederlangen weiter auf eine Kombination aus automatisierten Schmalgangstaplern, autonomen mobilen Robotern, Palettenfördertechnik und übergeordneter Lagersteuerung.

































