Drei Lager, eine automatisierte Einheit

Vollautomatisiertes Gesamtsystem aus drei Hochregallagern – inklusive Neubau und Retrofit

Schneider’s Gemüseland steht seit Generationen für Qualität, Regionalität und nachhaltige Lebensmittelproduktion. Um den steigenden Anforderungen in der Tiefkühllogistik gerecht zu werden, wagte das Familienunternehmen gemeinsam mit LTW Intralogistics den nächsten großen Schritt: den Bau eines neuen Hochregallagers 3 sowie die gleichzeitige Modernisierung der bestehenden Anlagen. Und das bei laufendem Betrieb und bei Temperaturen bis zu −25 °C. Das Ergebnis ist ein nahtlos automatisiertes Gesamtsystem, das Produktion, Lagerung und Versand perfekt miteinander verbindet.

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 Bild: LTW Intralogistics GmbH
Bild: LTW Intralogistics GmbH

Seit über fünf Jahrzehnten steht Schneider’s Gemüseland in Groß-Enzersdorf für Qualität, Regionalität und Verlässlichkeit. Vom Feld bis zur Tiefkühltruhe begleitet das Familienunternehmen seine Produkte auf jedem Schritt – vom Anbau über die Verarbeitung bis zur Lagerung.

Um die steigende Nachfrage nach frischem und tiefgekühltem Gemüse auch künftig zuverlässig bedienen zu können, entschied sich Schneider’s Gemüseland gemeinsam mit LTW für eine umfassende Modernisierung der Intralogistik. Das Ziel: eine vollständig automatisierte, durchgängige Lösung, die Produktion, Lagerung und Versand effizient miteinander vernetzt – und das bei laufendem Betrieb.

Drei Lager, ein System

Schneider’s Gemüseland betreibt seit 2004 ein erstes Hochregallager, das zehn Jahre später durch ein zweites Hochregallager ergänzt wurde. Beide Lager liefen bisher unabhängig voneinander; die Produktion war manuell per Stapler angebunden. Eine Lösung, die funktionierte, aber an ihre Grenzen stieß.

„Wir wollten unsere Prozesse effizienter, sicherer und zukunftsfähiger gestalten“, erklärt Josef Schneider, der das Unternehmen Schneider’s Gemüseland gemeinsam mit seinen Geschwistern Barbara Kargl und Thomas Schneider leitet. „Das neue Hochregallager sollte nicht nur zusätzlichen Platz schaffen, sondern auch eine vollautomatische Verbindung aller Bereiche bilden.“

Mit dem neuen Hochregallager 3 wurde dieses Ziel Realität: eine dreigassige Anlage in Silobauweise mit rund 27.600 Palettenstellplätzen, modernster Fördertechnik und intelligenter Softwaresteuerung. Gleichzeitig wurden die bestehenden Hochregallager über Brücken und Fördertechnik mit der Produktion verbunden. Ein Meilenstein in der Automatisierung des gesamten Betriebs.

Durch die neu geschaffene Verbindung aller Bereiche konnte der Materialfluss optimiert und die Anzahl der Staplerfahrten spürbar reduziert werden.

Präzise Planung unter Minusgraden

Eine der größten Herausforderungen war die Umsetzung im laufenden Betrieb. Weder Produktion noch Einlagerung durften stillstehen. Deshalb wurde das Projekt in drei genau getakteten Phasen realisiert – mit technischer Präzision und perfekt aufeinander abgestimmten Abläufen. Im ersten Schritt erfolgten Bau und Inbetriebnahme des neuen Hochregallager 3 inklusive Vertikalförderer, Verschiebewagen und Versandbahnen. Danach wurde das neue Lager über mehrere Wochen auf −25 °C heruntergekühlt, während parallel das Hochregallager 1 für das Retrofit vorbereitet wurde. In der finalen Phase wurden alle drei Lager, die Produktion und der Versand über ein gemeinsames Fördersystem verbunden. Heute fließen die Warenströme vollautomatisch und ohne manuelle Eingriffe zwischen den Bereichen.

Bestehendes modernisiert, Potenziale erweitert

Retrofit mit Zukunft: Parallel zum Neubau wurde das Hochregallager 1 umfassend modernisiert. Dabei kam das neueste Retrofit-Konzept von LTW zum Einsatz, inklusive kompletter Steuerungstausch, vorverkabelter Schaltschränke und Integration neuer Schnittstellen. Sämtliche mechanischen Komponenten wurden überprüft und bei Bedarf erneuert.

Ein besonderes Augenmerk lag auf der Zuverlässigkeit im Tiefkühlbetrieb: Von der Wartung der Kühltechnik bis zur Vermeidung von Kondensatbildung wurde jedes Detail berücksichtigt. So konnte das bestehende Lager mit minimaler Stillstandszeit technologisch auf den neuesten Stand gebracht werden.

Digitale Innovation und partnerschaftliche Umsetzung

Neben der technischen Umsetzung spielte auch die Digitalisierung eine zentrale Rolle. Schneider’s Gemüseland war Pilotkunde für den neuen LTW Mobile Operator, eine Tablet-basierte Lösung, mit der das Bedienpersonal den Anlagenstatus in Echtzeit einsehen und steuern kann. Dies erhöht die Transparenz, Flexibilität und den Bedienkomfort im Tiefkühlbereich. Die Einführung des Systems war für beide Seiten ein wichtiger Entwicklungsschritt und zeigt, wie partnerschaftliche Zusammenarbeit Innovation fördert. „Mit LTW haben wir seit über 20 Jahren einen Partner, der unsere Abläufe versteht und immer eine Lösung findet – auch dann, wenn es im laufenden Betrieb besonders herausfordernd wird“, erzählt Josef Schneider, Geschäftsführer von Schneider’s Gemüseland. Auch nach Abschluss des Projekts ist Schneider’s Gemüseland überzeugt: Die neue Anlage sorgt für maximale Flexibilität, stabile Prozesse und eine zukunftssichere Lagerlogistik. Eine Investition, die den Familienbetrieb langfristig stärkt.

Fazit: Zukunftssichere Intralogistik aus einer Hand

Mit dem neuen Hochregallager und dem Retrofit des Hochregallagers 1 hat das Unternehmen seine Intralogistik konsequent auf die Zukunft ausgerichtet. Heute sind alle drei Hochregallager und die Produktion vollständig miteinander verbunden – ein automatisiertes System, das Kapazität, Effizienz und Prozesssicherheit vereint. Die Kombination aus modernster Fördertechnik, intelligenter Steuerung und partnerschaftlicher Umsetzung bildet die Grundlage dafür, dass Schneider’s Gemüseland auch in Zukunft effizient, flexibel und nachhaltig produzieren kann. (jak)

Eine Information von LTW Intralogistics

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» Mit LTW haben wir seit über 20 Jahren einen Partner, der unsere Abläufe versteht und immer eine Lösung findet – auch dann, wenn es im laufenden Betrieb besonders herausfordernd wird.

Josef Schneider, Geschäftsführer von Schneider’s Gemüseland

Redaktion (allg.)

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· Artikel im Heft ·

Drei Lager, eine automatisierte Einheit
Seite 20 bis 21
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