Neue Lamarr-Direktorin: Was Alice Kirchheim für die Intralogistik erforscht

Autonome Fahrzeuge, dynamische Lagerprozesse und lernende Systeme stehen im Mittelpunkt ihrer Arbeit. Die Leiterin des Fraunhofer IML übernimmt nun eine weitere Funktion in der deutschen Forschung zu Künstlicher Intelligenz.

Alice Kirchheim verantwortet am Lamarr-Institut bereits den Forschungsbereich Planning & Logistics und gehört künftig auch dem Direktorium an. (Quelle: Fraunhofer IML)
Alice Kirchheim verantwortet am Lamarr-Institut bereits den Forschungsbereich Planning & Logistics und gehört künftig auch dem Direktorium an. (Quelle: Fraunhofer IML)

Alice Kirchheim rückt ins Direktorium des Lamarr-Instituts

Prof. Dr.-Ing. Alice Kirchheim ist in das Direktorium des Lamarr-Instituts für Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz berufen worden. Die Leiterin des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik IML und des Lehrstuhls für Förder- und Lagerwesen an der Technischen Universität Dortmund folgt nach Angaben des Instituts auf Michael ten Hompel. Kirchheim soll ihre Forschungsschwerpunkte zu autonomen Systemen und zur Planung mit Künstlicher Intelligenz in die Leitung des Forschungsinstituts einbringen.

Fokus auf Planung und Steuerung

Kirchheim beschäftigt sich wissenschaftlich mit der Frage, wie Künstliche Intelligenz die Planung und Steuerung komplexer intralogistischer Systeme unterstützen kann. Zu den Anwendungsfeldern zählen etwa autonome Fahrzeuge für den Transport von Bauteilen in Fabriken und Lager, deren Abläufe an schwankende Bestellmengen angepasst werden.

Ihre Arbeit verbindet nach Angaben des Lamarr-Instituts Informatik, technische Logistik und industrielle Praxis. Seit 2024 leitet Kirchheim das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML sowie den Lehrstuhl für Förder- und Lagerwesen an der Technischen Universität Dortmund. Im Lamarr-Institut verantwortet sie bereits als Area Chair den Forschungsbereich Planning & Logistics.

Reale Logistiksysteme als Forschungsumgebung

Eine Rolle in der Forschungsarbeit spielen reale Warenlager, Produktionsumgebungen und Lieferketten. Sie dienen als Anwendungsfelder für lernende Systeme. Dabei geht es laut der Mitteilung neben der Leistungsfähigkeit der Künstlichen Intelligenz auch um Zuverlässigkeit, einen ressourcenschonenden Betrieb und die Anpassung an veränderte Bedingungen.

Damit fließen Anwendungsbedingungen aus der Logistik in die Forschung des Lamarr-Instituts ein. Die Forschung soll Methoden der Künstlichen Intelligenz mit konkreten Anforderungen komplexer Logistiksysteme verbinden und unter realen Bedingungen untersuchen.

Vier Mitglieder im Direktorium

Kirchheim arbeitet im Leitungsgremium künftig mit Prof. Dr. Jakob Rehof von der Technischen Universität Dortmund, Prof. Dr. Stefan Wrobel von der Universität Bonn und Prof. Dr. Christian Bauckhage von der Fraunhofer-Gesellschaft zusammen.

Getragen wird das Lamarr-Institut von der Technischen Universität Dortmund, der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn sowie dem Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS in Sankt Augustin und dem Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML in Dortmund. Das Institut wird im Rahmen der Strategie der Bundesregierung für Künstliche Intelligenz durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt sowie das Land Nordrhein-Westfalen dauerhaft gefördert.

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