SRA-Kranbaukasten von J. Schmalz

In Bereich der Handhabungstechnik ist die J. Schmalz GmbH vor allem durch ihre Vakuum-Hebegeräte bekannt. Da deren Leistungsfähigkeit auch vom zugehörigen Kransystem abhängt, entwickelt der Hersteller aus Glatten seit dem Jahr 2008 solche Anlagen (u. a. Schwenkkrane) auch selbst. Seit 2011 gehören Kettenzüge ebenfalls zum Programm. Damit erhält der Anwender eine komplette Materialflusslösung aus einer Hand. Für große Arbeitsbereiche eignen sich Krananlagen aus dem SRA-Baukasten (Schmalz Rail Aluminium) besonders gut. Sie basieren auf einem Aluminiumprofil, das in fünf Baugrößen und in Einzellängen bis zu 8 m angeboten wird. Die Profile können sowohl für die Kranbahnen als auch für den Kranträger verwendet werden und sind trotz kompakter Abmessungen und geringem Eigengewicht sehr widerstandsfähig gegen Durchbiegung und Torsion.

Foto: J. Schmalz
Foto: J. Schmalz

Ein weiteres Bauteil ist der Transporthänger, der mit speziellen Leichtlaufrollen ausgestattet ist. Er nimmt die Hebezeuge (z. B. Kettenzug, Seilbalancer oder Vakuum-Schlauchheber) auf und verfährt sie in der Kranschiene. Zum Komplettsystem gehören außerdem Leitungswagen zur Befestigung der Energieversorgung (Strom, Druckluft oder Vakuum), Endanschläge zur Begrenzung und Einstellung des Verfahrbereichs sowie Verschlussplatten und Befestigungselemente. Installiert werden die Krane über starre oder höhenverstellbare Abhängungen an einer Decken- oder Portalkonstruktion. Der Baukasten ermöglicht die Auslegung als Einträger-, Zweiträger- und Einschienenbahn-Krananlage. Bei Bedarf lassen sich innerhalb einer Anlage auch mehrere Kranträger einsetzen. Mithilfe von Schienenverbindern können Kranbahnen beliebig verlängert und der Arbeitsbereich vergrößert werden. So lassen sich beispielsweise größere Versand- und Kommissionierbereiche mit mehreren Vakuum-Schlauchhebern in einem Kransystem abdecken.

Für beengte Raumverhältnisse bietet das SRA-System verschiedene Lösungen. Durch die alternative Befestigung des Kranträgers in Höhe der Kranbahnen lassen sich z. B. niedrige Raumhöhen kompensieren und Störkonturen, hervorgerufen durch Deckenträger oder Hallensäulen, können mit einem Teleskop-Ausleger umgangen werden. Zur Energiezuführung dient eine Schleifleitung. Die Schmalz-Conductor-Line SCL versorgt sämtliche per Kran mitgeführten Geräte, wie Kettenzug oder Vakuum-Hebegerät, mit Strom. Im Vergleich zur Energiezuführung per Schleppkabel entfallen damit Kabelbahnhof und störende Kabelschlaufen.

 

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