Posital erweitert Portfolio um batterielose Multiturn-Encoder für sicherheitskritische Anwendungen
Grundlage der Positionsmessung sind zwei Permanentmagnete, die sich mit leicht unterschiedlichen Geschwindigkeiten drehen. Je ein Hall-Effekt-Sensor überwacht ihre Drehposition. Ein integrierter Mikrocontroller kombiniert die Signale nach dem Nonius-Prinzip und ermittelt daraus Winkelverschiebung und Drehzahl.
Die Auflösung beträgt nach Angaben des Unternehmens 13 Bit pro Umdrehung, die Genauigkeit ± 0,8 Grad. Der Multiturn-Messbereich umfasst bis zu 35 Umdrehungen. Die aktuelle Position und die Zahl der Umdrehungen ermittelt das System in Echtzeit aus der Ausrichtung der Magnete.
Multiturn-Erfassung ohne Pufferbatterie
Das magnetische Messprinzip ermöglicht laut Posital eine Positionsbestimmung auch dann, wenn sich die Welle während eines Stromausfalls gedreht hat. Eine Pufferbatterie, mit der herkömmliche Zählsysteme bei unterbrochener Stromversorgung weiterarbeiten können, ist dafür nicht erforderlich.
Damit entfällt eine Komponente, die während der Betriebsdauer gewartet oder ausgetauscht werden müsste. Das ist insbesondere für Anwendungen relevant, bei denen die Encoder schwer zugänglich verbaut sind oder über lange Zeiträume betrieben werden.
Safety-Version erreicht Performance Level d
Die Safety-Ausführung ist nach Angaben des Herstellers gemäß EN ISO 13849 mit Performance Level d zertifiziert. Daneben bietet Posital eine nicht zertifizierte Variante an, die auf demselben Messprinzip basiert und über redundante Ausgänge verfügt.
Bei dieser Ausführung können Maschinenbauer die Steuerung so programmieren, dass sie die Signale beider Ausgänge mit hinterlegten Daten zur erwarteten Maschinenbewegung abgleicht. Dazu kann beispielsweise die Stromaufnahme eines Motors herangezogen werden. Erkennt die Steuerung bei einer solchen Plausibilitätsprüfung eine Abweichung, kann sie die Bewegung stoppen.
Wellenlose Bauform für kompakte Integration
Beide Varianten besitzen ein faserverstärktes Gehäuse aus Polybutylenterephthalat-Kunststoff. Die Kit-Encoder sind wellenlos ausgeführt und werden um die rotierende Welle einer Maschine oder eines Motors montiert.
Für die Datenübertragung unterstützen die Geräte eine asynchrone RS485-Kommunikation mit wählbaren Baudraten. Die redundanten DCR-Versionen verfügen über einen vierpoligen M12-Stecker. Für die DCS-Safety-Ausführungen nennt Posital Schnittstellen für gängige Industriestecker.

































