Optimierung der Bodenabfertigung von Raumfahrt-Nutzlasten

Schwerlasträder von Blickle transportieren empfindliche Satellitenkomponenten sicher

Bevor Satelliten ins Weltall abheben, werden sie am Boden einem gründlichen Check unterzogen. Spezialist auf diesem Gebiet ist die italienische Airworks. Um die Handhabung von Satellitengeräten zu optimieren, holte sich das Ingenieurbüro Unterstützung aus dem schwäbischen Rosenfeld. Schwerlasträder und -lenkrollen von Blickle sorgen jetzt dafür, dass die empfindlichen Komponenten unter Einhaltung strenger Vorschriften sicher zum Bestimmungsort gelangen.

Airworks Srl mit Hauptsitz in Gorizia ist ein unabhängiges Ingenieurbüro für innovative Systeme. Durch die Kombination von Design, Engineering, Tests und Prototypenfertigung entwickeln sie herausragende Technologien für Astronomie, Raumfahrt, Verteidigung, Luftfahrt und andere anspruchsvolle Anwendungsbereiche. Das Unternehmen besitzt Know-how in den Bereichen Mechanisches Design, Mechatronik, Strukturtechnik, Vibrations- und Akustiktechnik, Wärmetechnik, sowie der Modellierung komplexer physikalischer Probleme für das Design neuer Technologien. In der europäischen Raumfahrtindustrie hat sich Airworks einen Namen als Konstrukteur und Hersteller von elektromechanischen Systemen für die Handhabung, den Transport und die Bodenprüfung von Satelliten und Raumfahrtnutzlasten gemacht.

Für den Transport von Satellitenkomponenten suchten die Italiener eine geeignete Lösung. „Die Bodenabfertigung von Raumfahrt-Nutzlasten ist ein vermeintlich einfacher Vorgang. Allerdings müssen wir mehrere technische Aspekte berücksichtigen“, sagt Stefano Picinich, CEO und Projektmanager bei Airworks. Die meisten Bewegungen werden manuell und auf engstem Raum ausgeführt. Dies erfordert einen sehr niedrigen Anfahr- und Rollwiderstand von Rädern, um die Zahl der beteiligten Mitarbeiter zu minimieren. „Darüber hinaus müssen Reinraumbedingungen eingehalten und Bodenbeschaffenheiten berücksichtigt werden. Alle Räder sollen leicht zu reinigen sein und aus zugelassenen Materialien bestehen, die die Bodenoberfläche nicht beschädigen“, beschreibt Marco Tarnold, Produktionsmanager bei Airworks, die Anforderungen.

Mit dem Motto „Be on the safe side“ und dem Anspruch einer der zuverlässigsten Ingenieure in seinem Segment zu sein, fiel es Airworks leicht Blickle als Lieferanten für die zu entwickelnden Räder auszuwählen. Da Airworks bereits gute Erfahrungen mit Blickle-Produkten in anderen Anwendungen gemacht hatte, war der Kontakt schnell hergestellt. „Blickle war unser bevorzugter Lieferant“, bringt es Stefano Picinich auf den Punkt. Die Räder- und Rollenspezialisten fanden nach eingehender Analyse schnell Lösungen für zwei Anwendungen. In Projekt Nummer eins ging es darum, einen von Airworks entwickelten Container mobil zu machen, der Satellitengeräte transportiert. Dieses Raumfahrt-Transportsystem namens „SARah“ kann eine Gesamtlast von bis zu 20 Tonnen haben. Blickle schlug den Einsatz des Schwerlastrads vom Typ GB 506/80K vor. Dieses ist mit dem hochwertigen Polyurethan-Elastomer Blickle Besthane mit Belagshärte 92 Shore A ausgestattet. Der Radkörper besteht aus einem robusten Grauguss.

Für die Montage der EnMAP-Satellitenspektrometer-Baugruppe hat Airworks einen speziellen Dreh-Hebewagen entwickelt, der in einem Reinraum der Stufe ISO5 betrieben werden kann. Um ihn sicher zu bewegen, waren Räder gefordert, die die Gesamtlast von 2.700 Kilogramm zuverlässig aufnehmen und über einen Brems- und Richtungsfeststeller verfügen. Diese Eigenschaften erfüllt die Schwerlast-Doppellenkrolle LSD-SPO 200K von Blickle. Der besonders schwere Radkörper aus Polyamid ist äußerst bruchfest und widerstandsfähig. Darüber hinaus zeichnet sich die Doppellenkrolle durch einen geringen Rollwiderstand und Verschleiß aus. Die robuste Stahlschweißkonstruktion des Gehäuses besitzt ein leichtgängiges Axial-Rillenkugellager. Für zusätzliche Stabilität sorgt ein eingeschweißter und gesicherter Mittelbolzen. Die Gehäuse-Oberfläche ist galvanisch verzinkt und emissionsfrei.

Die Entscheidung für Blickle hat sich aus Sicht von Airworks ausbezahlt. „Der Container lässt sich ergonomisch und mit geringem Personalaufwand in die gewünschte Position manövrieren“, beschreibt Marco Tarnold von Airworks. Sehr zufrieden ist er auch mit den Schwerlast-Doppellenkrollen für den Hubwagen. „Wir sind in der Montage der Satellitenkomponenten deutlich flexibler geworden“, sagt Stefano Picinich. Der Hubwagen lässt sich mit geringem Kraftaufwand bewegen, die einfach zu bedienende Feststellbremse sorgt für die erforderliche Sicherheit, und die Blickle-Lösung erfüllt die Reinraumvorgaben.

 

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