Vahle stellt optisches Positionierungssystem „Apos Optic 2.0“ mit nur einer Kamera vor
Die wesentliche technische Änderung betrifft die optische Positionserfassung. Während die bisherige Systemgeneration zwei Kameras benötigt, kommt „Apos Optic 2.0“ mit einer einzigen Kamera aus. Möglich wird dies nach Herstellerangaben durch ein vergrößertes Sichtfeld.
Durch den veränderten Aufbau konnte Vahle das Gehäuse des Lesekopfs schmaler gestalten. Die kompaktere Bauform soll insbesondere die Integration in bestehende Anlagen erleichtern. Gleichzeitig bietet das größere Sichtfeld nach Angaben des Unternehmens zusätzliche Möglichkeiten bei der Auslegung und Positionierung des Systems.
Das optische Positionierungssystem wird Vahle zufolge bereits seit mehreren Jahren in unterschiedlichen industriellen Anwendungen eingesetzt. Dazu gehören die Positionierung von Fahrzeugen, Fördermitteln und automatisierten Transportsystemen. Mit der neuen Generation entwickelt der Hersteller die Technologie für aktuelle Anforderungen in der Automatisierung, Intralogistik und Fördertechnik weiter.
Industrielle Schnittstellen für die Steuerungsanbindung
Für die Kommunikation mit übergeordneten Automatisierungs- und Steuerungssystemen unterstützt „Apos Optic 2.0“ die Schnittstellen RS485, SSI und Profinet. Damit stehen unterschiedliche Möglichkeiten zur Einbindung der Positionierungstechnik in industrielle Steuerungsarchitekturen zur Verfügung. Zusätzlich verfügt das System über eine USB-Diagnoseschnittstelle. Diese ist für die Inbetriebnahme und Diagnose vorgesehen.
Abwärtskompatibilität erleichtert Modernisierung
Ein weiterer Schwerpunkt der Neuentwicklung liegt auf der Integration in bestehende Anlagen. „Apos Optic 2.0“ ist laut Vahle abwärtskompatibel zur bisherigen Systemgeneration. Dadurch können beide Generationen innerhalb einer Anlage gemeinsam betrieben werden.
Für Anlagenbetreiber ergibt sich daraus die Möglichkeit, vorhandene Positionierungssysteme schrittweise auszutauschen. Ein vollständiger Ersatz der bestehenden Installation ist nach Herstellerangaben für die Umstellung nicht erforderlich.
Während der Übergangsphase bleibt die erste Generation weiterhin verfügbar. Sie kann sowohl für den Ersatzteilbedarf als auch zur Erweiterung bestehender Anlagen eingesetzt werden. Damit können Betreiber ihre vorhandene Infrastruktur zunächst weiter nutzen und die neue Positionierungstechnik schrittweise integrieren.
Umstellung auf neue Generation bis Ende 2028
Für den Übergang zwischen den beiden Systemgenerationen nennt Vahle einen konkreten Zeitrahmen. Die Umstellung auf „Apos Optic 2.0“ soll spätestens zum 31. Dezember 2028 erfolgen.
Bis zu diesem Zeitpunkt bietet das Unternehmen die bisherige Generation „Apos Optic 1.0“ zu reduzierten Konditionen an. Damit soll die Versorgung bestehender Anlagen während der Umstellungsphase unterstützt werden.
Erstmals öffentlich präsentieren will Vahle die neue Systemgeneration auf der Automatisierungsmesse SPS, die vom 24. bis 26. November 2026 in Nürnberg stattfindet. Dort sollen die technischen Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten des überarbeiteten Positionierungssystems vorgestellt werden.

































