Offene Logistiknetze erhöhen die Bedeutung standardisierter Ladungsträger
Nach Angaben von EPAL reichen gemeinsame digitale Datenformate allein nicht aus, um Waren ohne Systembrüche zwischen verschiedenen Transport-, Lager- und Fulfillmentstrukturen zu bewegen. Ebenso erforderlich seien standardisierte physische Schnittstellen, damit Ladungsträger in unterschiedlichen Logistiknetzen eingesetzt werden könnten. „Je stärker Logistikleistungen miteinander verknüpft werden, desto wichtiger werden gemeinsame Standards. Unternehmen müssen ihre Waren auch künftig problemlos zwischen unterschiedlichen Herstellern, Händlern, Logistikdienstleistern und Lagerstandorten bewegen können“, sagt Suzane Giurlando, Geschäftsführerin von EPAL Deutschland.
Offene Standards stärken resiliente Lieferketten
Mit weltweit mehr als 670 Millionen EPAL-Europaletten im Umlauf steht Unternehmen ein etablierter, unternehmensübergreifend nutzbarer Ladungsträger zur Verfügung. Einheitliche Abmessungen, verbindliche Qualitätsanforderungen und die Kompatibilität mit unterschiedlichen Lager- und Fördersystemen ermöglichen den Einsatz über Unternehmens- und Systemgrenzen hinweg.
EPAL-Europaletten können unabhängig davon eingesetzt werden, welches Unternehmen eine Ware produziert, transportiert, lagert oder verkauft. Im offenen EPAL-Palettenpool werden sie getauscht, wiederverwendet und bei Bedarf durch lizenzierte Betriebe fachgerecht repariert. Unternehmen können dadurch unterschiedliche Logistikpartner, Transportwege und Lagerstandorte miteinander kombinieren, ohne auf ein geschlossenes Ladungsträgersystem angewiesen zu sein.
PPWR bestätigt die Bedeutung offener Mehrwegsysteme
Ab dem 12. August 2026 beginnt die Anwendung der europäischen Verpackungsverordnung PPWR. Für Paletten müssen dann unter anderem die Anforderungen der Artikel 5 bis 12 erfüllt und durch eine EU-Konformitätserklärung nachgewiesen werden. EPAL hat das erforderliche Konformitätsbewertungsverfahren durchgeführt und eine EU-Konformitätserklärung für neue und gebrauchte EPAL-Europaletten vorgelegt. Die Erklärung bestätigt laut EPAL auch, dass EPAL-Europaletten wiederverwendbare Transportverpackungen sind. Mit dem offenen EPAL-Palettenpool besteht ein Wiederverwendungssystem, das den Anforderungen der PPWR an offene Kreislaufsysteme entspricht. Verwender können die EU-Konformitätserklärung gegenüber Kunden und Vertragspartnern als Nachweis einsetzen.
Offenheit verbindet Effizienz und Kreislaufwirtschaft
Gemeinsame Standards erleichtern die Zusammenarbeit in zunehmend vernetzten Lieferketten. Ihre unternehmensübergreifende Nutzbarkeit erhält zugleich die Wahlfreiheit der Marktteilnehmer. Durch Tausch, Wiederverwendung und Reparatur bleiben EPAL-Europaletten über viele Umläufe hinweg im Einsatz und reduzieren den Bedarf an neuen Ladungsträgern. „Das EPAL-System verbindet drei zentrale Anforderungen moderner Lieferketten: effiziente Prozesse, flexible Partnerwahl und Kreislaufwirtschaft“, so Giurlando. „Damit bietet es Unternehmen eine verlässliche Grundlage für die Logistik in offenen und zunehmend vernetzten Strukturen.“






























