Melkus Mechatronic maximiert Flottenflexibilität durch AGV mit wechselbarer Lastaufnahme

Das Unternehmen Melkus Mechatronic hat sein Paletten-FTF „Melkus G130 3.0“ überarbeitet. Nach Angaben des österreichischen Herstellers betrifft das Redesign vor allem Batteriekonzept, Sensorik und Fahrzeugaufbau. Ziel sei eine höhere Flexibilität im Flottenbetrieb sowie eine bessere Verfügbarkeit bei Wartung und Ausfall einzelner Komponenten.

Der „Melkus G130 3.0“ als zukunftssicheres Power-AGV mit einem modularen Konzept: Antriebseinheit und Ladungsträger können getrennt werden. (Bildquelle: Melkus Mechatronic)
Der „Melkus G130 3.0“ als zukunftssicheres Power-AGV mit einem modularen Konzept: Antriebseinheit und Ladungsträger können getrennt werden. (Bildquelle: Melkus Mechatronic)

Für das Modelljahr 2026 hat Melkus Mechatronic das „Melkus G130 3.0“ mit einem neuen Batteriekonzept ausgestattet. Kontaktloses Laden und eine erhöhte Batteriekapazität sollen einen Betrieb bis zu einer gesamten Schicht ohne Ladepause ermöglichen. Zusätzliche Sensorik soll außerdem schnelle Fahrbewegungen in unterschiedlichen Ausrichtungen unterstützen.

Antriebseinheit wird von Lastaufnahme getrennt

Kern des Redesigns ist die Trennung von Antriebseinheit und Lastaufnahmemittel. Wie bisher nutzt das FTF vier Drehschemel. Diese sind nun rautenförmig unter der Antriebseinheit platziert. Zusammen mit der radindividuellen Ansteuerung durch die Fahrzeugsoftware soll das Fahrzeug auch bei schwerer Last flächenbeweglich bleiben.

Unter dem Lastaufnahmemittel sind laut Hersteller lediglich Laufrollen verbaut. Dadurch entsteht eine autarke Antriebseinheit, die sich mit unterschiedlichen Lastaufnahmen koppeln lässt.

Standard mit Niederhub-Gabel

Im Standard verfügt der „Melkus G130 3.0“ über eine Niederhub-Gabel mit 1.300 Millimeter Länge und 150 Millimeter Hub. Diese Lastaufnahme lasse sich an eine andere Antriebseinheit desselben Modells montieren. Damit könne das System auch für Ladung genutzt werden, die nicht palettenförmig ist, sofern entsprechende Lastaufnahmemittel vorgesehen sind.

Der Wechsel der Lastaufnahme kann durch Instandhaltungspersonal in der eigenen Werkstatt erfolgen. Ein automatisierter Wechsel durch das Fahrzeug selbst sei geplant, aber noch nicht umgesetzt.

Reservekonzept soll einfacher werden

Die modulare Bauweise soll auch die Betriebssicherheit verbessern. Statt eines vollständigen Fahrzeugs müsse als Reserve nur eine Antriebseinheit vorgehalten werden. Dadurch sollen sich Stillstandzeiten bei Ausfall eines AGV reduzieren lassen.

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