Marktbefragung in Logistik, Produktion und Montage

Noch viel Optimierungspotenzial bei der Energieversorgung von FTS und Co.

Automatisierte Fahrzeuge wie Fahrerlose Transportsysteme (FTS) sind inzwischen fester Bestandteil der Lager- und Produktionsprozesse – Tendenz steigend. Zu diesem Ergebnis kommt eine gemeinsame Marktstudie der Logistikberatung Prolog-Team und der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen. Gleichzeitig werde die Energieversorgung der Fahrzeuge eher stiefmütterlich behandelt. Hier liegen der Studie zufolge große Optimierungspotenziale in puncto Effizienz und Produktivitätssteigerung.  

Verschenktes Potenzial: Rund 35 Prozent der Unternehmen kennen die Dauer ihrer Ladevorgänge nicht.
Verschenktes Potenzial: Rund 35 Prozent der Unternehmen kennen die Dauer ihrer Ladevorgänge nicht.

Der Trend sei eindeutig: In der Intralogistik nimmt die Automatisierung von Prozessen stetig zu. Der aktuellen Studie von Prolog-Team zufolge werden klassische Flurförderzeuge (FFZ) wie Stapler und Handhubwagen nach wie vor am häufigsten eingesetzt. Überraschend sei jedoch der hohe Anteil an automatisierten Fahrzeugen, wie FTS und autonomen mobilen Robotern (AMR), von insgesamt über 40 Prozent. Der Automatisierungsgrad der intralogistischen Prozesse sei damit bereits auf einem beachtlichen Niveau.

Potenzial der Lithium-Ionen-Batterie bleibt ungenutzt

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Die Energieversorgung der Elektrofahrzeuge erfolge überwiegend durch Lithium-Ionen-Batterien. Und die Mehrzahl derjenigen, die derzeit andere Technologien einsetzen, plane, künftig umzurüsten oder die leistungsstarke Batterie neu anzuschaffen. Als Gründe werden eine längere Lebensdauer, ein niedriger Wartungsaufwand, geringes Gewicht und reduzierte Betriebskosten sowie die Möglichkeit zur Zwischenladung genannt. Dennoch konnte ein Drittel der Befragten keine Angaben zu den verwendeten Batterien machen. Demnach setzen sich viele Unternehmen nicht mit der Energieversorgung ihrer Transportsysteme auseinander.

Ladeprozesse sind häufig nicht effizient

Interessante Erkenntnisse lieferte laut Prolog-Team auch der Blick auf den Ladevorgang. Ein Drittel der Befragten gab an, dass der Ladevorgang mehr als eine Stunde dauere, ein weiteres Drittel hatte die Länge des Ladevorgangs noch gar nicht ermittelt. Besonders auffallend: Überwiegend würden die Fahrzeuge nach Schichtende aufgeladen oder sogar erst dann, wenn die Energie aufgebraucht ist. Die Folge: Fahrzeuge stehen länger still und es drohen Produktionsausfälle. Umso bedeutsamer seien robuste, automatisierte Ladeprozesse, die ein In-Process-Charging ermöglichen und einen wartungsfreien Betrieb garantieren. Dies lasse sich mit induktiven Punktladesystemen erreichen, die eine hohe Versorgungssicherheit bieten. Sie hätten deutliche Vorteile gegenüber traditionellen Ladesystemen mit Schleifkontakten oder Ladekabeln. Deren Wartungskosten seien zwar nicht unerheblich, wurden aber von fast 80 Prozent der Studienteilnehmer nicht erfasst oder waren nicht bekannt. Auch für diesen Bereich zeigt die Studie deutliche Lücken im Energie- und Logistikmanagement auf. Festzuhalten bleibe: Bisher verpasse ein Großteil der Unternehmen die Gelegenheit, die eigene Produktivität durch die Optimierung der Ladeprozesse zu steigern.

Für die Studie wurden rund 50 überwiegend große und mittelständische Unternehmen aus der Industrie, dem Handel und dem Dienstleistungssektor befragt. Prolog-Team wertete die Ergebnisse gemeinsam mit der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen aus. Bei der inhaltlichen und fachlichen Ausgestaltung unterstützte Wiferion, der Anbieter von Lösungen zur kabellosen Energieversorgung von industriellen E-Fahrzeugen.

Weitere Informationen zur Studie finden Sie hier...

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