Industrie 4.0 – Digitale Assistenzsysteme im Testbetrieb

Wie verändert sich die Arbeitswelt von Produktions- und Servicemitarbeiter in der smarten Fabrik der Zukunft? Welche Technologien kommen zum Einsatz? Einige Antworten liefert das Forschungsprojekt „Assist 4.0“, das unter der Leitung der Knapp AG in Zusammenarbeit mit AVL List, Evolaris next Level, Infineon Technologies Austria, Paris-Lodron-Universität Salzburg, Research Studios Austria Forschungsgesellschaft, XiTrust Secure Technologies und Nexxacon durchgeführt wird.

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Nach 18 Monaten kollaborativer Forschungs- und Entwicklungstätigkeit gibt es jetzt ein testfähiges Zwischenergebnis: den Demonstrator 1 – erprobt wird dieser bei Intralogistik-Anlagen von Knapp, anhand der Halbleiterherstellung im Reinraum bei Infineon Technologies Austria und am Beispiel Automobilindustrie in Verbindung mit AVL List. Die Anwendungen fokussieren auf die Bereiche Störfallbehebung, Wartung und Fernwartung. Bei den drei Industriepartnern werden Produktionsmitarbeiter bei der Behebung von Störfällen durch kontextsensitive Informationen unterstützt. Situationsabhängig werden dabei entweder Tablets oder, sofern beide Hände des Mitarbeiters frei bleiben müssen, Datenbrillen oder Smartwatches zur Informationsvisualisierung eingesetzt. Die Steuerung der Anwendung erfolgt je nach Anforderung multimodal durch Touch, Sprachbefehl und zukünftig in Form von Gestensteuerung.

Assist 4.0 stellt die richtige Information zur richtigen Zeit in der richtigen Qualität am richtigen Ort zur Verfügung. Die Inhalte werden dabei kompakt und abgestimmt auf das jeweilige mobile Endgerät aufbereitet und in multimedialer Form mit Texten, Bildern oder Videos angeboten. Die Anleitung zur Problemlösung wird Schritt-für-Schritt dargestellt. Ermöglicht wird diese Aufbereitung der Inhalte durch eine Middleware, die Daten von bestehenden Systemen, wie beispielsweise ERP-Systeme, mit mobilen Endgeräten zusammenführt.

Zudem können Mitarbeiter während des Einsatzes mit dem Assistenzsystem ihr Wissen und ihre Erfahrungen multimedial dokumentieren. Erstellte Fotos, Videos sowie Text- oder Sprachnotizen werden bei vergleichbaren Einsätzen als Unterstützung angeboten.

Die Laufzeit beläuft sich auf 30 Monate und das Projektvolumen auf rund 3 Mio. € Euro, welches über das FFG-Programm Produktion der Zukunft mit 1,8 Mio. € gefördert wird. Bis Juni 2016 soll der Demonstrator um weitere Features erweitert werden.
 

 

 

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