Höchstes Lager in Polen

Amica investiert in Neubau

In Wronki hat der Hausgerätehersteller Amica S.A. eigenen Angaben zu Folge das höchste Hochregallager in Polen und zugleich eines der größten seiner Art in ganz Europa in Betrieb genommen.

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Rund 60 Millionen polnische Zloty (etwa 14 Millionen Euro) investierte Amica in das neue, vollautomatische Hochregallager, das Anfang September dieses Jahres eröffnet und in Betrieb genommen wurde. Gelagert werden sowohl Großprodukte – Einbauherde, Waschmaschinen, Geschirrspüler, Waschtrockner – als auch Kleinprodukte wie Kochfelder oder Dunstabzugshauben.

45 Meter hohe Regalbediengeräte

Im dem fünfgassigen Lager mit einer Länge von 136 Metern und 44 Metern Breite verteilen sich 25.760 Palettenstellplätze. Es verfügt über Lagerkapazitäten für rund 230.000 Elektrogeräte. Im Zentrum der Anlage stehen fünf doppelsäulige Regalbediengeräte (RBG) des Typs „MTwin“ von Kardex Mlog mit zweifachem, doppelttiefen Lastaufnahmemittel und einer Höhe von über 45 Metern. Darüber hinaus gehörten die Paletten-Fördertechnik sowie die Materialflusssteuerung und das Lagerverwaltungssystem zum Lieferumfang.

Die RBG verfügen über jeweils zwei Lastaufnahmemittel mit einer Tragfähigkeit von 2 x 550 Kilogramm für die zweifachtiefe Lagerung. Großprodukte, wie zum Beispiel Einbauherde, werden als lose Pakete mit vier, acht oder zwölf Produkten auf Paletten bewegt. Kleinprodukte, wie Kochfelder, Dunstabzugshauben oder Ersatzteile, können in Stapeln mit von über zehn bis zu einigen Dutzend Stück gepackt, vorausgesetzt, die begrenzenden äußeren Abmessungen der Ladung werden eingehalten.

18 Kombinationen pro RBG

Bei Spielzahlen von etwa 18 Kombinationen pro RBG, bei denen die Paletten ein- und ausgelagert werden, ergibt sich damit eine hohe Systemleistung von 160 Paletten (Auslagerung) und 120 Paletten (Einlagerung) pro Stunde. Die Steuerung der RBG erfolgt über den Materialflussrechner und die Lagerverwaltung im Kardex Mlog Control Center MCC mit Anbindung an das unternehmensseitige SAP. Der über das SAP zur Verfügung gestellte Artikelstamm wird im MCC um interne Eigenschaften erweitert und für die Steuerung des Materialflusses angepasst. Die Anbindung erfolgt unter anderem über die Schnittstelle LE-IDW „Integration of a Decentralized Warehouse Management System“. Zusätzlich zum automatischen Lager wurden noch manuelle Regallager und Blockbereiche in der Kommissionierung und Verladung in den Rechner integriert.

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