Bis zu 25 Nm und deutlich leiser: Diese Getriebefamilie setzt auf zwei Spezialkonzepte
Planetengetriebe für vielfältige Antriebskonzepte
Faulhaber bietet mit der Getriebefamilie „GPT“ modulare Planetengetriebe für unterschiedliche Anforderungen in der Antriebstechnik an. Nach Angaben des Unternehmens lassen sich die Getriebe flexibel mit verschiedenen Motoren des Standardsortiments kombinieren. Dazu zählen unter anderem Motoren der BXT-Familie sowie bürstenlose Gleichstromantriebe. Bei der Entwicklung wurden die Getriebe insbesondere auf die Gleichstromantriebe der GXR/SXR-Familie abgestimmt. Dadurch können Encoder, Motor und Getriebe ohne zusätzliche Verbindungselemente zu kompakten Antriebseinheiten kombiniert werden.
Hohe Drehmomente auf engem Bauraum
Die Getriebebaureihe wurde laut Hersteller für hohe Drehmomente ausgelegt. Bis zu sechs Planeten pro Stufe ermöglichen eine kompakte Bauweise bei gleichzeitig hoher Leistungsdichte. Die Planetengetriebe bestehen aus gehärtetem Edelstahl und verfügen über durchgängig geschweißte Verbindungen zur Übertragung hoher Kräfte.
Die Getriebe werden in Durchmessern von 14 bis 42 Millimetern angeboten und fallen nach Unternehmensangaben kürzer aus als vergleichbare Modelle gleichen Durchmessers. Sie sind für dauerhafte und abrupte Lastwechsel ausgelegt. Die Serie „42 GPT“ erreicht intermittierende Drehmomente von bis zu 25 Nm. Je nach Ausführung sind Dauerdrehmomente zwischen sechs und 18 Nm sowie Drehzahlen von bis zu 24.000 U/min möglich. Die Untersetzungsverhältnisse reichen von 3:1 bis 1.437:1. Hochleistungsschmierstoffe, abgestimmte Komponenten und verschiedene Abtriebslager sollen zusätzlich zur Leistungsfähigkeit beitragen.
Leise Antriebslösungen für sensible Anwendungen
Für Anwendungen mit hohen Anforderungen an die Geräuschentwicklung hat das Unternehmen die Low-Noise-Ausführungen „22 GPT LN“ und „32 GPT LN“ entwickelt. Durch eine Eingangsgetriebestufe mit Kunststoff-Zahnrädern reduziert sich der Geräuschpegel laut Hersteller um bis zu 10 dB gegenüber den Standardausführungen.
Die Getriebe übertragen gelegentliche Spitzendrehmomente von bis zu vier beziehungsweise zwölf Nm und arbeiten in einem Temperaturbereich von minus 30 bis plus 110 Grad Celsius. Auch bei häufigen oder plötzlichen Lastwechseln sollen sie ihre hohe Effizienz beibehalten.
Robuste Varianten für höhere Belastungen
Für anspruchsvolle Umgebungsbedingungen stehen die High-Torque-Modelle zur Verfügung. Diese verfügen über eine angepasste Geometrie für höhere Belastungen und eine verbesserte Dynamik. Die Varianten werden mit drei oder vier Getriebestufen sowie unterschiedlichen Untersetzungsverhältnissen angeboten und sind für Betriebstemperaturen zwischen minus 30 und plus 120 Grad Celsius ausgelegt.
Plötzliche Lastwechsel und Notstopps sollen die Lebensdauer der Antriebe nach Unternehmensangaben nicht beeinträchtigen. Das Getriebespiel liegt je nach Modell bei 0,8 beziehungsweise 0,6 Grad und ermöglicht eine präzise und wiederholgenaue Positionierung in unterschiedlichen Einsatzbereichen.

































