Brady automatisiert Einrichtung und Kodierung von RFID-Etiketten
Brady Corporation hat mit dem „BradyPrinter i7500 RFID“ einen industriellen Etikettendrucker vorgestellt, der UHF-RFID-Etiketten automatisch erkennen, bedrucken und kodieren kann. Nach Angaben des Herstellers benötigt das Gerät nach einem Wechsel des Verbrauchsmaterials keine Etiketten für die Kalibrierung. Bereits das erste RFID-Etikett soll korrekt bedruckt und kodiert werden. Bei von Brady getesteten Wettbewerbsmodellen würden dagegen nach einem Materialwechsel zehn bis 30 Etiketten benötigt.
Automatische Erkennung der RFID-Chips
Der Drucker erkennt nach Unternehmensangaben die RFID-Chips der eingelegten Etiketten automatisch. Anschließend wählt das Gerät die passende interne Antenne und Sendeleistung für die Kodierung aus. Eine manuelle Konfiguration dieser Parameter soll damit entfallen.
Nach Angaben von Brady funktioniert die automatische Erkennung auch bei RFID-Chips auf kleinen Etiketten mit einer Breite von 15 Millimetern. Unternehmen können dadurch unterschiedliche UHF-RFID-Etikettentypen mit demselben Drucker verarbeiten. Der Anbieter will damit insbesondere den Materialausschuss und den Einrichtungsaufwand bei einem Wechsel der Verbrauchsmaterialien reduzieren.
Einrichtung in weniger als drei Minuten
Der "i7500 RFID" lässt sich laut Hersteller für große und kleine UHF-RFID-Etiketten in weniger als drei Minuten einrichten. Verarbeitet werden können sowohl Etiketten für Metalloberflächen mit einer Dicke von bis zu zwei Millimetern als auch Varianten für andere Materialien. Brady gibt an, dass die Einrichtung damit zwei- bis 25-mal schneller erfolge als bei den meisten Wettbewerbsmodellen.
Für das Drucken und Kodieren eines Etiketts benötigt das Gerät nach Herstellerangaben drei Sekunden. Die automatisierte Materialvorbereitung und Kalibrierung soll insbesondere industrielle Produktionsprozesse unterstützen und Ausschuss sowie ungeplante Unterbrechungen beim Etikettieren verringern.
Kodierung wird automatisch überprüft
Der Drucker überprüft die Kodierung der UHF-RFID-Etiketten automatisch. Das Einsatzspektrum reicht laut Hersteller von großen Palettenetiketten bis zu kleinen Kennzeichnungen für einzelne Komponenten. Zusätzlich zu RFID-Daten kann das System Klarschrift sowie QR-Codes und Barcodes aufbringen.
Für den Druck stehen Auflösungen von 300 und 600 Punkten pro Zoll zur Verfügung. Daten lassen sich aus Unternehmenssystemen übernehmen und über Ethernet, USB, WLAN oder Bluetooth an den Drucker übertragen. Unterstützt werden nach Angaben des Anbieters gängige Datenstandards einschließlich GS1 für eindeutige RFID-EPC-Codes und Barcodes auf Artikelebene.
Einsatz in Produktion und Lieferkette
Brady positioniert den Drucker als Bestandteil einer industriellen RFID-Gesamtlösung. Dazu gehören neben dem Drucksystem RFID-Etiketten, RFID-Lesegeräte und Software. Unternehmen können die Technik unter anderem für die Nachverfolgung gekennzeichneter Objekte sowie für automatisierte Bestands- und Frachtkontrollen einsetzen.
Weitere vorgesehene Anwendungen sind die Just-in-Time-Nachverfolgung und die Identifikation von Produkten innerhalb industrieller Lieferketten. Über RFID lassen sich gekennzeichnete Objekte aus der Entfernung und ohne direkten Sichtkontakt erfassen. Darüber hinaus nennt Brady die Verknüpfung von Produkten mit digitalen Produktpässen als möglichen Anwendungsbereich.

















































