RHB-Robotics bündelt AMR-Entwicklung und Produktion in Rheinböllen
Die Entwicklung der Fahrzeuge begann 2020 unter dem Namen Continental Mobile Robots. 2022 gingen die Systeme in Serienproduktion. Seit 2025 wurde das Geschäft als Aumovio Robotic Solutions fortgeführt. Mittlerweile befindet sich die Technik nach Angaben des Unternehmens in der sechsten Fahrzeuggeneration. Zum Einsatz kommen die Autonomen Mobilen Roboter unter anderem bei Automobilzulieferern sowie in der Nahrungsmittelindustrie. „Jede Fahrzeuggeneration hat die Erfahrungen der vorherigen aufgenommen. Diese Lernkurve lässt sich nicht kaufen und nicht umbenennen – sie steckt in den Fahrzeugen und in den Köpfen, die sie entwickelt haben“, erklärt Andreas Kerkenhoff, Head of AMR bei RHB-Robotics.
Zwei Plattformen für unterschiedliche Transportaufgaben
Das Portfolio von RHB-Robotics umfasst zwei Fahrzeugplattformen mit insgesamt sechs Varianten. Der „NXS 300“ transportiert Kleinladungsträger mit einem Gewicht von bis zu 300 Kilogramm. Das Fahrzeug steht in den Ausführungen Base, Extended und Top Roller zur Verfügung.
Die Plattformen „IL 600“ und „IL 1200“ sind für den Transport von Paletten, Gitterboxen und Carts konzipiert. Die maximale Nutzlast beträgt je nach Ausführung 600 beziehungsweise 1.200 Kilogramm. Angeboten werden die Varianten Lifting Unit, Load Module und Top Roller.
Welche Fahrzeugkonfiguration zum Einsatz kommt, richtet sich laut Anbieter nach dem jeweiligen Logistikkonzept. Marktübliche Dollys, Carts, Europaletten und Gitterboxen können nach Unternehmensangaben weiterhin verwendet werden. Ein Austausch vorhandener Ladungsträger sei deshalb in der Regel nicht notwendig. „Der Materialfluss des Kunden bestimmt die Auslegung, nicht das Datenblatt“, so Andreas Kerkenhoff.
VDA 5050 für die Flottenintegration
Beide Fahrzeugplattformen unterstützen den Kommunikationsstandard VDA 5050. Dadurch sollen sie sich in vorhandene Flottenmanagementsysteme integrieren lassen. Nach Angaben von RHB-Robotics ist keine zusätzliche Middleware erforderlich. Auch Mischflotten mit Fahrzeugen anderer Hersteller seien möglich.
Beide Fahrzeugplattformen unterstützen den Kommunikationsstandard VDA 5050. Dadurch sollen sie sich in vorhandene Flottenmanagementsysteme integrieren lassen. Nach Angaben von RHB-Robotics ist keine zusätzliche Middleware erforderlich. Auch Mischflotten mit Fahrzeugen anderer Hersteller seien möglich.
Die Schnittstelle VDA 5050 dient der Kommunikation zwischen Mobilen Robotern beziehungsweise Fahrerlosen Transportfahrzeugen und einer übergeordneten Leitsteuerung. Für Betreiber soll der Standard die herstellerübergreifende Einbindung von Fahrzeugen in automatisierte Materialflüsse ermöglichen.
Einsatz in der eigenen Produktion
RHB-Robotics setzt die Fahrzeuge auch am eigenen Standort in Rheinböllen ein. In dem Werk werden Bremsteile für die Automobilindustrie hergestellt. Die Autonomen Mobilen Roboter übernehmen dort Transporte im laufenden Materialfluss zwischen verschiedenen Produktionsbereichen und bewegen sich im Mischverkehr mit Menschen. „Unsere Fahrzeuge nutzen wir in der eigenen Bremsenproduktion. Was dort auffällt, landet direkt in der AMR-Entwicklung und wird in der nächsten Generation umgesetzt“, erklärt Andreas Kerkenhoff.
































