Wie Pilz Bewegungen in der Intralogistik mit Radar erfassen will
Pilz hat mit „PSENradar live“ einen neuen Radarsensor zur Erfassung von Personen und bewegten Objekten in definierten Bereichen vorgestellt. Das System kombiniert Presence Detection, Counting und Tracking. Nach Angaben des Automatisierungsunternehmens lassen sich damit neben der Anwesenheit und Anzahl von Personen und Objekten auch deren Bewegungen und Bewegungsrichtungen erfassen. Als Einsatzgebiet nennt Pilz unter anderem intralogistische Bereiche.
Drei Funktionen in einem System
Die Presence Detection erkennt, ob sich Personen oder Objekte im überwachten Bereich befinden. Als Anwendung nennt Pilz beispielsweise schwer einsehbare Bereiche. Das System kann dort anzeigen, dass eine Zone noch nicht frei ist, wenn sich weiterhin eine Person darin befindet.
Mit der Counting-Funktion zählt der Sensor Personen und bewegte Objekte innerhalb definierter Bereiche. Dadurch lässt sich nach Herstellerangaben ebenfalls erfassen, ob ein überwachter Bereich vollständig geräumt wurde.
Die Tracking-Funktion ordnet Bewegungen kontinuierlich Personen und Objekten zu und analysiert deren Bewegungsrichtungen. Dadurch lassen sich Informationen über Verkehrsströme gewinnen. In intralogistischen Bereichen soll die Funktion laut Pilz dazu beitragen, Kollisionen zu vermeiden sowie Fahrwege und Materialflüsse zu optimieren.
Erfassung ohne Tags und Transponder
Die Erfassung erfolgt radarbasiert und berührungslos. Nach Angaben des Herstellers müssen Personen oder Fahrzeuge dafür nicht mit Tags, Transpondern oder Reflektoren ausgestattet werden.
Pilz zufolge benötigt „PSENradar live“ auch keine zusätzliche Infrastruktur oder Ausrüstung für die Erfassung. Dadurch entfällt der organisatorische Aufwand für die Ausstattung der zu erfassenden Personen und Fahrzeuge mit entsprechenden Komponenten. Der Hersteller führt dies zudem als Faktor für einen geringeren Investitions- und Wartungsaufwand an.
Bewegungsdaten für intralogistische Bereiche
Durch die Kombination der drei Funktionen liefert das System Informationen darüber, ob und wie viele Personen oder bewegte Objekte sich in definierten Bereichen befinden und in welche Richtung sie sich bewegen.
Pilz sieht darin unter anderem eine Grundlage für die Planung von Verkehrsströmen in der Intralogistik. Gleichzeitig soll die Überwachung von Bereichen dazu beitragen, festzustellen, ob sich dort noch Personen oder Objekte befinden.



































