Stählerner Service

Stählerner Service

Selbstverständlichkeit ist das Beherrschen einer ausgeklügelten Logistik

Durch ein Retrofit passt Ferroflex seine Rüstzeiten und Kommissionierungen im Hauptlager Rothrist an Termindruck und Servicewünsche seiner Kunden an.

1. Das Lager in Rothrist sollte hinsichtlich der Rüstzeiten und der Picks, also der Anzahl der Kommissionierungen, fit für die Zukunft gemacht werden. (Quelle: Fehr)
2. Es wurde ein komplett neues Doppeltisch-Regalbediengerät mit Kommissionierstationen eingeplant und auf 2 x 3.000 Kilogramm ausgelegt.  (Quelle: Fehr)
3. Innerhalb von kürzester Zeit baute fehr die Lösung für die Anforderungen von Ferroflex dann in die Lagerhalle ein.  (Quelle: Fehr)

Der führende Schweizer Stahlhändler Ferroflex beeindruckt seine Kunden mit kurzen Durchlaufzeiten. Damit man dem Termindruck der Kunden aus Bauwirtschaft, Industrie und Handwerk weiter standhalten kann, wurde fehr mit dem Retrofit der Lageranlage beauftragt. Die Rüstzeiten mussten runter. Die Picks sollten mehr als vervierfacht werden. Ein typischer Auftrag für die Spezialisten von fehr also. Und diese begannen ihre Arbeit mit einer Analyse vor Ort in Rothrist.

Hier, rund 50 Kilometer südöstlich von Basel, befindet sich die Ferroflex AG. Allein an der Lagerhalle in Rothrist erkennt man intuitiv, dass Ferroflex in der großen Liga des Stahlhandels mitspielt. Mit 33.000 Quadratmetern Fläche ist die Lagerhalle fast fünf Fußballfelder groß und landesweit eines der größeren Lager für Stahlträger.

Apropos Fußball: Das größte Fußballstadion der Eidgenossen, das „Joggeli“, also der St.-Jakob-Park im nahen Basel, wurde mit Stahl von Ferroflex gebaut. Ebenso befindet sich beispielsweise Stahl von Ferroflex im Wankdorf- und im Letzigrund-Stadion, in der schmucken Stockhorn Arena Thun sowie in der neuen V-Bahn der Jungfraubahnen. Die Stahlträger von Ferroflex stützen unzählige Grossbauten der Schweiz.

Service als Erfolgstreiber

Die großen Treiber für den Erfolg von Ferroflex sind allerdings nicht die Stahlprodukte allein. Selbst das Beherrschen der ausgeklügelten Logistik sehen die erfolgreichen Stahlhändler als notwendige Selbstverständlichkeit. Für Ferroflex ist der stählerne Rohling vor allem ein Träger für ein praxisnahes und innovatives Dienstleistungsportfolio.

Ferroflex macht sich seit Jahrzehnten als kompetenter, flexibler und schneller Servicepartner bei seinen großen und kleinen Kunden unentbehrlich. Die Dienstleistungen von Ferroflex funktionieren für viele Schlosser, Metallbauer, Stahlbauer, Bauunternehmen und Maschinenbauer wie eine Art ausgelagerte Werkstatt. Das Bohr- und Ausklinkcenter liefert Träger, Stabstahl und Hohlprofile präzise abgelängt, gebohrt oder ausgeklinkt nach Kundenwünschen. Das Bohr-Brenncenter fertigt Brennteile mit gebohrten Löchern und Gewinde. Auch Beschichtungen und andere Vorarbeiten erledigt Ferroflex zuverlässig für seine Kunden.

Retrofit für Automatisierung

Vor diesem Gesamtbild der Ferroflex AG waren die Anforderungen an fehr für den Retrofit gut nachvollziehbar. Das Lager in Rothrist sollte hinsichtlich der Rüstzeiten und der Picks, also der Anzahl der Kommissionierungen, fit für die Zukunft gemacht werden. Sprich, die bestehende Regalanlage sollte mit zusätzlicher Zugriffspunkte-Infrastruktur verbessert und automatisiert werden. Zuerst nahmen sich die Experten von fehr das Wabenlager vor. Der Istzustand, die Massgenauigkeit, die Statik und die Bausubstanz wurden bis ins letzte Detail erhoben. Ein Projektteam widmete sich der Schnittstelle zwischen Warehouse-Management-System und Enterprise-Resource-Planning-Software.

Nach der Bestandsaufnahme planten die Ingenieure von fehr den Retrofit penibel durch. Das Regal und die Kassetten hatten den Fitness-Check mit Bravour gemeistert und sollte bestehen bleiben. Für den geforderten Drive bei den Rüstzeiten wurde ein komplett neues Doppeltisch-Regalbediengerät mit Kommissionierstationen eingeplant und auf 2 mal 3.000 Kilogramm ausgelegt. Bis dato wurde an dieser Stelle manuell hantiert. Trotz der gewaltigen Lagerfläche in Rothrist hatte das fehr-Team schon in der Planung die Platzverhältnisse zu beachten. Das Wabenlager, die Kassetten und deren Inhalt sollten in der Umbauphase an ihren Plätzen belassen werden. Innerhalb von kürzester Zeit baute fehr die Lösung für die Anforderungen von Ferroflex dann in die Lagerhalle ein. Pünktlich wie vereinbart, stand die neue Anlage am ersten Arbeitstag im Februar 2020 zur Inbetriebnahme bereit.

40 Kassettenbewegungen pro Stunde

Mit 1.270 Kassettenplätzen Fassungsvermögen und durchschnittlich 40 Kassettenbewegungen pro Stunde entspricht sie voll und ganz den Erwartungen. Die alte Anlage hatte im Vergleich nur sechs Picks pro Stunde geschafft und hatte nur eine Zugriffstelle für den In- und Output. Die neue Anlage von fehr bietet der Ferroflex-Mannschaft in Rothrist nun insgesamt drei Zugriffsstellen.

Um all dies in der knapp bemessenen Zeit zu bewerkstelligen, musste ordentlich angepackt werden. Die fehr-Monteure verlegten die Fahrbahn und die Längsstromführung, stellten das Regalbediengerät und die Peripherie-Komponenten samt Autokran auf und erledigten auch alle internen Elektro-Installationen sauber.

„Die Zusammenarbeit mit fehr war sehr gut“, meint dazu Stephan Gerhard, Betriebsleiter der Ferroflex AG. „Die Abmachungen waren transparent und verständlich. Die Montagemannschaft hat sehr effektiv und sauber gearbeitet.“ Am meisten zählt für die Schweizer jedoch, dass sie mit der Automatisierung ihrer Lageranlage nun über mehr Spielraum verfügen, um die Aufträge ihrer Kunden noch schneller, präziser und noch mehr Services zu erfüllen. (jak)

Eine Information der Fehr Lagerlogistik AG, Winterthur (Schweiz)

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