Würth Australia investiert in automatisierte Auftragsabwicklung
Dematic automatisiert zwei Distributionszentren von Würth Australia
Dematic hat von Würth Australia den Auftrag erhalten, die Auftragsabwicklung an den Standorten Yatala im Bundesstaat Queensland und Keysborough im Bundesstaat Victoria zu automatisieren. Wie der Intralogistikanbieter gestern mitteilte, sollen integrierte Lösungen aus automatisierter Lagertechnik, manuellen Kommissionierbereichen und Fördertechnik entstehen. Die Inbetriebnahme der ersten Anlage ist für August 2027 vorgesehen, die zweite soll im Dezember 2027 folgen.
Würth Australia gehört zur Würth-Gruppe und vertreibt Befestigungs- und Montagematerial an Kunden aus der Automobilwirtschaft, dem Transportwesen, der Fertigung, der Instandhaltung, dem Bauwesen und dem Bergbau. Nach Unternehmensangaben umfasst das Sortiment mehr als 22.000 Produkte. Zu den Abnehmern zählen über 56.000 aktive Kunden. Mit der Automatisierung will das Unternehmen das Bestandsmanagement und die Auftragsabwicklung innerhalb seines landesweiten Distributionsnetzwerks verbessern und zusätzliche Kapazitäten für weiteres Wachstum schaffen.
Autostore für unterschiedliche Kommissionieranforderungen
Im Mittelpunkt der von Dematic geplanten Intralogistiklösungen steht jeweils ein Autostore-System. Die automatisierte Lagertechnik arbeitet nach dem Ware-zur-Person-Prinzip und ermöglicht eine verdichtete Lagerung der Artikel. Die Kommissionierung ist sowohl für einzelne Produkte als auch für vollständige Verpackungseinheiten ausgelegt.
Ergänzend zu den automatisierten Prozessen sieht das Anlagenkonzept manuelle Kommissionierbereiche vor. Diese dienen der Bearbeitung von Artikeln, die besondere Anforderungen an die Lagerung oder Handhabung stellen. Dematic kombiniert damit unterschiedliche Kommissionierverfahren, um das umfangreiche Produktsortiment von Würth Australia innerhalb der Auftragsabwicklung zu berücksichtigen.
Fördertechnik verbindet Kommissionierung und Versand
Nach der automatisierten beziehungsweise manuellen Kommissionierung gelangen die Aufträge über Fördertechnik zu den nachgelagerten Bearbeitungsstationen. Dort werden zunächst die erforderlichen Versanddokumente eingelegt. Anschließend erfolgen die Optimierung und das Verschließen der Versandkartons sowie deren Etikettierung.
Im letzten Prozessschritt werden die Packstücke nach Versandzielen sortiert. Die Fördertechnik verbindet damit die unterschiedlichen Kommissionierbereiche mit den Verpackungs- und Versandprozessen. Das integrierte Anlagenkonzept soll die Auftragsabwicklung an beiden Standorten unterstützen.
Steuerungssoftware koordiniert den Warenfluss
Für die Steuerung der automatisierten Prozesse setzt Dematic sein Warehouse Control System ein. Dieses wird in das Warehouse Management System von Würth Australia integriert.
Die Steuerungssoftware übernimmt die Koordination der Kommissionieraufgaben und des Warenflusses innerhalb der automatisierten Anlagenbereiche. Damit werden die einzelnen automatisierten Prozessschritte in die bestehende Lagerverwaltung eingebunden.
Inbetriebnahme an zwei Standorten im Jahr 2027
Die Umsetzung erfolgt an zwei Standorten des australischen Distributionsnetzwerks. Die Anlage in Yatala im Bundesstaat Queensland soll im August 2027 den Betrieb aufnehmen. Für Dezember 2027 ist die Inbetriebnahme der größeren Anlage in Keysborough im Bundesstaat Victoria geplant.
Beide Standorte erhalten auf das Produktsortiment abgestimmte Automatisierungslösungen, die automatisierte Lagerung und Kommissionierung mit manuellen Bearbeitungsprozessen sowie nachgelagerter Versandtechnik verbinden.
Mit den Investitionen verfolgt Würth Australia das Ziel, die Bestandsführung und den Warenfluss zu verbessern sowie die Auftragsabwicklung für sein landesweites Kundennetzwerk weiterzuentwickeln. Angaben zum Investitionsvolumen, zu den Lagerkapazitäten der Autostore-Systeme und zu den erwarteten Leistungssteigerungen machte Dematic in der Mitteilung nicht.















































