Retrofit für Medizintechnik-Spezialisten

Retrofit für Medizintechnik-Spezialisten

Bestandsanlage mit einem dreigassigen Shuttle-System erweitert

Da die Intralogistik am Stammsitz Aesculaps in Tuttlingen, Baden-Württemberg, zunehmend an ihre Leistungsgrenzen stieß, setzte man auf eine Erweiterung mit TGW-Know-how. In den letzten Monaten realisierte das Projektteam einen der größten Retrofit-Aufträge der TGW-Geschichte.

1. 39 energieeffiziente „Stingray“-Shuttles sorgen für das das Ein- und Auslagern. (Quelle: TGW)
2. Wareneingangs- und Versandbereich wurden ebenfalls erneuert und die Fördertechnik-Loops mit energieeffizienter „King-Drive“-Technologie ausgebaut. (Quelle: TGW)
3. Das bestehende Automatische Kleinteilelager (AKL) mit TGW-„Mustang“- und „Booster“-Regalbediengeräten wurde um ein Shuttle-System mit drei Gassen ergänzt. (Quelle: TGW)

Die Aesculap AG ist einer der weltweit führenden Hersteller von Medizinprodukten. Das 1867 gegründete Unternehmen gehört seit 1976 als eine von vier Sparten zum familiengeführten Medizintechnik- und Pharmahersteller B. Braun Melsungen AG.

Von der zentralen Aesculap-Logistikdrehscheibe nordwestlich des Bodensees werden Ärzte und Krankenhäuser auf der ganzen Welt beliefert: mit chirurgischen Instrumenten, Implantaten und Spezialprodukten für die Gefäßdiagnostik.

Ein Team von TGW-Spezialisten hat das 2008 errichtete Distributionszentrum grundlegend erweitert und auf den neuesten technischen Stand gebracht. Dank dynamischer Prozesse und hohem Automatisierungsgrad konnte die Gesamtleistung des Systems verdoppelt werden.

Ausbau im laufenden Betrieb

Das bestehende Automatische Kleinteilelager (AKL) mit TGW-Mustang- und Booster-Regalbediengeräten wurde um ein Shuttle-System mit drei Gassen ergänzt. Dort kümmern sich 39 energieeffiziente Stingray-Shuttles um das Ein- und Auslagern. Die Behälter können übereinandergestapelt werden: das ermöglicht höchste Flexibilität bei den Behälterhöhen und die Grundfläche lässt sich besonders effizient nutzen. Wareneingangs- und Versandbereich wurden ebenfalls erneuert und die Fördertechnik-Loops mit energieeffizienter King-Drive-Technologie ausgebaut. Darüber hinaus brachte das Team auch Steuerung und Software auf den neuesten Stand. Sämtliche Umbau- und Erweiterungsarbeiten fanden im laufenden Betrieb statt, Stillstandszeiten waren keine Option: Krankenhäuser und Ärzte sind auf eine schnelle und vor allem zuverlässige Lieferung angewiesen.

Höchste Ausfallsicherheit

Nach der umfassenden Erweiterung verlassen jetzt 4.000 Lieferungen täglich das Logistikzentrum. Im Rahmen des Projekts „Global 2030“ hat Aesculap seine Intralogistik damit auf das prognostizierte Wachstum der kommenden Jahre vorbereitet. „Wir hatten die Grenze bei Leistung und Volumen erreicht. Bei der Erweiterung waren uns Flexibilität, stabile Prozesse und hohe Ausfallsicherheit besonders wichtig“, bestätigt Bernd Hermle, Bereichsleiter Logistik bei der Aesculap AG.

Aufträge können nun im System priorisiert werden. „Bei einem Auftragseingang bis 17:00 Uhr erhalten europäische Kunden ihre Bestellung schon am nächsten Tag – weltweit innerhalb von ein bis drei Tagen“, so Hermle weiter.

Software-Upgrade als Basis

Voraussetzung für das Projekt bildete ein umfangreiches TGW-Software-Upgrade. Die Umstellung war notwendig, um das bestehende System nahtlos mit den neuen Abschnitten wie etwa dem Shuttle-Lager verbinden zu können, und ein homogenes Gesamtsystem zu schaffen. „Wir freuen uns sehr, dass wir den Kunden mit unserem Paket aus Mechatronik, Steuerung und Software überzeugen konnten“, unterstreicht Christoph Wolkerstorfer, CSO der TGW Logistics Group. Bernd Hermle ergänzt: „Natürlich hat ein großes, komplexes Projekt auch so manche kritische Phase zu überstehen. Aber das sehr gute Ergebnis ist der Beleg für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit TGW. Vielen Dank dafür!“ (jak)

Eine Information der TGW Logistics Group GmbH, Marchtrenk (A)

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