Wissenschaftler prüfen Wegenetz-Effizienz
Die Wissenschaftler haben den Erfahrungsschatz menschlicher Wegenetz-Planer in einem Expertensystem zusammengetragen und in eine sog. Fuzzy-Logik übersetzt. „Fuzzy“ bedeutet so viel wie „unscharf“. Während die meisten Computerprogramme strengen Wenn-Dann-Regeln folgen, basiert die Fuzzy-Logik lediglich auf ungefähren Richtlinien. Auf die Wegenetz-Planung übertragen hieße das beispielsweise: Wenn Stau droht, muss die Software eine andere Route festlegen. Oder: Wenn der geplante Weg zu dicht an einer Maschine vorbei führt, muss er ein paar Meter verschoben werden.
Jetzt soll sich der Algorithmus mit menschlichen Planern messen. In Computersimulationen wollen die Wissenschaftler reale Wegenetze mit den computergenerierten vergleichen – und überprüfen, ob die Software tatsächlich effizientere Ergebnisse liefert als der Mensch. Dafür suchen die Wissenschaftler Unternehmen, die fahrerlose Transportfahrzeuge nutzen und ihre Wegenetz-Daten zur Verfügung stellen möchten. Zudem benötigen sie das Layout der Produktionsumgebung und das Transportprofil – also Informationen darüber, welche Waren die Fahrzeuge wann transportiert haben und wohin. Sämtliche Daten werden vertraulich behandelt.
Die teilnehmenden Firmen erhalten nicht nur einen kostenlosen Effizienz-Check, sondern bekommen auch Tipps, wie sie beispielsweise Leerfahrten reduzieren können. Unternehmen, die am Forschungsprojekt teilnehmen möchten, sollten sich bis zum 15. Januar beim Institut für Integrierte Produktion Hannover (IPH) melden.


















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