Vierte Baustufe im Spar-Zentrallager Wels erfolgreich integriert

Nach gut zweijähriger Implementierungszeit wurde von der Spar Österreichische Warenhandels AG gemeinsam mit dem Projektpartner Witron Logistik + Informatik GmbH aus dem bayerischen Parkstein die vierte Erweiterungsstufe des Zentrallagers Wels (ZLW) erfolgreich in Betrieb genommen. Durch Integration von modernster Logistiktechnologie kann Spar zukünftig nochmals 140.000 zusätzliche Handelseinheiten im 2-Schicht-Betrieb kommissionieren. Die Installation erfolgte als Greenfield-/Brownfield-Kombination in einem 20.000 Quadratmeter großen Neubau, der während des laufenden Betriebes an die bereits bestehenden Logistikbereiche angebunden wurde.

(Bildquelle: Witron)
(Bildquelle: Witron)

Zentrales Element der Erweiterung „Baustufe 4“ ist – wie schon in Baustufe 3 – das vollautomatische Lager- und Kommissioniersystem OPM (Order Picking Machinery). Durch die Inbetriebnahme von 16 weiteren COM-Maschinen (in Summe jetzt 24 COMs) können pro Tag in zwei Schichten zusätzlich bis zu 140.000 Handelseinheiten (in Summe jetzt 340.000 Handelseinheiten in zwei Schichten) filialgerecht auf Rollcontainer kommissioniert werden.

Neu hinzu kamen ebenso ein automatisches Tray-Lager mit 32 Regalbediengeräten (in Summe 48) und 293.000 Tray-Stellplätzen (in Summe 450.000) sowie ein Paletten-Hochregallager mit acht Regalbediengeräten (in Summe 24) und 31.200 Paletten-Stellplätzen (in Summe 73.000), sieben Depalettierer (in Summe zehn) und drei Folienwickler (in Summe fünf). Integriert wurde des Weiteren ein automatischer Leergut-Puffer mit vier Regalbediengeräten für bis zu 8.600 Rollcontainer. Dadurch ist gewährleistet, dass sich immer die optimale Anzahl an Rollcontainern im Logistikkreislauf des ZLW befindet.

Ganzheitliches Umstellungskonzept entscheidender Faktor

„Doch nicht nur das technische Konzept war wichtig für den Projekterfolg“, so Witron-Projektmanager Ulrich Schlosser. „Entscheidend ist bei einem kombinierten Greenfield-/Brownfield -Projekt ebenso ein ganzheitliches Change-Konzept – das heißt, wie die Integration terminlich und organisatorisch umgesetzt wird. Dabei muss die wichtigste Frage sauber adressiert sein: Auf welche Art und Weise erfolgt während der gesamten Projektlaufzeit die Implementierung des Projektes – und wie erfolgt parallel dazu der laufende Betrieb bzw. die Auslieferung an Filialen und Konsumenten, die durch die Umstellung nicht beeinträchtigt werden darf“ erklärt Schlosser. „Aufgrund des modularen Aufbaus unserer End-to-End-Lösungen und deren physischen Kompaktheit können wir für unsere Kunden schon in der Planungs-Phase hochflexible Umsetzungs- und Zukunftskonzepte entwickeln, die sich mit Blick auf ansteigende Volumina, wachsenden Artikelspektren, zusätzliche Pick-Stationen oder sich veränderte Geschäfts- und Materialflussprozesse sowohl direkt in eine bereits bestehende Anlage integrieren lassen bzw. wie bei SPAR über einen Neubau in den Materialfluss einer bereits bestehenden Anlage integriert werden.“

500.000 Pickeinheiten für 1.500 Geschäfte

Mit einer Gesamtfläche von 50.000 Quadratmetern beliefert das ZLW in Summe 1.500 Märkte in ganz Österreich sowie die Spar-Auslandstöchter mit mehr als 18.000 verschiedenen Artikeln aus dem Trockensortiment. Perspektivisch ist das Verteilzentrum für eine tägliche Pickleistung von 500.000 Pick-Einheiten im 3-Schicht-Betrieb ausgelegt. Gelagert und kommissioniert wird mit den Witron-Lösungen OPM und DPS. Ein Witron-On-Site-Team ist im Schichtbetrieb für den Service, die Wartung und den Anlagenbetrieb verantwortlich und ermöglicht so eine permanent hohe Verfügbarkeit aller Logistikbereiche, Materialflüsse, Mechanik-, Steuerungs- und IT-Komponenten.

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