Offene Kommunikation: Ein wichtiger Schlüssel für erfolgreiche Brownfield-Projekte
Doch zunächst noch ein paar Worte zu der Thematik Brownfield versus Greenfield. Ein Blick in die Praxis zeigt, dass statt in Greenfield-Projekte (also das Errichten neuer Anlagen) zu investieren, viele Unternehmen mehr und mehr ihre bestehenden Anlagen (Brownfield) verbessern, ihre Strukturen optimieren und damit ihre Effizienz erhöhen. Anstatt große Summen in neue Lager oder Logistikzentren zu stecken, entscheidet man sich in der Praxis zunehmend dafür, kleine schrittweise Modernisierungen mit schneller Amortisationen zu realisieren. Hinzu kommen weitere Vorteile bei Brownfield-Projekten, wie geringe Investitionskosten, schnellere Bereitstellung, minimale Unterbrechungen sowie die Nutzung bestehender Teams und Prozesse – um nur die Wichtigsten aufzuzählen.
Diesen Trend unterstreichen auch verschiedene Analysen. Stellvertretend hierfür heißt es in einem Bericht von Interact Analysis, dass eben jene Analysen davon ausgehen, dass Mitte der 2020er Jahre Brownfield-Projekte die Umsetzung von Lagerautomationen dominieren werden. Eines dieser Brownfield-Projekte wird nun im Folgenden etwas mehr im Detail beschrieben.
Struktur des Lagers passte nicht mehr
Die Ausgangslage war spannend. Ein etablierter Hersteller elektronischer Geräte mit Sitz in Mecklenburg-Vorpommern verfügte über ein 30 Jahre altes halbautomatisches, schienengeführtes Fachboden- und Palettenregal mit sechs Gassen. Es wurden überwiegend Kleinteile auf Paletten gelagert. Über die Jahre änderten sich unter anderem die Kundenanforderungen und damit die Artikelstrukturen, die gelagert und nach Bestellung fristgerecht ausgeliefert werden mussten. Über die Zeit wurden weniger Ganzpaletten benötigt, es waren mehr und mehr Pick-Vorgänge nötig, die Losgrößen verringerten sich. Kurz: Die Struktur des Lagers passte nicht mehr zu den notwendigen Prozessen.
Da man sich in Mecklenburg-Vorpommern bereits für eine Brownfield-Lösung, also eine Modernisierung der bestehenden Anlage, entschieden hatte, war man von Seiten der Prozess- und Logistik-Verantwortlichen zunächst dabei, diesbezüglich den Markt zu sondieren und sich vorhandene Lösungen intensiv anzuschauen – vergebens. Und wie das Leben manchmal so spielt, hilft in gewissen Situationen auch einmal der Zufall. Ein auf dem Logistikforum an der Universität Rostock geplanter Vortrag eines süddeutschen Unternehmens fiel kurzfristig aus. „Über die Institutsleitung an der Rostocker Uni wurde die Volume Lagersysteme GmbH aus Dresden angefragt, kurzfristig einzuspringen“, erzählt Frank Domke, Senior Business Development Manager bei der Volume Lagertechnik GmbH. Das Ergebnis: Die präsentierte Lösung hörte sich nicht nur sehr gut an, sie war auch genau das, wonach der Elektronik-Händler gesucht hatte ...
Den vollständigen Beitrag finden Sie in der Ausgabe 2/26 unter diesem Link.
































