Lager des Healthcare-Spezialisten IVF Hartmann wird automatisiert

Die Dematic GmbH automatisiert das Lager des Schweizer Unternehmens IVF Hartmann in Neuhausen am Rheinfall. Für den Anbieter medizinischer Verbrauchsgüter stattet der Intralogistikspezialist den Neubau auf 400 Quadratmetern mit einem vollautomatischen Tablarlager in Kombination mit einem Multishuttle-System aus.

Die Anlage wird auf zwei Ebenen errichtet: Im Erdgeschoss befindet sich der neue Kommissionierbereich, das Tablarlager mit Multishuttle-System wird im Obergeschoss installiert. Hinzu kommt, dass die zuvor manuelle Ein- und Auslagerung der Waren sowie der gesamte Materialfluss dank der Dematic-Lösung vollständig automatisiert werden.

„Unsere zweigeschossige Anlage ist die optimale Lösung für die IVF Hartmann AG. Der Lager- und der Kommissionierbereich liegen direkt übereinander, sodass keine Zeit durch aufwendige, innerbetriebliche Transportwege verloren geht“, sagt Rainer Buchmann, CEO Dematic Central Europe.

Im Obergeschoss installiert der Intralogistikspezialist ein dreigassiges Hochgeschwindigkeits-Tablarlager, das rund 10.000 Behälterstellplätze umfasst. Die automatische Ein- und Auslagerung der auf Tablaren befindlichen Ware übernehmen 60 Dematic-Multishuttles. Über drei Heber-Paare werden die Behälter dann in den Kommissionierbereich im Erdgeschoss transportiert. Dank einer Geschwindigkeit von bis zu vier Metern pro Sekunde erzielen die Multishuttles dabei schnelle und effiziente Materialbewegungen.

Im Kommissionierbereich angekommen werden die Waren auf eine von zwei Pickstationen verteilt. Anschließend zeigt ein Pick-to-Light-System dem Kommissionierer denjenigen Kundenbehälter an, in den der angeforderte Artikel gelegt werden soll. „Durch die direkte Anbindung der Pickstationen an die Shuttle-Lifte reduzieren wir zudem deutlich den Einsatz von Fördertechnik“, so Buchmann. Neben den zwei Pick-Bereichen verfügt der Kommissionierbereich zusätzlich über vier Packstationen sowie zwei Stationen für den Wareneingang. Um die einzelnen Bereiche miteinander zu verbinden, sind insgesamt nur 290 Meter Fördertechnik notwendig. In der Planungsphase entschied sich IVF Hartmann außerdem dazu, die Software „SAP Extended Warehouse Management“ (SAP EWM) zur Lagerverwaltung einzusetzen.

Im kommenden Jahr soll das System in Betrieb genommen werden.

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